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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Tierhaar-Allergie Neues aus der Forschung

 /  Sonja Lämmel

Viele Menschen wünschen sich ein Tier. Tiere können unser Leben in vielfältiger Weise bereichern, aber leider auch zu allergischen Erkrankungen führen. Der Laie spricht gewöhnlich von einer Tierhaar-Allergie, aber de facto reagieren die Betroffenen auf bestimmte Proteinbausteine in Speichel, Talg- und Schweißdrüsen der Tiere. Die Haare kommen dann ins Spiel, wenn sich beispielsweise die Katze ihr Fell durch Ablecken säubert. Die unterschiedlichen Allergieauslöser der Tiere (Allergene) binden sich an Staub und gelangen so in die Luft, bevor sie an der Kleidung, an Teppichen und Polstern anhaften. Prinzipiell kann jedes Tier mit Fell oder Federn eine Allergie auslösen, zumeist sind es aber Katzen und Hunde, Nagetiere, Pferde und Vögel.

Im Bereich der Tierhaar-Allergie wird viel geforscht. Aktuell stellen wir Ihnen zwei Aspekte der Forschung vor.

Impfung für Katzen soll Katzenallergikern helfen

Bisher wird Katzenallergikern empfohlen, die eigene Katze abzugeben, um die allergischen Reaktionen zu verringern. Eine Forschergruppe aus der Schweiz hat einen neuen Impfstoff (HypoCatTM) entwickelt, der nicht etwa den allergischen Patienten, sondern der eigenen Katze eines Katzenallergikers verabreicht wird. Damit soll Katzenallergikern ein Leben mit ihrer Katze ermöglicht werden. Durch die Impfung soll die Katze Antikörper bilden, die das allergieauslösende Protein Fel d1 neutralisieren. Das Allergen soll dadurch reduziert und die allergischen Symptome bei den Katzenbesitzern gemindert werden. Im besten Fall sollen sie gar nicht mehr auftreten. In der durchgeführten Studie erhielten 54 Katzen eine solche Impfung dreimal. Bei allen Katzen wurden entsprechende Antikörper gebildet und es konnte nachgewiesen werden, dass das Protein Fel d1 nach der Impfung vermindert und weniger reaktiv vorlag. Bei den Katzen wurden durch die Behandlung keine Nebenwirkungen, Hautreaktionen an der Einstichstelle oder Veränderungen des Fressverhaltens ausgelöst. Es werden nun noch weitere Untersuchungen notwendig. Mit der Markteinführung ist erst im Jahr 2022 zu rechnen. 

Allergenarme Pferderasse aufgeflogen

Pferde können starke Allergien hervorrufen. In der Vergangenheit wurde immer wieder die Rasse American Bashkir Curly Horse als für Allergiker besser verträglich beworben. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff „hypoallergen“ benutzt, der eine geringe Allergenität beschreiben soll. Dies wurde nur durch Berichte von Betroffenen gestützt, die aussagten, beim Kontakt mit Curly Horses weniger stark allergisch zu reagieren. Eine deutsch-luxemburgische Arbeitsgruppe hat Haar- und Schuppenproben von 32 Pferderassen untersucht und dabei festgestellt, dass Curly Horses die zweithöchsten Konzentrationen von Pferdeschuppenallergenen aufwiesen. Darunter auch die zweithöchste Konzentration von dem Nebenallergen Equ c4 und die dritthöchste von dem Hauptallergen Equ c 1. Bei den Pferderassen Isländer, Tinker und Shetland-Ponys waren Pferdeschuppenallergene und das Hauptallergen Equ1 je etwa siebenmal und das Allergen Equ c4 20-mal geringer als beim Curly Horse. Diese Rassen schnitten am besten ab. Bei der Rasse American Quarter Horse, die weltweit am häufigsten vertreten sein soll, waren diese drei Werte etwa dreimal geringer. Generell bei allen Rassen fanden die Forscher bei den männlichen Tieren bis zu siebenmal höhere Allergenkonzentrationen als bei den Stuten. 

Haben Sie Fragen rund um das Thema Tierhaar-Allergie? Unser Beratungsteam steht Ihnen als Mitglied gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

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