Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

FAQs zum Thema Haut

Was ist das Leggins-Syndrom?

Speziell bei dunklen Strumpfhosen und Leggings, Socken bzw. anderen enganliegenden meist dunklen Kleidungsstücken kann es zu einer Kontaktallergie kommen. Sie zeigt sich nach ca. 48 Stunden genau in dem Bereich, wo das Kleidungsstück mit der Haut Kontakt hatte, durch Rötung und Juckreiz. Warmes Wetter und Schwitzen fördern diesen Prozess. In Frage dafür kommen Farbstoffe wie p-Phenylendiamin (PPD) oder verwandte Verbindungen. PPD ist ein oftmals verwendeter schwarzer Farbstoff, der zur Färbung dunkler Textilien genutzt wird. Auch schwarze Lederschuhe oder  -handschuhe, Ledertaschen, Haarfarben, Druckerschwärze, Gummiartikel, Futterstoffe etc. werden damit gefärbt.


Ist ein Milchschorf schon eine Neurodermitis?

Bei einem Milchschorf handelt es sich um ein Ekzem, das meist auf der Kopfhaut auftritt. Das Aussehen des Ekzems – die Verkrustung - erinnert an angetrocknete Milch. Diese Hauterscheinung tritt meistens um den dritten Lebensmonat auf. Der Milchschorf ist weder eine Milchallergie noch lässt er eine Prognose für eine spätere Neurodermitiserkrankung zu.


Ab wann darf ein Kind Ohrlöcher stechen lassen?

Da Allergien in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, gehört es zu den Präventionsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen stark allergenisierende Stoffe zu meiden. Dazu gehört auch nickelhaltiger Schmuck. Wenn Kinder sich Ohrlöcher stechen lassen, sollte darauf geachtet werden, dass besonders in der ersten Zeit nur Ohrringe aus hypoallergenen Stahl getragen werden, die einen Nickelgehalt von weniger als 0,005 Mikrogramm Nickel/Woche freisetzen. Speziell im Säuglings- und Kleinkindalter sollte auf Ohrlöcher noch verzichtet werden.


Gibt es eine spezielle Neurodermitis-Diät?

Nein, es gibt keine allgemeingültige Ernährungsform für Neurodermitiker. Jeder Betroffene hat sein eigenes Verträglichkeitsspektrum. Im Kindesalter spielen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten bei ca. 1/3 der Neurodermitiker eine Rolle. In 90 Prozent sind dies Allergien auf Grundnahrungsmittel wie Milch, Hühnerei, Nüsse oder Weizen. Ob und welche Rolle die Ernährung im Einzelfall spielt, muss daher in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt und einer allergologisch versierten Ernährungsfachkraft geklärt werden.