Die effektivste Behandlung einer Neurodermitis – neben dem Meiden der persönlichen Auslöser – stellt die sehr regelmäßige Pflege der Haut dar. Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen, welches konkrete Produkt für welchen Schweregrad der Neurodermitis am geeignetsten ist.

Und genau das ist die größte Schwierigkeit. Das entscheidende Auswahlkriterium für ein Produkt ist, dass es dem aktuellen Hautzustand sowie dem Klima angepasst sein sollte. Im Winter werden eher fettere Salben bevorzugt, im Sommer leichtere Cremes oder Lotionen.
Das Einmaleins des Eincremes
Grundsätzlich gilt: „Feucht“ auf feuchte (= nässende) Haut, „Fett“ auf trockene Haut. Die diversen Produkte können nach dem Prinzip des „Pflege-Dreiecks“ (siehe Abbildung) aufgeteilt werden. Auf manchen Produkten finden sich Bezeichnungen wie Ö/W (= Öl in Wasser, wenig Öl in viel Wasser; Lotion/Creme) oder W/Ö (Wasser in Öl, wenig Wasser in viel Öl; Cresa/Salbe). Zu welcher Produktgruppe das Präparat ansatzweise gehört, kann man auch ganz leicht feststellen, wenn man versucht, das Produkt in ein Glas Leitungswasser einzurühren. Je leichter es sich im Wasser verteilt, desto höher ist der ursprüngliche Wasseranteil und desto geringer der Fettanteil.

Unsere Tipps für die Behandlung der Haut:
Entnehmen Sie die Creme aus den Töpfen mit einem Spatel oder Löffel und entfernen nach Gebrauch die Cremereste aus dem Deckel oder Gewinde.

Der Stufenplan
Zur Beurteilung des Hautzustandes kann ein so genannter Stufenplan herangezogen werden. Der Stufenplan besteht aus drei Ebenen und ist in die Ampelfarben Grün, Orange und Rot eingeteilt. Eine generelle Produktempfehlung ist nicht möglich, da die Produkte individuell nach Verträglichkeit und Hauttyp variieren können.
Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. Dort erhalten Sie als Mitglied eine detaillierte Beratung durch das DAAB-Wissenschaftsteam.
Zusätzlich bieten wir Ihnen weitere schriftliche Informationen an:
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