Im Dezember 2008 wurden nach vielen Jahren Laufzeit in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg die Umweltmedizin-Vereinbarung mit den teilnehmenden Umweltmedizinern und -labors durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) gekündigt. Ein herber Schlag für die Gesundheitsvorsorge!
Bislang konnte ein Patient, der gesundheitliche Probleme durch sein Wohnumfeld vermutete, zu einem Umweltmediziner gehen, der nach Anamnese und Begehung der Wohnung ein Umweltlabor mit konkreten Messungen beauftragen konnte. Nach Analyse der Untersuchungen – von z.B. Luftproben auf Schimmelpilze, Formaldehyd, Lösemittel, Feinstaub etc. – konnte der Umweltmediziner seinen Patienten zielgerichtet über Vermeidungsstrategien beraten. Die Kosten übernahm die Krankenkasse.
Die bisherige Kassenleistung kann nun (außer in Hamburg) nur als IGEL-Leistung erfolgen. Künftig werden also nur diejenigen, die solche Leistungen privat bezahlen, die Ursache für ihre Erkrankung finden und beseitigen können.
Die Umweltmedizinvereinbarung reduzierte die Krankheitskosten, wenn die Ursache der Erkrankung im Vorkommen von Schadstoffen im häuslichen Umfeld lag. Bei den Vertragsverhandlungen zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVs) und den Krankenkassen hatte anscheinend niemand mehr Interesse an den Menschen mit Allergien und Umwelterkrankungen.
Dieses Fehlverhalten wollen wir mit Ihrer Unterstützung „korrigieren“. Rufen Sie die Entscheidungsträger an, schicken Sie E-Mails (z.B. an Ihre Krankenkasse, Beispiele s.u.) und fordern Sie die Wiedereinsetzung der Umweltmedizin-Vereinbarung.
Einen Formbrief haben wir für Sie erarbeitet. Sie können ihn hier downloaden und an folgende Adressen schicken (WORD-Format):
KV Nordrhein: Pressestelle der KV Nordrhein, Fon 0211-5970-8077, E-Mail: presse@kvno.de
KV Westfalen: Fax 0231-94325555, E-Mail: kvinfo@kvwl.de
KV Baden-Württemberg: Fon 0711-7875-0 / Fax 0711-7875-3274, E-Mail: hauptverwaltung@kvbawue.de
Kassenärztliche Bundesvereinigung: Fon 030-4005 – 0 / Fax 4005-1093, E-Mail: presse@kbv.de
AOK Rheinland/Hamburg: Fon 0211-8791-0 / Fax -8791-1125, E-Mail: aok@rh.aok.de
AOK Westfalen-Lippe: Fon 0231-41930 / Fax 0231-4193107, E-Mail: Die.Gesundheitskasse@wl.aok.de