(Dezember 2011) Allergiker können die Vorweihnachtszeit nicht immer genießen. Überall zieht der Duft von Weihnachten durch die Luft. Gebrannte Mandeln, frisch gebackene Plätzchen, Glühwein und Bratäpfel machen den Verzicht auf unverträgliche Leckereien häufig schwer. Die Vorweihnachtszeit eine kulinarische Herausforderung für Allergiker!

In Deutschland reagieren circa acht Prozent der Kinder und vier Prozent der Erwachsenen auf Lebensmittel allergisch. Die Hautverursacher in der kalten Jahreszeit sind Nüsse, Erdnüsse, Äpfel und typische Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Kardamom. „Diese Lebensmittel zu meiden, ist in der vorweihnachtlichen Zeit nicht einfach“, so Sonja Lämmel, Oecotrophologin und Ernährungsexpertin des DAAB. „In jedem Zimtstern und in jedem Schoko-Weihnachtsmann können allergieauslösende Bestandteile enthalten sein, die für den Allergiker nicht immer ersichtlich sind.“
Ein umfangreiches Zutatenverzeichnis ist nur für verpackte Lebensmittel vorgeschrieben. Die Inhaltsstoffe des Glühweins oder der Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt bleiben für den Allergiker so im Verborgenen.
Zusätzlich sind für Menschen mit lebensbedrohlichen, anaphylaktischen Reaktionen Schokoweihnachtsmänner, fertiges Weihnachtsgebäck und andere verpackte Leckereien tabu. Zwar sind bei diesen Lebensmitteln die Inhaltsstoffe gekennzeichnet, allerdings gibt es in Deutschland noch keine einheitliche Lösung für die Deklaration der Spuren, die durch die Produktion ungewollt in ein Lebensmittel gelangen können.
„Kann Spuren von . . . enthalten“, findet der Allergiker auf einigen Verpackungen, aber leider nicht auf jeder, so Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund. Die Spurenkennzeichnung wird von den Herstellern nicht einheitlich durchgeführt. Manche Hersteller verzichten auf den Hinweis, obwohl Spuren nicht ausgeschlossen werden können, andere könnten Spuren ausschließen und vermerken dies nicht. Der Allergiker, der auf diese Spuren reagiert, muss also das Weihnachtsgebäck im Regal stehen lassen, da kein Lebensmittel für ihn sicher ist.

Tipps für Allergiker zu Weihnachten
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