Die Urtikaria (lat. Urticaria dioica oder Urticaria urens, urere = brennen),
auch Nesselsucht genannt, ist die häufigste Erkrankung der Haut. Jeder
Mensch hat schon mal eine leichte akute Form durchgemacht, etwa nach der Berührung
einer Brennnessel.
Bei einer Urtikaria kommt es zu plötzlichen juckenden Quaddeln an der Haut, oder einzelnen Hautpartien. Nicht selten können gleichzeitig oder alleinig tiefe Schwellungen der Haut, so genannte Angioödeme auftreten.
Je nach Dauer, Verlauf und Auslösern werden verschiedene Formen der Urtikaria unterschieden. Die akute Form verläuft unproblematisch und klingt nach wenigen Tagen oder Wochen ab. Auslöser hierfür können zum Beispiel Infekte, Schmerzmittel oder andere Medikamente sein.
Weitaus schwieriger für den Arzt und den Patienten sind chronischen Urtikaria-Formen, die länger als sechs Wochen andauern und täglich oder wöchentlich auftreten. Wohingegen bei der akuten Urtikaria selten nach den genauen Ursachen geforscht wird, sollte bei einem chronischen Verlauf eine gründliche Suche nach Auslösern und Ursachen Bestandteil der Therapie sein.
Eine weitere Gruppe sind die physikalischen Urtikaria-Formen. Dazu gehören solche Urtikariaerkrankungen, bei denen Symptome nur nach Kontakt mit bestimmten physikalischen Reizen auftreten (Reiben oder Kratzen, Wärme, Kälte, Licht oder Druck).
Die Therapie einer Urtikaria richtet sich immer nach dem auslösenden Faktor und bedarf eines Experten, der aus den verschiedenen Behandlungsmethoden die Richtigen auswählt. Nur eine umfassende Betreuung und ein Zusammenspiel verschiedener Therapieansätze (Medikamente, Diäten, Vollbluttherapie, Akupunktur oder der Hyposensibilisierung) kann dem Patienten mit einer chronischen Urtikaria Linderung verschaffen.
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