Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Kuhmilch-Allergie

Zu den bedeutendsten Allergieauslösern tierischer Herkunft zählen Milch- und Milchprodukte. Speziell im Säuglings- und Kindesalter lösen sie Beschwerden am Verdauungstrakt oder an der Haut, häufig in Verbindung mit einem Neurodermitisschub, aus. Im Erwachsenenalter können neben Magen-Darmbeschwerden und Hautsymptomatik auch Reaktionen an den Atemwegen (Asthma bronchiale) ausgelöst werden.

Die Schwere der Symptome reicht von leichten Befindlichkeitsstörungen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Im Gegensatz zum Kleinkindalter sind später auftretende Formen beim Erwachsenen von dauerhaftem Charakter.

Der eindeutige Nachweis einer Kuhmilch-Allergie wird durch einen Allergologen mittels verschiedener Haut-/Blutuntersuchungen (Prick, IgE) und diätetischer Verfahren erbracht. In Einzelfällen muss eine Provokation ergänzend durchgeführt werden.

Achtung: Beschwerden nach dem Verzehr von Milchprodukten muss nicht automatisch bedeuten, dass eine Kuhmilch-Allergie vorliegt. Klagen Sie beispielsweise über Blähungen und Durchfall nach dem Genuss von Milch, Sahne oder Eis, vertragen aber kleine Mengen Käse oder Joghurt, so ist zunächst abzuklären, ob eventuell eine Lakose-Intoleranz bei Ihnen vorliegt.

Meiden von Kuhmilcheiweiß

Die Therapie der Kuhmilch-Allergie besteht in erster Linie aus einer Ernährungsumstellung. Nachdem durch den Allergologen eindeutig festgestellt worden ist, dass eine Kuhmilch-Allergie vorliegt, müssen Milch- und Milchprodukte vom Speiseplan gestrichen werden.

Hierzu können zählen: Trinkmilch wie Rohmilch, pasteurisierte Magermilch oder Vollmilch, H-Milch, Joghurt, Dickmilch, Kefir, Quark, Käse, Kondensmilch, Buttermilch, saure Sahne, Sahne.

Um trotz Diät eine ausgewogene Ernährung zu sichern und eine Alternative fürs Kochen und Backen zu schaffen, ist eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll. Die Ernährungsfachkräfte des DAAB stehen Ihnen für eine individuelle Beratung gerne zur Verfügung und vermitteln Ihnen Adressen von Ernährungsfachkräften in Ihrer Region.

Der Einkauf

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln kann ein Blick auf das Zutatenverzeichnis eine Orientierungshilfe sein. Hier werden seit 2005 Milch- und Milchprodukte als Zutat aufgelistet.  Bei nicht verpackter, lose abgegebener Ware beim Bäcker, Metzger oder im Restaurant gilt bislang keine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung der Inhaltsstoffe.

 Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. Dort erhalten Sie als Mitglied eine detaillierte Beratung durch das DAAB-Wissenschaftsteam.



Zusätzlich bieten wir Ihnen weitere schriftliche Informationen an:

  • Kuhmilch-Allergie: Fragen von A-Z (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Ausführliche Ernährungsempfehlungen zur Kuhmilch-Allergie (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Ersatzprodukte für den täglichen Gebrauch (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Restaurantkarte Kuhmilch-Allergie 
  • Informationen zur Allergen-Kennzeichnung (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Rezeptsammlung des DAAB (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Ernährungs- Symptom-Tagebuch
  • Ernährungsfachkräfte in Ihrer Nähe

Unsere Buchempfehlungen zu diesem Thema

 

Praxishandbuch Lebensmittelallergien, Constien, Dr. Reese, Schäfer, 2007

 

Richtig einkaufen bei Nahrungsmittel-Allergie, Dr. Reese, Constien, Schäfer, 2007

 

Das Allergiker-Kochbuch, Alice Sherwood, 100 Rezepte für Genießer, 2008