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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Asthma & Pollenallergie Adé? Studienteilnehmer gesucht

 /  Sonja Lämmel

Jährlich leiden circa 20 Millionen Menschen unter einer Pollenallergie. Etwa neun Prozent davon sind Kinder. Kann früher Verzehr von Kuhmilch dies ändern?

In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die an Asthma und Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen leiden, stark zugenommen. Etwa 9% der Kinder sind davon betroffen.  Bis heute gibt es keine Heilung dieser Erkrankung. Wissenschaftler forschen daher an den Ursachen und arbeiten an der Entwicklung neuer Therapieansätze.  Die Tatsache, dass die Allergieentstehung und Verbreitung mit einem veränderten Lebensstil – vom ländlichen zum städtischen Umfeld-zusammenhängt, ist nicht mehr von der Hand zu weisen: Die „Bauernhofstudien" haben übereinstimmend gezeigt, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen und regelmäßig Rohmilch trinken, im Vergleich zu anderen Kindern vor Asthma, Allergien und Atemwegsinfekten geschützt sind.

Leider können wir nicht alle mit unseren Kindern auf dem Land leben. Weil in unbehandelter Rohmilch krankheitserregende Keime enthalten sein können, kann diese auch nicht als vorbeugende Maßnahme empfohlen werden. Daher haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Asthma und Allergien am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München die MARTHA-Studie gestartet: die Studie will wissenschaftlich belegen, dass Atemwegserkrankungen und allergische Erkrankungen abnehmen können, wenn Kleinkinder eine weitgehend naturbelassene Milch zu sich nehmen.  Als Teil des Programms LONGFONDS I Accelerate arbeiten die Wissenschaftler zusammen mit anderen Forschern des Konsortiums „A World Without Asthma“ daran, gemeinsam neue Lösungen und Vorbeugungsmöglichkeiten gegen Asthma zu finden. Finanziert wird die MARTHA Studie als Teil dieses Konsortiums aus Fördermitteln von Longfonds, einer niederländischen Patientenorganisation, durch Mitgliederbeiträge. Eine Molkereigenossenschaft stellt dafür eine möglichst schonend pasteurisierte, mikrobiologisch unbedenkliche Milch und als Vergleich dazu eine ultrahocherhitzte, fettreduzierte herkömmliche UHT Milch, beide in Pulverform. 3200 Studienkinder aus den Regionen Regensburg und München sollen eingeschlossen werden und ab dem Beginn des Zufütterns, etwa mit 6 Monaten bis zum 3. Geburtstag, die Studienmilchsorten erhalten. Sie werden dafür zufällig einer der beiden Milchgruppen zugeteilt werden.

Ein interessanter Aspekt, wie wir finden. Der DAAB unterstützt deshalb- gemeinsam mit der niederländischen Patientenorganisation „Longfonds“ -diesen Studienansatz in beratender Funktion und bringt Anregungen aus Patientensicht in die Studie ein.

Im Augenblick werden für die neue Studie Pilotteilnehmer gesucht, die für einen kurzen Zeitraum die Milch geben und bereit sind, einen Untersuchungstermin mitzumachen. Familien, deren Kind zwischen 6 Monaten und 3 Jahren alt ist, können teilnehmen.   Weitere Informationen zur Studie und wo sich Interessierte melden können, finden Sie auf der Studienseite.

Bitte unterstützen auch sie die MARTHA- Studie, nur wenn ausreichend Teilnehmer sich beteiligen, kann sie gelingen!