Nickel im Essen

Nickel ist ein häufiger Auslöser von Kontaktallergien. Einige wenige Patienten reagieren jedoch auch bei dem Verzehr von Speisen, die Nickel enthalten, mit einer allergischen Reaktion, die zum Aufflackern oder zur Verstärkung der Ekzemerkrankung der Haut führen kann.

Symptome, die durch nahrungsmittelassoziiertes Nickel provoziert werden, sind keineswegs nur an der Haut zu vermuten – es können sich ganze Bündel von Beschwerden bei ein und demselben Patienten entwickeln: Fieberempfindung (ohne messbare Temperaturerhöhung), Magen-Darm Beschwerden, Zahnfleischentzündungen, Zungenbrennen, Metallgeschmack, Herzrasen, Migräne, Juckreiz an der Kopfhaut, Gehörgangsekzeme, Ohrenlaufen, Haarausfall, anfallsweise auftretende Müdigkeit, depressive Verstimmungen um nur einige zu nennen. Selbstverständlich kann jede dieser Beschwerden auch andere Ursachen habe, weshalb die Diagnose einer durch Nahrungsmittel ausgelösten Nickelallergie einen großen Stellenwert einnimmt.

Wenn die Ekzeme eines Patienten mit einer Nickelallergie bei der Vermeidung nickelhaltiger Gegenstände nicht verschwinden oder anfangen zu streuen, sollte nach anamnestischer Abklärung dem Verdacht einer nahrungsmittelassoziierten Nickelallergie durch Provokation mit Nickelsulfat nachgegangen werden.

Nach positiv bewertetem Provokationstest ist dem Betroffenen versuchsweise für einen Zeitraum von mindestens acht Wochen eine nickelreduzierte Kost zu verordnen. Diese Maßnahme muß unter Anleitung einer qualifizierten Ernährungsfachkraft individuell zusammengestellt und über die Dauer der Durchführung begleitet werden.

Eine nickelarme Diät kann zusätzlich durch die Umstellung des Kochgeschirrs unterstützt werden. Älteres Kochgeschirr aus rostfreiem Stahl sollte vermieden werden und im Einzelfall ist der Einsatz von Emaille- oder Glaswaren zu erwägen.

Lebensmittel, die in besonderem Maße Nickel anreichern, sind Leguminosen (Hülsenfrüchte), blattreiche Gemüsesorten, Kakao, Haferflocken und Nüsse.

Über den absoluten Nickelgehalt einzelner Lebensmittel gibt es nur wenige Analysen. Aus diesem Grund müssen diätetische Empfehlungen, speziell unter Berücksichtigung des individuellen Schwellenwertes des Patienten und dessen Verzehrsgewohnheiten mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft erarbeitet werden.

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