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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Allergien und Alter

Entgegen früherer Auffassungen sind Allergien keine Frage eines speziellen Alters. Es gibt jedoch Häufungen, die bestimmten Altersgruppen zugeordnet werden.

So treten bei Babys und Kleinkindern - neben Beschwerdebildern wie der Neurodermitis - Allergien vermehrt auf Grundnahrungsmittel auf, während im Schulalter bereits verschiedene Allergieauslöser wie Pollen, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel und vieles mehr eine Rolle spielen können. Bei Erwachsenen findet man unabhängig vom Alter Allergien auf alle erdenklichen Auslöser, wobei Allergien auf Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Nahrungsmittel sowie Kontaktallergien weit verbreitet sind. Auch zeigen sich im Erwachsenenalter verstärkt die Kreuzreaktionen auf Stein- und Kernobst sowie Gewürze und spezielle Gemüsesorten, deren eigentliche Ursache die Pollenallergie ist.

Hormonelle Stadien können Allergien verschwinden lassen, abschwächen aber auch verstärken. Dies macht sich zum Beispiel bei zeitlichen Ereignissen wie Pubertät, Schwangerschaft, Menopause bemerkbar. Die früher vorherrschende Meinung nach dem 50 Lebensjahr würde man keine Allergie mehr entwickeln stimmt nicht. Gleichermaßen kann daher auch mit 50, 60 oder 70 eine ursächliche Allergietherapie (Hyposensibilisierung) starten.

Juckreiz (Fachbegriff: Pruritus) tritt am häufigsten in der Altersgruppe ab 60 Jahren auf. Juckreiz aufgrund einer trockenen Altershaut kann durch eine regelmäßige, der Jahreszeit angepasste, rückfettende Basistherapie behandelt werden. Cremes, Lotionen und Bäder mit unterschiedlichen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt ohne allergieauslösende Inhaltsstoffe (z.B. Duftstoffe) stehen hier zur Verfügung.
 
Besteht die Trockenheit der Haut auch nach intensiver Hautpflege weiter, kann eine Entzündung hinzukommen und es kommt zu Ekzemen. Schlaflosigkeit, Unruhe, vor allem aber  heftige Kratzattacken können die Folge sein, diese schädigen noch mehr die Hautbarriere und erhöhen damit die Ekzembereitschaft und den Juckreiz. 
 
Eine Vielzahl chronischer Erkrankungen wird vom Juckreiz begleitet, wie etwa Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Altersneurodermitis oder Arzneimittelallergien.  Wichtig ist es die Ursache des Juckreizes abzuklären.
Weitere Informationen hierzu lesen Sie in unserer Hautwelt.

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