Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Ursachen der Nesselsucht

Die Ursachenforschung beim chronischen Verlauf der Urtikaria ist unabdingbar. Die Diagnose erfordert viel Gespür und gehört in die Hände eines auf die Nesselsucht spezialisierte/n Experten oder einer Klinik.


Wofür wir uns einsetzen und welche Angebote wir für unsere Mitglieder haben, lesen Sie am Ende des Textes.


Je nach Urtikaria-Form müssen verschiedene Untersuchungen wie Blut- und Differentialblutbild, Urin- und Stuhlanalysen, Helicobakter pylori, Streptokokken- und Staphylokokken-Serologie, physikalische Testungen, Antikörperbestimmungen, Diäten, Hormonanalysen, Untersuchungen auf versteckte Infekte und allergologische Testungen durchgeführt werden.



Grundsätzlich sollte allerdings bei allen Formen der Nesselsucht zunächst eine Anamnese am Beginn der Diagnose stehen. Dauer, Intensität und Häufigkeit der Urtikaria sowie Fragen nach Triggerfaktoren wie Kälte, Wärme, Druck, körperliche Belastung, Stress und Nahrungsmittel spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnosestellung. Eine ausführliche Medikamentenanamnese rundet die Befragung ab.

Ein Urtikaria-Tagebuch (erhältlich beim DAAB) oder die Nessel-App können dem Betroffenen und dem Arzt wichtige Hinweise liefern.

Was passiert im Körper?

Für die Urtikaria sind die so genannten Mastzellen von Interesse. Diese spezielle Zellform ist eine Art „Grenzpolizei“ und kommt speziell dort vor, wo der Körper mit unserer Umwelt in direkten Kontakt tritt. Also speziell in der Haut, aber auch in den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege. Ihre eigentliche Aufgabe ist das Abwehren von Angreifern, wie Bakterien oder Viren. Warum die Mastzellen bei Urtikaria Patienten auch durch normale Reize (wie Kälte oder Wärme) aktiviert werden, ist bislang noch nicht abschließend erforscht.

Der Mechanismus der urtikariellen Beschwerden liegt also in einer Aktivierung dieser Körperzellen. Diese Aktivierung erfolgt durch unterschiedliche Reize, wie zum Beispiel Druck von außen auf die Haut oder den Kältereiz.


Unser Tipp bei Urtikaria

Achten Sie bei der Behandlung darauf, dass je nach Urtikaria-Form verschiedene Untersuchungen wie Blut- und Differentialblutbild, Urin- und Stuhlanalysen, Heliobakter pylori-, Streptokokken- und Staphylokokken-Serologie, physikalische Testungen, Antikörperbestimmungen, Hormonanalysen, Untersuchungen auf versteckte Infekte und allergologische Testungen durchgeführt werden.


Diese Angebote gibt es nur für DAAB-Mitglieder

  • Urtikaria von A-Z: Die häufigsten Fragen und Antworten
  • Hautpflege ABC - Wirkstoffe im Überblick
  • Unterschiedliche Formen der Nesselsucht
  • Urtikaria und Ernährung
  • Liste mit spezialisierten Ärzten, Kompetenzzentren und Spezialkliniken

Dafür setzen wir uns ein:

  • Das Krankheitsbild der Urtikaria (Nesselsucht) ist immer noch ein Randthema, dass selten im Fokus der Medien ist. Betroffene ziehen sich eher zurück und „leiden“ im Stillen. Durch eine breite Aufklärungskampagne und die Initiierung des Welt-Urtikaria Tages möchten wir die Hautkrankheit aus der Nische der Berichterstattung holen.
  • Wir bieten den Patienten eine Plattform zum Austausch und entsprechende Experten für die Beratung und die praktische Hilfe, abseits der Arztbesuche.
  • Jeder Urtikaria Patient spricht im Durchschnitt bei vier Ärzten wegen seiner Hauterkrankung vor. Dies möchten wir ändern und erstellen in Zusammenarbeit mit spezialisierten Ärzten und Kliniken eine Liste mit Kompetenzzentren, in denen Betroffene adäquat behandelt werden.
  • Wir arbeiten an der medizinischen Leitlinie Urtikaria mit.
  • Wir fordern einen zusätzlichen Allergikerhinweis auf Kosmetika (z.B. enthält Duft- und Konservierungsstoffe) sowie deutlicher hervorgehobene und verständlichere (deutsche Bezeichnungen) Kennzeichnung der häufigsten Auslöser von Kontaktallergien auf Kosmetika.
  • Wir fordern die vollständige Deklaration sowie einen zusätzlichen Hinweis auf potentielle Allergieauslöser (z.B. enthält Duftstoffe) auf medizinischen Produkten wie Salben, Lotionen, Verbandsmaterialien, Heftpfastern etc.
  • Deklaration der Inhaltstoffe mit Allergiehinweis auf Wasch- und Reinigungsmitteln.
  • Gesetzliche Regelung von Begriffen wie „hypoallergen“ zum Schutz der Verbraucher.
  • Verbot allergieauslösender Stoffe in Kinderkosmetik.