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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Gut zu wissen: Pflegegeld für schwer allergische Kinder

 /  Marina Oppermann

Ein Kind mit schweren Allergien braucht besondere Zuwendung. Die Liste der möglichen Mehraufwände ist lang: Schlafmangel, häufige Arzt- und Klinikbesuche, tägliche Medikamentengaben, Verbandswechsel, separate Speisenzubereitung und Absprachen im sozialen Umfeld sind nur einige Beispiele die zeigen, dass Eltern Entlastung brauchen.

Unterstützung bekommen Sie, wenn Sie für Ihr Kind einen Pflegegrad beantragen und dieser gewährt wird.
Bei der Einschätzung des Pflegegrades wird der Mehraufwand im Vergleich zu einem gesunden Kind gleichen Alters gemessen. Bei der Beurteilung kann jeder Mehraufwand angegeben werden, egal um welche Diagnosen es sich handelt. Bei unterschiedlichen Diagnosen wird der Zusatzaufwand aufsummiert.

Wie wird der Pflegegrad beantragt?
Erste Anlaufstelle ist die zuständige Krankenkasse. Dort bekommen Sie einen Fragebogen, den Sie ausgefüllt zurückschicken. Die Krankenkasse beauftragt den Medizinischen Dienst (MDK) der bei Ihnen zu Hause eine Begutachtung durchführt.
Dazu sollten Sie sämtliche ärztlichen Befunde, Klinikberichte und weitere medizinische Unterlagen bereithalten. Sinnvoll ist es, einen Unterstützer wie den Ehepartner und/oder Freunde dabei zu haben.
Die Anfragen zu den Themen Pflegegrad, Schwerbehindertenausweis oder Eingliederungshilfe für Kinder mit allergischen Erkrankungen häufen sich. Da es sehr komplexe Themen sind, beraten wir unsere Mitglieder dazu gerne persönlich. Dafür sollten Sie einen Termin vereinbaren.

Übrigens:
Diesem Thema haben wir  in der aktuellen Ausgabe der „Allergie konkret“ 3/2019 einen ganzen Artikel gewidmet

 

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