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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Lebensmittel-Kennzeichnung Serie 4/4 Stolpersteine für Allergiker

 /  Sonja Lämmel

Die 14 Hauptauslöser von Allergien und Unverträglichkeiten müssen immer gekennzeichnet werden, wenn sie als Zutat in einem Lebensmittel eingesetzt werden. Dies regelt seit 2014 die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV).  Doch leider bleiben Tücken für die Allergiker.

Stolpersteine 4/4

Freiwillige Allergiker- oder Warnhinweise 

Hersteller verwenden mitunter in der Kennzeichnung ihrer Produkte die freiwelligen Angaben zu möglichen Fremdkontaminationen (Spuren-Kennzeichnung), die durch die Produktion ungewollt in ein Lebensmittel gelangen können.  Diese Angaben sind nicht gesetzlich geregelt. Sie erfolgen von den Herstellern aus Gründen der Produkthaftung. Trotz bestehendem Hinweis müssen nicht zwingend „Spuren“ eines Allergieauslösers im Produkt enthalten sein. Bei fehlendem Hinweis bedeutet es im Gegenzug nicht, dass keine "Spuren" enthalten sind.

Die Hinweise sind ebenfalls nicht einheitlich. So findne sich Aufschriften wie:

 „Kann Spuren von …. enthalten“  oder 

 „Hergestellt in einem Betrieb, der auch ... verarbeitet“ oder

"Auf der Anlage werden auch ... verarbeitet..."

Alle dieses Sätze bedeuten dassselbe und lassen keine Risikoabschätzung zu. Klärung bringt nur ein Anruf beim Hersteller wie hoch das Risiko der Übertragung ist, bzw. wenn kein Hinweis da ist, ob ein Risiko besteht.