Was ist Asthma?

Kennzeichen des Asthma bronchiale sind die Verkrampfung der Muskeln in der Bronchialwand, die Schwellung der Bronchialschleimhaut und die Produktion von zähem Schleim. Dabei ist die Bronchialschleimhaut eines Asthmatikers in typischer Weise entzündlich verändert. Das auffälligste Symptom ist die keuchende Atmung, die in plötzlichen Anfällen auftritt. Charakteristisch sind auch Husten, Giemen, eine Engegefühl in den Atemwegen, Kurzatmigkeit und Atemnotanfälle, die als Folge unterschiedlichster Reize auftreten können.

Für die moderne Asthma-Therapie stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die zum einen bronchienerweiternd, zum anderen entzündungshemmend wirken. Ihre Anwendung erfolgt abgestuft entsprechend dem Schweregrad des Asthma bronchiale, an dem der Betroffene leidet. Die Ziele der Asthma-Therapie sind dabei die Vermeidung von Asthma-Anfällen, die Verhinderung einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung des täglichen Lebens und eine Wiederherstellung und Erhaltung einer normalen Lungenfunktion.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass das Asthma auf einer Entzündung der Bronchialschleimhaut beruht, steht heutzutage die entzündungshemmende Behandlung im Vordergrund. Die bronchialerweiternde Behandlung dient zur raschen und vorübergehenden Lösung der Bronchialverengung und damit zur subjektiven Erleichterung, behandelt das Asthma jedoch nur symptomatisch und hat keinen nachhaltigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Um chronischen und irreversiblen Schäden vorzubeugen, wird auch bei leichtgradigem Asthma schon frühzeitig mit der entzündungshemmenden Behandlung begonnen.

Bei allen Asthmatherapie-Stufen werden bronchialerweiternde ß2-Sympathomimetika "nach Bedarf" inhaliert, wenn Atembeschwerden auftreten, oder vorbeugend vor größeren körperlichen Belastungen wie z.B. vor der Ausübung von Sport. Diese vorbeugende Inhalation führt dazu, dass der betroffene Asthmatiker seine Sportart ohne Beschwerden in der Regel 2 bis 4 Stunden durchführen kann. Im Fall von Atembeschwerden reicht es aus, ein oder maximal zwei Hübe zu inhalieren. Wenn sich daraufhin innerhalb von 5 Minuten keine Besserung einstellt, ist eine Notfallbehandlung erforderlich. Treten Atembeschwerden häufiger pro Tag auf, so dass täglich mehr als 10 Hübe eines ß2-Sympathomimetikums benötigt werden, muss die Basistherapie neu eingestellt werden (Arzt aufsuchen). In der Regel ist dann eine Erhöhung der Glukokortikosteroiddosis oder zusätzlich eine Theophyllin-Therapie erforderlich.Auch schon bei leichtem Asthma sollte eine regelmäßige Inhalation von entzündungshemmenden Medikamenten erfolgen.

Die Inhalation der Medikamente ist mit geringeren Nebenwirkungen als die systemische oder orale Einnahme (Tabletten, Spritzen) verbunden. Daher wird generell den inhalativen Medikamentenformen der Vorzug gegeben. Denn bei der Inhalation gelangt der Wirkstoff direkt in die Bronchien, wo er auch seine Wirkung entfalten soll. Außerdem liegt der Wirkstoff in einer gut fettlöslichen, jedoch schlecht wasserlöslichen Form vor, so dass bei der Inhalation verschluckte Wirkstoffmengen nicht aufgenommen und über den Blutkreislauf verteilt werden.Da der Wirkstoff bei der Inhalation direkt in die Bronchien gelangt, wo er auch benötigt wird, bleiben die gefürchteten Kortison-Nebenwirkungen bei der Verwendung von inhalativen Glukokortikoiden aus.

Weitere wichtige Links zum Thema Asthma
Allergie Konkret   Allergie News   Mitglied werden