Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Produktvoraussetzung

Produkte mit dem Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabundes

Ende der 90er Jahre hat der Deutsche Allergie- und Asthmabund begonnen, Unternehmen für Produkte, die für Kinder und Erwachsene mit Allergien und/ oder Neurodermitis geeignet sind, zu sensibilisieren und auch bei der Entwicklung zu helfen. Gleichermaßen wurden diese Produkte seither von Mitgliedern des Deutschen Allergie- und Asthmabundes in Anwendertests überprüft.

Unsere Intention

Zu diesem Zeitpunkt gab es nicht die heutige Vielfalt „sensitiver“ Produkte, die Bezugswege waren oftmals kompliziert, die Preise überzogen hoch. Viele Produkte waren nur über dubiose Internetshops erhältlich – aber bei weitem nicht im Supermarkt oder im Drogeriemarkt in der Nähe.

Hier setzte das Engagement des Deutschen Allergie-und Asthmabundes ein: Viele, einfach erhältliche, preiswerte Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe für die stetig wachsende Zahl von Menschen mit Allergien in den Markt zu bringen.

Fast alle Inhaltsstoffe in Kosmetika bzw. in Reinigungsmitteln können bei entsprechend disponierten Menschen eine Allergie bzw. Unverträglichkeit auslösen.

Um ihren Alltag mit Allergien und Asthma zu bewältigen, sind Kinder und Erwachsene, z.B. mit Kontaktallergien oder Neurodermitis auf allergenarme Produkte angewiesen. Auch Personen mit empfindlicher Haut, die möglichst allergenarme Produkte aus präventiven Gründen kaufen möchten, benötigen eine Orientierung bei der Produktauswahl.

Mittlerweile gibt es ganz unterschiedliche Produkte mit dem DAAB-Logo: angefangen von Hautpflege- und Körperreinigungsprodukten über Waschmittel bis hin zu Haushalsreinigern und Nasenduschen. Eine aktuelle Liste aller vom DAAB gelabelten Produkte können Sie per E-Mail anfordern.

Mit dem Logo möchte der Deutsche Allergie-und Asthmabund Betroffenen und interessierten Verbrauchern die Suche nach verträglichen Produkten im Alltag erleichtern.

Voraussetzungen

Bei der Bewertung der Produkte, die das DAAB-Label tragen sollen, werden die Allergenität der Inhaltsstoffe sowie ihre irritativen Eigenschaften bewertet. Die Produkte müssen,  um zum Test zugelassen zu werden, frei sein von bekannten Kontaktallergenen, stark irritierenden Inhaltsstoffen sowie Duft- und Aromastoffen, die insbesondere für Personen mit einem überempfindlichen Bronchialsystem problematisch sein können.

Die Bewertung erfolgt durch wissenschaftliche Mitarbeiter des Deutschen Allergie- und Asthmabundes und stützt sich auf die Auswertung wissenschaftlicher Studien und Expertisen. Der Kriterienkatalog für die Zulassung zum  Anwendertest wird dadurch – analog zum Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen – stetig aktualisiert.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund schließt bei der Labelvergabe Inhaltsstoffe aus, die sich durch hohes allergenes Potential auszeichnen sowie Inhaltsstoffe, die stark irritierende Eigenschaften zeigen, was bei sensibler, geschädigter bzw. neurodermitis-erkrankter Haut Beschwerden hervorrufen kann (z.B. Laurylsulfat, das kein Allergen ist, aber deutlich irritierende Eigenschaften zeigt).

Für die Testzulassung gilt demnach, dass die Rezeptur frei sein muss von folgenden Stoffen:

  • Duftstoffen, Aromastoffen, ätherischen Ölen,
  • Konservierungsstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind,
  • Farbstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind,
  • von weiteren Inhaltsstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind wie z.B. Lanolin, Kolophonium usw.
  • stark irritativen Inhaltsstoffen, die beispielsweise bereits in geringen Mengen Irritationen der Schleimhäute, Augen oder Haut auslösen können.

Bei der Bewertung von irritierenden Eigenschaften wird die Konzentration der Substanz im Produkt berücksichtigt.

Die Labelvergabe stützt sich sowohl auf die Bewertung der Inhaltsstoffe in der Deklarationsliste als auch auf praktische Erfahrungen der Allergiker, Asthmatiker bzw. Neurodermitiker während der Anwendung über einen längeren Gebrauchszeitraum.

Die für die Produkte vorgeschriebenen Tests zur Sicherheitsbewertung, Unbedenklichkeit und Verträglichkeit müssen belegbar mit positiven Ergebnissen bei empfindlicher Haut abgeschlossen sein und dem Deutschen Allergie- und Asthmabund zusammen mit

  • der vollständigen INCI-Deklaration für Kosmetika
  • bzw. der Deklaration für Wasch- und Reinigungsmittel nach dem aktuellen Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) von 2007
  • der Erklärung über gesundheitliche Unbedenklichkeit bzw. Freiheit von bekannten Allergenen und irritativen Stoffen auch in nichtkosmetischen Bestandteilen der Produkte wie Trägerstoff, Trägervlies oder Verpackung

zur Verfügung gestellt werden.

Anwendertest

Sofern die Grundvoraussetzungen stimmen, ist für die Logo-Vergabe eine positive Bewertung der Produkte in einem vom DAAB begleiteten anonymisierten Anwendertest Pflicht. An diesen Anwendertests nehmen DAAB-Mitglieder teil, die der jeweiligen Zielgruppe des Produktes entsprechen, z.B. Allergiker, Neurodermitiker. Die Testung erfolgt auf Freiwilligenbasis und beinhaltet eine anschließende Befragung sowie die Auswertung eines Fragebogens.

Der Test erfolgt komplett anonymisiert.

Nur bei einer Akzeptanz von mind. 80 Prozent mit sehr gut und gut bei den Antworten zu den wichtigen Hauptparametern (z.B. zur Hautverträglichkeit) sowie 70 Prozent mit sehr gut und gut bei den Antworten bei Surrogatparametern (z.B. Anwendbarkeit, Hautgefühl nach der Anwendung etc.) wird eine Logonutzung für drei Jahre genehmigt.

Die Labelvergabe gilt nur für das überprüfte Produkt und für einen Zeitraum von drei Jahren.

Bei Änderungen der Rezeptur ist die Vergabegrundlage nicht mehr gegeben. Die Änderung muss dem Deutschen Allergie- und Asthmabund schriftlich mitgeteilt werden. Gegebenenfalls kann eine erneute Labelvergabe erfolgen, wenn im Rahmen der Änderung keine Allergene bzw. irritativ wirkenden Stoffe im Produkt vorkommen. Die Entscheidung über die Labelvergabe liegt beim Deutschen Allergie- und Asthmabund nach eingehender Prüfung der neuen Inhaltsstoffe des Produktes.

Die Logonutzung ist für die Hersteller kostenlos.

Nur rund 50 Prozent der beim DAAB angefragten Produkte werden zu einem Test zugelassen. 20 Prozent bestehen den Anwendertest nicht.

Einschränkung

Mit dem DAAB-Label kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass auch die ausgezeichneten Produkte in Einzelfällen eine allergische bzw. irritative Reaktion auslösen können, beispielsweise bei Multiallergikern (Allergiker, die unter mehreren unterschiedlichen Allergien leiden) bzw. bei sehr sensiblen Personen oder Asthmatikern.

Hersteller mit Interesse an dem Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabundes können über das Kontaktformular weitere Informationen anfordern.