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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Achtung Neurodermitiker Pollenallergie löst Ekzeme aus

 /  Sonja Lämmel

Die Nase läuft, die Augen jucken - typische Beschwerden einer Pollenallergie. Doch speziell bei Neurodermitikern können Pollen das Hautbild verschlechtern und einen Entzündungsschub auslösen. Klassischerweise wird vermutet, dass sich ein Heuschnupfen durch juckende, tränende Augen, eine verstopfte oder laufende Nase bemerkbar macht. Bei Neurodermitis trifft dies aber nicht immer zu. Beispielsweise zeigen Säuglinge vor dem Krabbelalter mit einer Hausstaubmilbenallergie vermehrt Ekzeme am Rücken, weil sie viele Stunden am Tag auf dem Rücken liegend verbringen.

Allgemein sieht man bei luftgetragenen Allergieauslösern (Pollen, Milben, Tierhaare) vermehrt Ekzeme an Hautstellen, die direkt der Luft ausgesetzt sind wie die Kopf-/Halsregion oder die Hände. Auch die typischen Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln, die man als Pollenallergiker kennt, können sich als Neurodermitis-Verschlechterung zeigen. Am häufigsten kommen hierbei die Kreuzreaktionen zwischen Birkenpollen und Haselnüssen, rohen Äpfeln und anderem rohem Stein-und Kernobst zum Tragen. Ein Heuschnupfen muss sich also nicht immer im gleichen Kleid präsentieren: es kann eine Kombination aus Beschwerden an Augen/Nase/Bronchien und einer Neurodermitisverschlechterung vorliegen oder auch als reine Hautverschlechterung. In allen Fällen sollte eine Hyposensibilisierung in Erwägung gezogen werden, um den Körper an den Allergieauslöser zu gewöhnen und eine Verträglichkeit bzw. deutliche Beschwerdelinderung zu erzielen – und ggf. ein allergisches Asthma vorzubeugen! Als Mitglied des DAAB beraten wir Sie sehr gerne ausführlich zu diesem Thema.