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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Allergierisiko: Metallpartikel aus Tätowiernadeln

 /  Marina Oppermann

Aus Tätowiernadeln können sich Mikro- und Nanoteilchen aus Metall in der Haut und in den Lymphknoten ablagern, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Bisher wurde angenommen, dass hauptsächlich mit Nickel und Chrom verunreinigte Farbpigmente, also die Tätowiermittel selbst, metallbezogene Tattooallergien verursachen. Mit dieser neuen Studie liefern die Forscherinnen und Forscher nun den Nachweis, dass auch von Tätowiernadeln ein gesundheitliches Risiko ausgehen kann.

Allergierisiko Tätowierung

Die Nadeln, die zum Tätowieren verwendet werden bestehen aus Stahl und  enthalten daher auch Nickel und Chrom. Das Forscherteam hat nun nachgewiesen, dass Metallteilchen von der Nadel unter Gebrauch abgeschliffen werden und in die Haut übergehen können, wenn das Tätowiermittel das Weißpigment Titandioxid (TiO2) enthält. Anschließend können diese Partikel dann in die Lymphknoten wandern.
Zukünftige Studien sollen untersuchen, inwiefern die zusätzliche Aufnahme dieser Metalle die Wahrscheinlichkeit erhöht, Allergien auszulösen.
Allergische Reaktionen gegenüber Tattoos und deren Inhaltsstoffe gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Tätowierungen


Quelle:  www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2019/33/allergierisiko__metallpartikel_aus_taetowiernadeln_in_der_haut_erstmals_nachgewiesen-241905.html