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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Zukunftsmusik: Zahnpasta gegen Erdnuss-Allergie ?

 /  Marina Oppermann

Ein Prozent der Bevölkerung leiden in den USA und Großbritannien im Durchschnitt unter einer Erdnussallergie. Aufgrund des vermehrten technologischen Einsatzes in der Lebensmittelindustrie werden auch in Deutschland steigende Zahlen von Erdnussallergikern verzeichnet.
Gibt es neben dem Meiden des Auslösers bald neue Therapiemöglichkeiten?

Ein New Yorker Biotechnologieunternehmen (Intrommune Therapeutics) entwickelt eine Reihe neuer anwenderfreundlicher Immuntherapien für Erdnuss- und andere Nahrungsmittelallergien. Die Behandlung erfolgt über eine orale Schleimhaut- Immuntherapie (OMIT), bei der winzige Mengen eines Allergens über eine Zahnpasta und damit über den Mund eingebracht werden. Das ist das Prinzip einer Hyposensibilisierung, bei der der Körper nach und nach an das Allergen „gewöhnt“ wird, um das Immunsystem vor Reaktionen zu schützen.
Das Unternehmen will mit der Therapie gegen das Erdnuss-Allergen beginnen.
Der Geschäftsführer der Intrommune Michael Nelson erklärte in einem Interview, dass in diesem sowie im nächsten Jahr dazu Studien folgen werden.
Der erste Schritt war der Antrag bei der Food and Drug Administration (FDA) zur Zulassung eines neuen Medikamentes. Es wird wohl einige Jahre dauern, bis die Zahnpasta auf dem Markt ist.

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