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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Milcheiweißallergie: Ist Milchsäure geeignet?

 /  Marina Oppermann

Lebensmittelallergiker müssen Ihren Allergieauslöser meiden- da hilft bei abgepackter Ware nur das Lesen des Zutatenverzeichnisses .
Wir werden häufig gefragt, ob bei einer bestehenden Milcheiweißallergie Milchsäure vertragen wird.
Die Antwort ist ja. Denn Milchsäure hat bis auf den Namen nichts mit Milch zu tun.

Bei einer Milchallergie reagiert der Körper mit einer Abwehrfunktion auf das Eiweiß in der Milch.
Je nach Sensibilisierung können die Reaktionen auf eine oder mehrere Eiweißkomponenten in der Milch auftreten.

Milchsäure ist für Milcheiweißallergiker geeignet, da der Stoff nichts mit Milch im eigentlichen Sinne zu tun hat.
Milchsäure entsteht bei der Fermentation, auch milchsaure Vergärung genannt.
Das bekannteste Beispiel der milchsauren Vergärung ist die Herstellung von Sauerkraut.

Was passiert bei der milchsauren Vergärung?

Das Prinzip ist recht einfach: Milchsäurebakterien, die sich auf jedem Gemüse befinden, bauen unter günstigen Bedingungen Kohlenhydrate (Zucker)  aus den Lebensmitteln zu Milchsäure ab.
Zum milchsauer Vergären wird das rohe, gereinigte Gemüse fein geschnitten, eingesalzen und in einem Topf fest eingestampft. Das Ganze wird abgedeckt.
Die Milchsäurebakterien wandeln nun in der sauerstoffarmen Umgebung die Kohlenhydrate des Weißkohls in Milchsäure um.
Das Gemüse ist lange haltbar und durch die Säure werden unerwünschte Mikroorganismen abgewehrt.
Auch für Milcheiweißallergiker ein Genuss, da kein Milchprotein enthalten ist.

Weitere Infos zum Thema Milcheiweißallergie finden Sie hier