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Sie fragen - Experten antworten Allergie, Asthma & Sport

 /  Sonja Lämmel

Was muss ich bei meiner Pollenallergie und Asthma beim Sport im Freien beachten?

Im Frühling lockt das schöne Wetter wieder Jogger, Walker und Inline-Skater ins Freie. Typischerweise leidet man als Pollenallergiker besonders in den wärmeren Jahreszeiten, wenn die Pollen von Bäumen und Gräsern in der Luft eine hohe Konzentration erreichen. In diesem Fall sollte man lieber in geschlossenen Räumen und Hallen Sport treiben. Wassersport, Squash, Tischtennis, Tanzen oder Karate sind nur wenige mögliche Beispiele. Sämtliche Wintersportarten sind für einen Pollenallergiker selbstverständlich ohne Probleme auszuüben. Und möchte man auf seinen Lauf durch den Park nicht verzichten, so sollte man das eher morgens als abends tun – die Pollenbelastung ist dann deutlich geringer.

Langsamer Start ist sinnvoll

Lieber langsam angehen lassen: Für Allergiker und insbesondere für Asthmatiker gilt: Jede sportliche Betätigung sollte stets mit einer mindestens 15-minütigen Aufwärmphase (warm up) beginnen, um eine plötzliche Belastung und die Gefahr einer Verengung der Atemwege zu vermeiden. Günstig sind alle Sportarten, in denen man neben der körperlichen Belastung auch Ruhephasen hat, wie z.B. bei Ballspielen. Aufgrund der geringen Pollenbelastung gelten alle Sportarten auf dem offenen Wasser (Segeln, Surfen und Schwimmen) als besonders empfehlenswert.

..und wenn es doch draußen sein soll?

Die optimale Zeit für sportliche Aktivitäten im Freien mit einer Pollenallergie ist an Regentagen. Durch einen anhaltenden Regen werden die Pollen aus der Luft gewaschen. Direkt nach einem starken Regenguss oder kurz nach einem Gewitter, ist eher eine ungünstige Zeit. Trockene Plätze sind ebenfalls zu meiden. Überhaupt sollte man beim Aufenthalt im Freien darauf achten, sich abseits von Industrie- oder Autoabgasen zu bewegen. Besonders in Gebieten mit einer hohen Ozon- und Schadstoffkonzentration, wie in Großstädten und Ballungsgebieten ist die Aggressivität der Pollen besonders hoch. Ein guter Tipp ist das Laufen im Nadelwald. Dort sind viel weniger Pollen unterwegs als an Wiesen-, Wald- und Ackerrändern. Und wichtig gerade bei Outdoor-Sport im Sommer: Feucht warmes Wetter fördert Pilzsporen. Allergiker sollten das beachten!

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