Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Expertenrat

Haut: Was hilft gegen aufgeplatzte Finger?

Unser Sohn, 4 Jahre, hat Neurodermitis. Sehr stark betroffen sind bei ihm die Zeige- und Mittelfinger. Dort platzen ihm regelmäßig die Fingerkuppen auf. Gibt es etwas, dass man speziell für die Finger machen könnte?

Aufgeplatzte, rissige Finger sind sehr häufig ein Problem bei Neurodermitis. Gute wäre es, wenn die Haut erst gar nicht aufplatzt, da offene Hautstellen eine Infektion begünstigen. Sehr gut gegen diese tiefen Hautrisse helfen fett-feuchte Verbände, an den Händen könnte man dies mit Handschuhen aus Baumwolle realisieren. Dazu werden die Finger/Fingerkuppen sehr dick mit einer fettreichen Basiscreme eingecremt, worüber ein angefeuchteter Baumwollhandschuh kommt. Über den feuchten Handschuh wird ein zweiter, trockener angezogen. Diesen Handschuhverband kann das Kind die ganze Nacht tragen, ohne dass es ihn stört. Am Morgen muss es dann die Hände wieder gut eincremen. Falls die Fingerkuppen offen sind und richtig nässen, sollte mit Schwarztee-Tupfern gearbeitet werden, bis die Haut geschlossen ist. Dann kann gegebenenfalls eine antientzündliche Creme aufgetragen werden.

Haben Sie weitere Fragen zur Hautpflege bei Neurodermitis. Dann sprechen Sie als Mitglied mit unseren Experten.


Asthma: Pilzbefall im Mund

Ich inhaliere wegen meines allergischen Asthmas in der Pollenzeit täglich ein Cortison-Spray und habe nun einen Pilzbefall im Mund. Wie lässt sich das künftig vermeiden?

Eine Pilzinfektion im Mund kann auftreten, wenn Glucokortikoide inhaliert werden. Lagern sich die Partikel des Medikamentes im Mundraum ab, werden Pilzinfektionen begünstigt. Dies ist oft vermeidbar und tritt seltener auf, wenn die Patienten direkt vor einer Mahlzeit z.B. dem Frühstück inhalieren oder nach der Inhalation etwas trinken.

Wichtig ist auch die richtige Inhalationstechnik, die Asthmatiker in Patientenschulungen erlernen können. Die Anwendung unterscheidet sich bei den verschiedenen Inhalationsgeräten. Beispielsweise muss bei Dosieraerosolen langsam und tief, bei Pulverinhalatoren rasch und tief eingeatmet werden, da bei letzteren die Freigabe des Wirkstoffs durch den Atemzug ausgelöst wird. Bei allen Inhalationen sollte nach dem Einatmen der Atem für einige Sekunden angehalten werden.


Schädigt Antihistaminika?

Die Pollensaison hat begonnen und unser Expertenteam erreichen viele Anfragen, ob denn Antihistaminika bei längerer Einnahme schädlich sind?

Bleibende, irreparable organische Schäden treten nicht auf. Nebenwirkungen können jedoch vorkommen, die sich aber dann rasch zurückbilden wenn das Medikament wieder abgesetzt wird. Antihistaminika sollten solange gegeben werden, wie der Patient von dieser Behandlung profitiert, d.h. bei saisonaler Einnahme können moderne Antihistaminika normalerweise auch einen längeren Zeitraum hinweg problemlos eingenommen werden. Studien zeigten, dass die optimale Wirksamkeit häufig erst nach 14 Tagen erreicht wird.


Hustenreiz durch Magnolienduft

Die Magnolienblüte beginnt nun wieder. Damit verbunden ist der intensive Geruch der Blume. Jetzt stellt sich für unser Expertenteam die Frage: Kann Magnolienduft einen Hustenreiz auslösen?

Duftstoffe sind besonders als Auslöser für allergische Hautreaktionen bekannt. Beispielsweise bei der Nutzung von Kosmetika, die entsprechende Duftstoffe enthalten. Stark duftende Pflanzen können aber auch Menschen mit überempfindlichen Atemwegen Probleme bereiten. Eine luftgetragene Duftstoffunverträglichkeit kann einen Hustenreiz auslösen. Bei Duftkontakt können sich die Atemwege verengen, es kann dann auch zu Atemnot kommen. Wer unter extrem überempfindlichen (hyperreagiblen) Atemwegen leidet, sollte vorsichtshalber auf sehr stark duftende Pflanzen in seinem Garten verzichten oder sie in einem eher abgelegenen Gartenbereich anpflanzen.
Die Magnolienblüte beginnt nun wieder. Die Blüten haben einen sehr intensiven Duft. Der Aufenthalt in der Nähe kann empfindlichen Menschen Probleme bereiten. Bei Asthma-Patienten können Düfte als „Triggerfaktoren“ Verschlechterungen des Asthmas auslösen, möglicherweise bis hin zu einem Asthmaanfall. Das kann der Fall sein, wenn der Duft sehr konzentriert auftritt, also bei duftenden Pflanzen, die man in den Wohnraum stellt wie Hyazinthen oder bei direkter Nähe zu einer Pflanze, beispielsweise wenn eine Magnolie vor einem geöffneten Fenster oder direkt an der Terrasse mit den Sitzplätzen steht, auf der man die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen möchte.
Kürzlich stellten Forscher fest, dass fruchtiger Bananen/Aprikosen-Duft die Bronchien weiten und blumiger, öliger Geruch (in diesem Falle Maiglöckchen) Bronchien verengen kann. Im Zuge dieser Forschung wurden zwei unterschiedliche Rezeptoren an den Bronchien entdeckt, die durch die Bindung der jeweiligen Duftmoleküle die entsprechenden Reaktionen auslösen.


Ist Weizengras kennzeichnungspflichtig?

Ich habe seit vielen Jahren eine Weizenallergie. Laut Kennzeichnungsverordnung müssen Weizen und daraus hergestellte Produkte im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. In Smoothies wird häufig Weizengras eingesetzt. Muss dies ebenso im Zutatenverzeichnis deklariert sein? Und kann ich als Weizenallergiker Produkte mit Weizengras verzehren?

Weizengras ist deklarationspflichtig, da es ein Erzeugnis aus Weizen ist. Laut Analytik-Experten kann in Weizengras auch allergenes Weizenprotein nachgewiesen werden, wahrscheinlich durch Kontamination. Ob die Menge immer relevant ist, ist schwer zu sagen. Es kann jedoch sein, dass bei empfindlichen Patienten - je nachdem wie hoch die Kontamination ausfällt - eine allergische Reaktion auftreten kann. Weizengras und daraus hergestellte Produkte sind daher für Weizenallergiker kein sicheres Produkt.


Können Eiben eine Pollenallergie auslösen?

Wenn im Frühjahr allergische Reaktionen im Freien auftreten, denken Betroffene zuerst an die hauptsächlichen Allergieauslöser wie frühblühende Sträucher und Bäume, beispielsweise Hasel und Erle. Doch aus dem Duo kann durch die Eibe schnell ein Trio werden.

Man kann aber auch auf andere windblütige Pollenauslöser reagieren. Dazu gehört auch die Eibe, die zur Gruppe der Nadelgehölze, den sogenannten Koniferen gehört. Bei der Eibe kommen weibliche und männliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen vor. Die männlichen Eiben geben im Frühjahr die Pollenstäube ab, die dann zu den weiblichen Pflanzen gelangen und dort die weiblichen Blüten befruchten. Im Herbst zeigen sich dann an den weiblichen Pflanzen rote Scheinbeeren, die von Vögeln wie der Amsel verzehrt werden. Dabei ist der Kern der Beeren (Samen) giftig, er wird von den Vögeln wieder ausgeschieden. Sie fressen nur das umhüllende, ungiftige Fruchtfleisch. An geeigneter Stelle kann der Samen dann keimen und es entsteht eine neue Eibe. Erhält man also bei der Allergietestung für die in der jeweiligen Saison gängigen Auslöser trotz Beschwerden keine Diagnose, kann man sich durchaus einmal in der eigenen Umgebung umschauen, um vielleicht einem selteneren Allergieauslöser auf die Spur zu kommen, den für Eiben gibt es bisher kein zugelassenes Testpräparat.
Im Herbst beschnittenen Eiben können weniger männliche Blüten gebildet werden, als in unbeschnittenen Bereichen. Dort werden mehr Blüten gebildet. Häufig sieht man Eiben, die im unteren Bereich beschnitten werden, im oberen aber nicht, da sie bereits zu groß sind. Wenn man die Blüten anstößt, stäubt es heraus. Allerdings gibt es auch Hinweise von Betroffenen, die auch beim Beschneiden der Eiben typische Heuschnupfen-Probleme haben. Hier ist die Frage, ob das Beschneiden in der Pollenzeit geschieht und daher die Beschwerden herrühren oder auch Allergene aus dem Pflanzenmaterial beim Beschneiden freigesetzt werden können.
Die männlichen Eiben verbreiten ihre Pollen in regelrechten Pollenwolken. Es sieht dann so aus als würde „Rauch“ aus der Pflanze austreten. Dies geschieht dann immer wieder, es wirkt, als würden die Pollenwolken „herausgepumpt“. Die kleinen Pollen werden dann durch den Wind zu den weiblichen Pflanzen verfrachtet und befruchten dort die Blüten.


Woraus besteht süßer Senf?

Haben Sie Erfahrungen bezüglich der Zusammensetzung von süßen Senf (Weißwurst Senf)? Wir vermuten aufgrund von allergischen Reaktionen, dass in diesem süßen Senf Nüsse eventuell als Streckmittel verarbeitet werden, denn eine Senfallergie liegt nicht vor, jedoch eine Erdnussallergie.

Erdnüsse und Baumnüsse (Haselnuss, Walnuss) etc. fallen als Hauptallergene in der gesamten EU unter die Deklarationspflicht, d.h. wenn ein Hersteller Nüsse oder Erdnüsse als "Streckmittel" verwenden sollte, so ist er verpflichtet dies im Zutatenverzeichnis zu kennzeichnen. Nicht verpflichtend ist hingegen die Kennzeichnung unbeabsichtigter Allergeneinträge, d.h. wenn ein Senfhersteller beispielsweise spezielle Senfsorten wie in Frankreich häufig erhältlich Walnusssenf oder andere erdnusshaltige Produkte (Erndussbutter, erdnusshalitge Marinaden, Soßen etc.) produziert und womöglich gleiche Produktions- oder Abfüllanlagen verwendet, ohne dass das Risiko einer Kreuzkontamination berücksichtigt wird. Auf diesem Wege können hier Übertragungen des Allergens stattfinden, die nicht zwangsläufig auf der Verpackung zu finden sind (obwohl die meisten Hersteller insbesondere im Hinblick auf Erdnuss sehr vorsichtig sind und schon bei sehr unwahrscheinlichen Kontaminationsmöglichkeiten einen "Spurenhinweis" aufbringen). Hilfreich ist es, hier den Hersteller des besagten Senfes zu kontaktieren und dort nachzufragen, ob es bei dem verzehrten Produkt Möglichkeiten einer Kontamination gibt. Sollte sich kein Hinweis auf Erdnuss als vorhandenes Allergen ergeben ist eventuell auch an ein anderes mögliches kreuzreaktives Allergen wie Lupine zu denken. Auch diese müsste als Zutat deklariert sein und kommt ansonsten häufig in Backwaren, Pizza etc. vor.


Birkenzucker in Kaffee oder Tee?

Ist Birkenzucker bei einer starken Pollenallergie verträglich?

Birkenzucker ist der Zuckeraustauschstoff (Xylitol). Er wird aus der Birkenrinde gewonnen. Zucker- oder Zuckeraustauschstoffe sind im Zusammenhang mit Allergien im Sinne IgE-vermittelten Soforttypreaktionen, wie sie durch Birkenpollen hervorgerufen werden, nicht bekannt.
Laut Herstellerangaben, sind durch zahlreiche Filterprozesse keine Verunreinigungen denkbar. Sollten dennoch proteinhaltige Verunreinigungen auftreten, wären zwei weitere Aspekte von Bedeutung
a) würde diese Menge ausreichen, um Symptome hervorzurufen? Und noch entscheidender:
b) wären diese Proteine für Birkenpollenallergiker überhaupt relevant?
Die Allergie besteht ja auf Bestandteile der Pollen. Diese kommen jedoch im Holz nicht vor. Daher ist eine allergische Reaktion auf Birkenzucker bei einer Birkenpollen sehr unwahrscheinlich.


Flüssigwaschmittel für Kleidung geeignet?

Ich habe sensible Haut. Kann ich mein Flüssigwaschmittel auch für die Handwäsche verwenden?

Viele Verbraucher verwenden Flüssigwaschmittel auch als Handwaschmittel für empfindliche Textilien wie Seide oder Pullover, da sie sich schnell im Waschbecken auflösen lassen.
Doch ein Flüssigwaschmittel ist für die Waschmaschine gedacht und nicht für den intensiveren Kontakt der Hände bei der Handwäsche konzipiert.
Bei nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch als Handwaschmittel können die Inhaltsstoffe zu Hautreizungen mit Rötung und Juckreiz führen. Insbesondere Verbraucher mit sehr trockener Haut und / oder geschädigter Hautbarriere sowie Kontaktallergiker müssen hier besonders vorsichtig sein. In speziellen Waschmitteln für die Handwäsche sind die waschaktiven Substanzen meist sensitiver und führen daher deutlich weniger zu Hautreizungen.


Gibt es Allergien aus Orchideen?

Sie gilt als die „Königin der Blume“. Sie wurde als Heilmittel eingesetzt, natürlich zur Dekoration und seit Jahrtausenden ranken sich zahlreiche Mythen um diese Blume: die Orchidee. Doch kann sie auch Allergien auslösen?

Es existieren vereinzelte Meldungen über Kontaktallergien der Hände und Unterarme von Orchideenzüchtern. Nach dem Schutz mit Handschuhen wurde auch über die Entwicklung von Hautreaktionen an der Nasenspitze durch zufälligen Kontakt mit überhängenden Blüten berichtet. Für die Reaktionen werden sogenannte chinoide Verbindungen (Chinone)verantwortlich gemacht. Ein Beispiel ist das Cypripedin (z.B. Hauptallergen im Frauenschuh). Es gehört zu den Phenanthrenchinonen. Dabei besteht auch die Möglichkeit der Kreuzreaktion unter den einzelnen Chinonen.

Liegt eine Sensibilisierung mit allergischer Reaktion auf diese Stoffe vor, können auch weitere chinoide Inhaltsstoffe anderer Arten eventuell eine Hautreaktion hervorrufen wie das Primin von Becherprimeln. Gelegentlich werden Reaktionen auf Vanille gemeldet. Auch die Vanillepflanze gehört zu den Orchideen. In den fermentierten Vanilleschoten fand man Allergene wie etwa Vanillin und Ethylvanillin. Die Inhaltsstoffe des Vanillearomas von Vanillepflanzen sollen rund 400 Substanzen enthalten.

Kreuzreaktionen können auch bei Allergikern mit Reaktionen auf Perubalsam auftreten. Bei Menschen mit empfindlichem Bronchialsystem können Gerüche und auch intensive Düfte von Pflanzen zu einer Reizung oder Verengung der Atemwege führen. Duftende Orchideen können daher auf diesem Wege zu Reaktionen führen. Es wird über Einzelfälle von Soforttyp-Allergien auf Vanille mit Reaktionen wie einem Quincke-Ödem (Gesichtsschwellung) oder Bronchospasmus (Krampf der glatten Bronchialmuskulatur) berichtet. Duftstoffe können aber auch, wie oben beschrieben, für allergische Hautreaktionen verantwortlich sein. Über allergische Reaktionen auf den Blütenpollen wird bisher nicht berichtet. Dies mag daran liegen, dass Orchideen in der Regel besondere Übertragungsmechanismen von Pollenpaketen auf die bestäubenden Tiere wie Insekten und Kolibris entwickelt haben und keine massenhafte Pollenproduktion nutzen wie dies bei windblütigen Arten wie Hasel, Erle, Birke oder Gräsern der Fall ist.


Pollenflug schon im Februar?

Ich habe seit einer Woche tränende Augen und eine leicht verstopfte Nase. Könnten das schon erste Pollen sein?

In den letzten zwei Wochen hatten wir schon sehr milde Tage mit teils frühlingshaften Temperaturen. Sieht man sich in der Natur um, fällt auf, dass in Teilen Deutschlands schon erste Kätzchen der Hasel aufgehen. Es gibt verschiedene Entwicklungsstufen an einer Pflanze. Einzelne Kätzchen, die speziell im unteren Bereich des Strauches hängen sind schon länger vom Wuchs und weiter geöffnet, andere, die höher hängen, beginnen langsam sich zu vergrößern und zum Teil auch zu öffnen.

In Teilen von NRW, Schleswig Holstein und Niedersachsen werden erste Haselpollen gemeldet. Der Süden Deutschlands hingegen ist noch pollenfrei. Ab Mitte Februar, so die Wettervorhersage, werden die Temperaturen ansteigen und es ist spätestens dann auch in anderen Teilen Deutschlands mit Haselpollen zu rechnen. Nähere Informationen zum aktuellen Pollenflug, gemeldet von unseren Mitgliedern finden Sie unter www.pollentrend.de


Fisch in der Schwangerschaft und Beikost?

Ich bin unsicher ob ich währen der Schwangerschaft Fisch verzehren soll. Einige raten davon ab, da Fische reich an Schadstoffen sind.

Immer wieder gibt es Verunsicherungen zum Thema Fischverzehr in der Schwangerschaft. Studien konnten jedoch belegen, dass der regelmäßige Fischverzehr (1-2mal pro Woche) das Neurodermitis- und Allergierisiko des Nachwuchses senkt. Fettreiche Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele sind besonders gut geeignet, um den Bedarf an Omega-3- Fettsäuren zu decken. Meeresfische sind zudem eine wichtige Jodquelle. Aufgrund einer möglichen Schwermetallbelastung sollten fettreiche Raubfische wie Tunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht während der Schwangerschaft gemieden werden.
Um sich vor einer möglichen Infektion zu schützen, sollten Sie in der Schwangerschaft auf geräucherte und gebeizte Fische wie Räucherlachs, geräucherte Forelle oder Graved Lachs ebenfalls verzichten. Roher Fisch wie Sushi ist in der Schwangerschaft Tabu. Mit dem regelmäßigen Verzehr von Fisch nutzen Sie die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren im Sinne der Allergieprävention für Ihr Kind.
Die Empfehlungen gehen weiterhin davon aus, dass Fisch auch in der Beikost einen präventiven Effekt hat. Probieren Sie doch mal das Fleisch einmal pro Woche durch Fisch zu ersetzt, wenn der Brei fester Bestandteil der täglichen Kost ist. Es eignet sich auch hier z.B. Lachs, Hering oder Regenbogenforelle.


Ist die Marone eine Nuss?

Unser 5-jähriger Sohn ist ein Nuss- und Schalenfruchtallergiker. Der Verzehr einer Walnuss im Kindergarten hat im Alter von vier Jahren einen anaphylaktischen Schock bei ihm ausgelöst. Da bald ein Fest mit einem Lagerfeuer mit dem Verzehr von Ess-Kastanien ansteht meine Frage: Zu welchen Gewächs gehören Ess-Kastanien beziehungsweise Maronen?

Die Kastanie bzw. Marone ist die Frucht der Edelkastanie und zählt zu der Familie der Buchengewächsen. Kreuzreaktionen zwischen Nüssen und Esskastanien sind eher unwahrscheinlich. Nussallergiker müssen deshalb nicht per se auf den Verzehr von Maronenprodukten verzichten. Im Rahmen des Latex-Frucht-Syndroms ist eine Kreuzreaktion von Maronen zu Latex eher wahrscheinlich. Ebenfalls sind in der Literatur einzelne Fälle von Kreuzreaktionen zu Birkenpollen bekannt. Das hitzelabile Protein Cas s 1 ist dafür verantwortlich.