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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Unterschiede zwischen Allergie und Corona: So erkennen Sie Heuschnupfen

 /  Marina Oppermann

Die Allergiker-freundlichen Tage mit viel Regen sind vorbei. Bei dem aktuellen Sonnenwetter kommt die Pollensaison in Fahrt. Die Birken haben bereits regional begonnen ihre Pollen zu verteilen. Allergiker fragen sich besorgt, ob Symptome wie Fließschnupfen, Hustenreiz und juckende Augen auch Symptome einer COVID-19 Infektion sein können. Wir klären auf.

Nicht jedes Niesen hat mit Corona zu tun

Tatsächlich können unterschiedliche entzündliche Atemwegserkrankungen wie Allergien und Virusinfektionen gleichartige Beschwerden verursachen. „Bei genauerer Beurteilung jedoch ist auch für die Betroffen eine Unterscheidung recht zuverlässig möglich“, erläutert Prof. Ludger Klimek vom Allergiezentrum in Wiesbaden.

Während Infektionen mit dem SARS CoV-2 Virus in den meisten Fällen durch Fieber und trockenen Husten gekennzeichnet sind, weisen Allergiker kein Fieber auf, dafür oft juckende Augen- und Nasenschleimhäute, tränende Augen, Niesreiz und Schnupfen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Atemwegsallergien und verschiedenen Viruserkrankungen sind in der folgenden Abbildung dargestellt.

Wichtigste Maßnahme für Pollenallergiker!

„Menschen mit allergischem Asthma weisen ein erheblich höheres Risiko auf, unter einer schweren Form von COVID-19 zu erkranken, wenn sie schlecht auf ihre Medikamente eingestellt sind oder diese nicht nehmen“, sagt Klimek, Mitglied des wissenschaftlichen DAAB-Beirats.
Wichtig ist darum für alle Patienten mit Inhalationsallergien gerade jetzt frühzeitig Medikamente wie Antihistaminika, Kortison-Nasensprays oder Kortison-Pumpsprays zu besorgen und diese konsequent einzunehmen und zu benutzen.  
Treten die in der Grafik genannten Symptome, wie  Fieber auf, sollte man telefonisch Kontakt zum Arzt aufnehmen.

Modifiziert nach Pressemitteilung Allergiezentrum Wiesbaden vom 17.03.2020