Im Vortrag wurden im Einzelnen die Mechanismen des Riechvorganges
vorgestellt und wesentliche Determinanten des Riechvermögens wie
Alter und Geschlecht diskutiert. Auch die Fragen, ob die hedonische Beurteilung
von Düften angeboren oder erworben ist, und inwieweit unsere Urteile
über Düfte manipulierbar sind oder nicht wurden hier beantwortet.
Demnach beeinflussen Düfte das Verhalten und können Stimmung
verändernd wirken (sogar in Schlaf). Düfte wirken auch, wenn
sie als Geruch nicht wahrgenommen werden können, weil ihre Konzentration
zu gering ist – im Versuch waren hier Gehirnaktivitäten messbar.
Ob und wie wir auf Duftstoffe reagieren, hängt von der Persönlichkeitsstruktur
und den Erfahrungen mit Düften zusammen aber auch vom Umfeld.
In seinem einführenden Vortrag sprach Prof. Dr. med. Thomas Hummel, Universitäts-HNO
Klinik der TU Dresden, eindrucksvoll über die Physiologie des Riechens sowie
seine Bedeutung für den menschlichen Alltag. Riechen und Schmecken sind lebenswichtige
Sinne. Sie tragen nicht nur entscheidend zu dem bei, was gemeinhin als "Lebensqualität"
bezeichnet wird, sondern sie lassen uns einen Brand frühzeitig erkennen oder
schützen uns vor dem Genuß verdorbener Nahrungsmittel.