Medikamente:
Bei Heuschnupfen ist bei stärkeren, anhaltenden Beschwerden eine längere Einnahme von antiallergischen Medikamenten wirksamer als sie nur bei akuten Symptomen einzunehmen.
Abschwellend wirkende Nasentropfen können ebenfalls akute Symptome lindern, sollten aber nur maximal für 10 Tage eingesetzt werden. Bei übermäßiger Anwendung kann eine Schädigung der Nasenschleimhäute eintreten.
Regelmäßiges Nasespülen (Nasendusche) kann Pollen aus den Nasenhaaren spülen und so die Heuschnupfen-Beschwerden lindern und den Medikamentenverbrauch senken.

Fenster:
Pollenschutzgitter an den Fenstern können Pollen abfangen. Je nach Dichtigkeit des Gewebes müssen aber dann die Lüftungszeiten entsprechend verlängert werden, da durch das dichtere Gewebe der Luftaustausch langsamer erfolgt und die anfallende Luftfeuchtigkeit langsamer abgeführt wird. Steht der Wind auf dem Pollenschutzgitter, können unter Umständen mehr Pollen als sonst durch das Pollenschutzgitter in den Innenraum gelangen.
Schlafzimmer:
Bei einer Pollenallergie sollten die Haare vor dem Zubettgehen gewaschen werden, um Spätreaktionen durch Kontakt mit Pollen auf dem Kopfkissen zu vermeiden. Daher sollte auch die Tageskleidung nicht im Schlafzimmer ausgezogen werden, um die Pollenkonzentration hier nicht noch zusätzlich zu erhöhen.
Staubsauger mit Hepa-Filter können für Pollenallergiker interessant sein. Pollen, die auf den Boden herabsinken, können so mit dem Hausstaub abgesaugt werden.
Gewitter:
Durch Unwetter kann es vermehrt zu Asthma-Anfällen kommen. Vor Gewittern kann die Lufttemperatur stark abfallen, die kalte Luft kann die Atemwege reizen. Außerdem steigt die Luftfeuchtigkeit und durch den starken Wind werden auch Pollen und Staubpartikel aufgewirbelt. Setzt Starkregen ein, können vermehrt allergisch wirkende Eiweißstoffe aus Pollen herausgeschlagen werden. Besonders für Gräserpollen und ihre Allergene konnten erhöhte Konzentrationen nach starken Gewittern festgestellt werden. Daher kann es nach einem Unwetter auch zu erstmaligen asthmatischen Symptomen kommen.
Obst:
Rund 50 Prozent der Pollenallergiker vertragen saisonal oder auch ganzjährig kein Kern- und Steinobst. Dies betrifft jedoch vielfach nur das rohe Obst. Bereits 30 Sekunden in der Mikrowelle führen bei Äpfeln schon zur „Besserung“. Sie sind dann noch knackig aber ihre Allergene werden durch die Erwärmung inaktiviert. So kann man auch als Allergiker z.B. Obstsalat besser vertragen. Und einige der alten Apfelsorten scheinen deutlich weniger Probleme zu bereiten als die gängigen „modernen“ Sorten.