Lautet die Diagnose Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz stehen Patienten
oftmals vor dem Problem vor Ort keine qualitativ hochwertige, seriöse
Ernährungsberatung zu bekommen. Der Alltag wird zum Problem. Was kann
ich noch kochen? Worauf muss ich beim Einkauf achten? Wie verhalte ich mich
in der Öffentlichkeit? Dies sind nur einige Fragen, die nach der Diagnose
auftauchen.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeit niedergelassener (männlicher oder weiblicher) Ernährungsberater ist die therapeutische Beratung von Patienten mit ernährungsabhängigen oder ernährungsbedingten Erkrankungen (wie Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Gicht, Nahrungsmittelallergien). Diese Beratung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt (formlose Zuweisung).
Die Krankenkassen erstatten Beratungskosten, wenn der/die BeraterIn bestimmte Qualifikationen mitbringt. Neben ernährungsmedizinisch fortgebildeten Ärzten werden DiätassistenInnen und Diplom-Oecotrophologen mit Berufserfahrung in der Beratung anerkannt. Da die Bezeichnung "Ernährungsberater" nicht gesetzlich geschützt ist, ist dies ein Weg der Kassen, sich gegen selbsternannte und unseriöse Anbieter abzugrenzen, die den Verbraucher durch unqualifizierte und ungesicherte Ernährungsempfehlungen verunsichern.
Wenn Sie sich für das Angebot der Ernährungsberatung in Ihrer Nähe interessieren, können Sie sich zunächst über die gelben Seiten, Rubrik Ernährungsberatung informieren. Meist enthalten diese Einträge jedoch keine Angabe zur Qualifikation des Beraters.
Um eine Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung bei Nahrungsmittelallergien, Prävention und Neurodermitis zu sichern, hat der DAAB ein Netzwerk ins Leben gerufen, in dem sich Oecotrophologen mit diesen Beratungsschwerpunkten registrieren lassen können. Qualifizierte Ernährungsberater in Ihrer Nähe erhalten Sie unter info@daab.de.
Unabhängig von diesem Angebot können DAAB-Mitglieder natürlich das Beratungsangebot des Verbandes in Anspruch nehmen.