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Der Frühling naht – Tipps bei Pollenallergie

Der Frühling naht Tipps bei Pollenallergie

 /  Tina Christiansen

Der Pollenflug hat bereits in einigen Regionen begonnen. Besteht ein Verdacht auf eine Pollenallergie, soll auf jeden Fall eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei bereits bestehendem Heuschnupfen muss eine gute Behandlung der Beschwerden im Vordergrund stehen.

 

Hasel- und Erlenpollenflug ist bereits gestartet

Ende Dezember/Anfang Januar gab es erste Berichte von sich öffnenden Haselkätzchen und beginnendem Pollenflug. Auch Erlenpollen wurden bereits mancherorts freigesetzt. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst informierte hierzu und bestätigte zudem den Beginn der Blüte von Purpurerlen. Die Purpurerle wird inzwischen häufiger als klimaverträglicher Baum angepflanzt, blüht aber viel frühzeitiger als unsere heimischen Erlen. Zudem kommt auch die Türkische Baumhasel hinzu, deren Haselpollen ebenfalls im Januar unterwegs sein können.

Zu Beginn des Jahres sorgten die zuvor anhaltenden milden Temperaturen für den einsetzenden ersten Pollenflug in den wärmebegünstigten Regionen im Westen und Südwesten. Durch den vielen Regen blieb es erstmal bei sehr geringen Pollenmengen. Nach dieser Phase stagnierte der Pollenflug durch die im weiteren Verlauf des Monats einsetzende Kälteperiode. Diese Phase ist nun beendet und der Pollenflug kann jetzt wieder durch die steigenden Temperaturen weiter zunehmen und auch in weiteren Regionen starten.

Ärztliche Hilfe ist wichtig

Für Allergiker:innen, insbesondere diejenigen, die auf Hasel- und Erlenpollen reagieren, ist es wichtig, jetzt gut vorbereitet zu sein. Erste Anfragen erreichen bereits den DAAB.

Besteht eine Allergie auf Frühblüher, ist es ratsam, gut gegenzusteuern. Eine ärztliche Beratung und Behandlung ist sehr zu empfehlen. Auch bei Verdacht auf Heuschnupfen und typischen Beschwerden wie geröteten Augen, Augentränen, Juckreiz, Niesen, laufende und verstopfte Nase, Entzündung der Augenbinde- und/oder der Nasenschleimhäute soll unbedingt eine Abklärung bei der Hausärztin/dem Hausarzt bzw. bei allergologisch erfahrenen HNO-Praxen erfolgen. Nur so ist die bestmögliche Behandlung gewährleistet.

Die allergischen Beschwerden können bei jedem Heuschnupfen-Patienten unterschiedlich lokalisiert und auch in ihrer Ausprägung unterschiedlich stark sein.

Erste Hilfe bei Pollenallergie

Zur Behandlung stehen schnell wirksame Medikamente wie antiallergisch wirkende Antihistaminika zur Verfügung. Zusätzlich können auch antientzündliche Cortison-Wirkstoffe oder Kombinationen von Antihistaminika- und Cortison-Wirkstoffen in Form von Nasensprays notwendig werden. Freiverkäufliche niedrig dosierte Cortison-Nasensprays sind nur zugelassen „zur symptomatischen Behandlung einer saisonalen allergischen Rhinitis bei Erwachsenen“. Die Erstdiagnose muss durch einen Arzt/eine Ärztin erfolgt sein, zudem müssen die dafür zugelassenen Tageshöchstmengen eingehalten werden. Wenn die freiverkäuflichen Cortison-Nasensprays nicht ausreichen oder nicht vertra­gen werden, kann ärztlicherseits auf andere verschreibungspflichtige Präparate zurückgegriffen wer­den.

Für andere Anwendungsgebiete wie etwa ganzjährige bzw. langanhaltende allergische Beschwerden sind verschreibungspflichtige Cortison-Nasen­sprays weiterhin verordnungsfähig, wenn sie für diesen Anwendungsbereich zugelassen sind. Für Kinder und Jugendliche sind die freiverkäuflichen Varianten nicht zugelassen, hier müssen cortisonhaltige Nasensprays immer verordnet werden.

Vorsicht bei Anti-Schnupfensprays

Der Einsatz von sogenannten abschwellend wirkenden Nasensprays sollte bei Bedarf nur maximal für 5–7 Tage am Stück erfolgen, da die enthaltenen Wirkstoffe auf Dauer die Nasenschleimhaut schädigen können

Langfristig denken

Gegebenenfalls soll auch an die langfristige Therapieoption der Hyposensibilisierung gedacht werden. Sie sorgt bei geeigneten Patienten und Patientinnen für eine gute Linderung der Beschwerden und Reduktion der Medikamente und soll auch das Asthma-Risiko senken.

Und wenn es Asthma ist?

Tritt auch ein anhaltender Husten, eine Brustenge oder sogar Atemnot auf, sollte überprüft werden, ob die unteren Atemwege betroffen sind, da Allergien auch ein allergisches Asthma auslösen können. Besteht hier ein Verdacht, kann eine ärztliche Untersuchung mittels einer Lungenfunktionsmessung aufschlussreich sein.

Pollenkontakt besser reduzieren

Zusätzlich gibt es einige bewährte Tipps, um den Pollen möglichst auszuweichen: Beispielsweise das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, einer dicht abschließenden Sonnenbrille und auch von Kopfbedeckungen im Freien. Auch das regelmäßige abendliche Haar waschen kann den Pollenkontakt weiter absenken. Die Beachtung aktueller Pollenflugvorhersagen kann zusätzlich gut dabei helfen, starke Belastungsphasen besser einzuschätzen. Weitere Hinweise zur Therapie finden Sie unter https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/behandlung/allergietherapie

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