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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Allergievorbeugung In Schwangerschaft und Stillzeit

 /  Marina Oppermann

Sie sind selbst Allergiker  oder haben bereits ein allergisches Kind und möchten Ihrem  zukünftigen Nachwuchs dieses Schicksal gern ersparen?
Dann fragen Sie sich sicherlich, ob sich eine allergische Erkrankung beim Kind verhindern lässt, auch wenn ein Allergierisiko besteht.

 

Diese Frage beschäftigt nicht nur werdende Eltern, sondern auch die Wissenschaft.
Alte Empfehlungsansätze, wie die vorbeugende Meidung häufiger Allergene, wurden verworfen, neue stehen auf dem Prüfstand.
„Toleranzentwicklung fördern“ heißt die Strategie heute.
Doch wie das im Einzelnen erreicht werden soll, wird nach wie vor heiß diskutiert.
Einigkeit besteht darüber,

  • dass sich das Immunsystem mit der Umwelt auseinandersetzen muss, um angemessen zu reagieren,
  • dass daher eine vorbeugende Meidung häufiger Allergene nicht empfehlenswert ist.

Und dies gilt für alle Kinder- egal ob ein Allergierisiko vorliegt oder nicht.

So hoch ist das Allergierisiko

Sind Vater, Mutter und/ oder ein Geschwisterkind Allergiker und leiden unter Neurodermitis, Heuschnupfen oder allergischem Asthma, ist das Risiko für den Nachwuchs, auch eine solche Krankheit zu entwickeln, erhöht.

Empfehlenswert ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung der Mutter, die Meidung von Tabakrauch sowie ausreichend Schlaf und Entspannung. Denn die Lebensumstände der Schwangeren prägen das werdende Leben.

Insbesondere der Geburtsvorgang beeinflusst die Allergie-Entwicklung beim Nachwuchs. Bei einer natürlichen Geburt kommt der Säugling in Kontakt mit den natürlichen Keimen der Mutter, die die Grundlage für die Besiedelung des Darmes bilden. Bei einem Kaiserschnitt fehlt diese Keimübertragung, was offenbar Konsequenzen für die Reifung des (Darm-)Immunsystems hat.

Direkt nach der Geburt stellt sich die nächste wichtige Frage: Stillen oder Flasche?
Auch wenn nach aktuellen Erkenntnissen Stillen offenbar doch nicht – wie lange geglaubt – vor Allergien schützen kann, ist es dennoch unbestreitbar die beste Ernährung für das Kind.
Wer nicht stillen kann oder mag, muss kein schlechtes Gewissen haben. Die modernen Flaschennahrungen sind ein guter Ersatz. Nach derzeitigen Empfehlungen wird bei einem vorhandenen Allergierisiko geraten, auf hydrolysierte Nahrungen zurückzugreifen. Diese HA-Nahrungen sind speziell zur Allergievorbeugung entwickelt worden.

Ernährungsempfehlungen für Schwangere und Stillende, weitere Tipps, auch zum Thema Beikostaufbau, finden Sie im Artikel „Allergieprävention – was wird aktuell empfohlen“ in unserem Mitgliedermagazin „Allergie konkret“ 1/2019.
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