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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Aus der Forschung: Impfung für Katzen soll Allergikern helfen

 /  Marina Oppermann

Bisher wird Katzenallergikern empfohlen, die eigene Katze abzugeben, um die allergischen Reaktionen zu verringern.
Eine Forschergruppe aus der Schweiz hat einen neuen Impfstoff (HypoCatTM) entwickelt, der nicht etwa dem allergischen Patienten, sondern der Katze selbst verabreicht wird.

Auslöser für allergische Reaktionen ist meist das körpereigene Protein der Katzen mit dem Namen „Fel d 1“ (Abkürzung von Felis domesticus, deutsch: Hauskatze). Es kommt in der Tränenflüssigkeit und dem Speichel der Stubentiger vor. Da Katzen sich oft putzen verteilen sich die Allergene im gesamten Fell der Tiere. Beim Kontakt mit dem Fell und den herumliegenden Haaren kommen die Allergiker damit in Kontakt. Es gibt neben Fel d 1 noch weitere Allergene.

Durch die Impfung soll die Katze Antikörper bilden, die das allergieauslösende Protein Fel d1 neutralisieren. Das Allergen soll durch die Impfung reduziert und die allergischen Symptome bei den Katzenbesitzern gemindert werden. Im besten Fall sollen die Beschwerden gar nicht mehr auftreten.
In der durchgeführten Studie erhielten 54 Katzen eine solche Impfung dreimal. Bei allen Katzen wurden entsprechende Antikörper gebildet und in der Tränenflüssigkeit konnte nachgewiesen werden, dass das Protein Fel d1 nach der Impfung vermindert und weniger reaktiv vorlag. Bei den Katzen wurden durch die Behandlung keine größeren Nebenwirkungen, Hautreaktionen an der Einstichstelle oder Veränderungen des Fressverhaltens ausgelöst. Es sind noch weitere Untersuchungen notwendig.
Mit der Markteinführung ist erst im Jahr 2022 zu rechnen.

Quelle: Immunization of cats to induce neutralizing antibodis against Fel d1, the major feline allergen in human subjects. Thoms et al. Journal of Allergy and Clinical Immunology, Juli 2019, Volume 144, Issue 1, Pages 193-203