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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Zuhause bleiben: Ostereier färben

 /  Marina Oppermann

In diesem Jahr wird das Osterfest, an dem meist die ganze Familie zusammenkommt,  anders ablaufen als sonst. In Corona-Zeiten ist Zuhause bleiben und Abstand halten angesagt.
Nutzen Sie die Zeit um mit Ihren Kindern Ostereier in diesem Jahr auf natürliche Art zu färben. Das ist zwar zeitaufwändiger als künstliche Farbe, aber der Überraschungseffekt ist größer, da das Ergebnis bei natürlichen Farben auf Pflanzenbasis nicht immer vorhergesagt werden kann. Die Ostereier werden pastelliger und etwas dezenter als mit synthetischen Farben aus dem Handel. Aber es entstehen ebenso wundervolle Ostereier.
Probieren Sie es aus!

Farbvielfalt aus der Natur

Durch viele Pflanzen lassen sich die unterschiedlichsten Farbtöne zaubern.

  • für rot-violette Farbtöne eignen sich z.B. Rote Bete, Rotkohlblätter oder Schwarze Johannisbeeren
  • für blaue Farbtöne kann man Holunderbeeren und Heidelbeeren einsetzen
  • Gelbtöne lassen sich mit Kamillenblüten oder Kurkumawurzel zaubern
  • für braune Töne eignen sich  Kaffee, schwarzer Tee oder Zwiebelschalen
  • Grüntöne lassen sich mit Spinat, Petersilie und  Brennnesselblättern erzielen

 Auf weißen Eiern kommt die Farbe meist besser zur Geltung als auf braunen.

Pflanzenfarben selbst herstellen

  • Um Farben herzustellen müssen die Materialien gut zerkleinert werden (Rote Bete z.B. feinhobeln, Spinat fein hacken) und in Wasser eingeweicht werden– am besten über Nacht. Dazu eignen sich alte Töpfe oder Gläser – darin werden die Pflanzenteile in kaltem Wasser angesetzt. Pro Liter Wasser werden z.B. rund drei Handvoll Zwiebelschalen, 250 g Spinat oder Rote Bete benötigt.  
  • Hat der Pflanzensud lange genug gezogen wird er etwa 60 Minuten lang zusammen mit den Pflanzenteilen erhitzt. Das Wasser sollte dabei nicht sprudelnd kochen, sondern kurz unterhalb des Siedepunktes gehalten werden. Anschließend wird der Farbsud gefiltert. Die Pflanzenreste werden entsorgt.
  • Die Ostereier sollten vor dem Färben mit Pflanzenfarben gründlich gereinigt werden. Dazu eignet sich ein kurzes Bad im Essigwasser. Es greift ein wenig die kalkhaltige Eierschale an, sodass die Farben besser angenommen werden. Die Eier nach dem Essig-Bad gut abspülen.
  • Rohe oder ausgeblasene Ostereier müssen mindestens zehn Minuten lang im Farbsud sieden. Eine Zugabe von Essig erhöht die Farbintensität. Gekochte und anschießend abgeschreckte Ostereier sollten für rund 30 Minuten im erkalteten Farbsud liegen- je nach gewünschtem Farbton auch länger.
  • Tipp: Die Eier im Sud immer wieder mit einem Löffel bewegen, damit die Farbe gleichmäßig angenommen wird.
  • Haben die Ostereier den gewünschten Farbton erreicht, werden sie mit einem Löffel vorsichtig aus dem Farbbad genommen. Lassen Sie die Eier vollständig trocknen.
  • Zum Schluss die Eier mit etwas Speiseöl einreiben, dann glänzen sie und der Farbton leuchtet intensiver.

Viel Spaß beim Ausprobieren!