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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Pferde-Allergie: Neues aus der Forschung

 /  Marina Oppermann

Auch Pferde können starke Allergien hervorrufen. In der Vergangenheit wurde immer wieder die Rasse American Bashkir Curly Horse als für Allergiker besser verträglich beworben. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff „hypoallergen“ benutzt, der eine geringe Allergenität beschreiben soll.
Dies wurde bislang nur durch Berichte von Betroffenen gestützt, die aussagten, beim Kontakt mit Curly Horses weniger stark allergisch zu reagieren.
Eine Untersuchung zeigt nun gegenteilige Ergebnisse.

Das sagt die Forschung:
Eine deutsch-luxemburgische Arbeitsgruppe hat Haar- und Schuppenproben von 32 Pferderassen untersucht.
Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass Curly Horses von den 32 untersuchten Pferderassen die zweithöchsten Konzentrationen von Pferdeschuppenallergenen aufweisen.
Die Pferderassen mit der geringsten Allergenkonzentration bei dieser Untersuchung waren Isländer, Tinker und Shetland-Ponys. Diese Rassen schnitten am besten ab.
Generell bei allen Rassen fanden die Forscher bei den männlichen Tieren bis zu siebenmal höhere Allergenkonzentrationen als bei den Stuten.  
(Quelle: Studie Zahradnik et al. PLoS One 2018; 13: e0207871)

Allergene bei Pferden

Welche Allergenkomponenten bei Pferden bestehen wird weiter erforscht. Das Allergen Equ c 1 ist spezifisch für Pferde und ein sogenanntes Lipocain. Über 75 bis 100 Prozent der Pferdeallergiker sind auf dieses Allergen sensibilisiert.
Inzwischen hat man aber auch das Equ c 2 entdeckt, dass ebenfalls ein Lipocain ist.
Nebenallergene bei Pferden sind beispielsweise Equ c 3 oder Equ c 4.
Equ c 3 ist ein Serumalbumin. Etwa die Hälfte aller Pferdeallergiker soll auch auf dieses Allergen sensibilisiert sein.
Manchmal bestehen bei Allergikern Sensibilisierungen auf Nebenallergene, die aber keine Beschwerden hervorrufen. In diesem Fall müssen Pferde bei fehlender Symptomatik nicht gemieden werden.