Beim Asthma bronchiale sollten Patientenschulungen als ganzheitliches Behandlungskonzept
in die Therapie integriert werden. Medikamente allein reichen für die
Gesundung nicht aus.
Die Gesundheit eines chronisch kranken Patienten ist nur zu einem Teil von Medikamenten abhängig. Entscheidende Bedeutung für den Erfolg einer Behandlung hat aber die Einbeziehung des gesamten sozialen und psychologischen Umfeldes in das Therapiekonzept. An erster Stelle aller Empfehlungen steht die Forderung nach einem gemeinschaftlichem Schulungs- und Behandlungskonzept: "Schule den Patienten, um ein partnerschaftliches Konzept zur Behandlung des Asthma bronchiale zu entwickeln". Die internationalen Experten betonten damit, dass vor allen Überlegungen zu einer medizinisch begründeten Therapie und Diagnostik ein ganzheitliches qualitätsgesichertes Schulungs- und Behandlungskonzept stehen muss.
Dieser Forderung werden am ehesten strukturierte Patientenschulungskonzepte gerecht, die ihren unbestreitbaren Erfolg bei einer Vielzahl anderer chronischer Erkrankungen, zum Beispiel beim Diabetes mellitus oder in der Therapie des Bluthochdruckes, bewiesen haben. Mittlerweile gibt es sowohl ambulante als auch stationäre Asthmaschulungen für Kinder (ab fünf Jahren) und Erwachsene. Die Kosten der genannten Maßnahmen werden von den Krankenkassen übernommen.
Basierend auf der stationären Düsseldorfer Asthmaschulung ABUS ist das ambulante Schulungs- und Behandlungskonzept NASA entwickelt worden. Es ist im Klinikum Fürth unter der Leitung von Prof. Worth entwickelt und evaluiert worden.
Wesentliche Schulungsinhalte sind:
Den Teilnehmern wird zusätzlich ein Begleitbuch und ein Peakflowmeter beziehungsweise Peakflowtagebuch zur Verfügung gestellt.
Ein anderes sehr erfolgreiches Schulungs- und Behandlungskonzept für Kinder und jugendliche Erwachsene bis zum 18. Lebensjahr ist der sogenannte Luftiku(r)s, das im Kinderkrankenhaus Osnabrück entwickelt wurde. Auch dieses speziell für die Belange junger Patienten entwickelte Schulungs- und Behandlungsprogramm erfüllt die Qualitätsmerkmale und sorgt durch die erfolgreiche Gründung einer Asthmaakademie für die kontinuierliche Ausbildung und Praxisbegleitung von Asthmatrainern (innen)
Als Betroffener sollten Sie versuchen, über den behandelnden Arzt oder durch den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. an die Anschrift von Schulungspraxen zu gelangen bzw. sich in das DMP-Asthma einschreiben lassen, da dies auch eine Asthmaschulung beinhaltet. Zudem gewährleistet es Ihnen eine umfassende und kontrollierte Behandlung Ihres Asthmas.
Weitere Informationen und individuelle, persönliche Beratung gibt es für Mitglieder des Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V.