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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Corona: Infektionsrisiko durch Trinkgefäße?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt eine Einschätzung zum Risiko der Übertragung des Coronavirus durch Trinkgefäße in der Gastronomie oder in anderen Einrichtungen wie Kantinen oder Mensen.

Übertragung durch Trinkgläser bisher nicht nachgewiesen
Demnach ist dem BfR eine solche Infektionskette bei dem neuen Coronavirus bisher nicht bekannt.  Hauptsächlich erfolgt die Übertragung durch Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und von anderen Menschen über die Schleimhäute der Atemwege und eventuell auch der Augen, der Nase und des Mundes aufgenommen werden. Durch infizierte Personen könnte das Virus über die Hände und den Speichel auf Trinkgläser gelangen. Dann könnte theoretisch eine Übertragung des Virus durch Schleimhautkontakt auf eine andere Person erfolgen, wenn das Glas nicht ausreichend gereinigt wird. Aber bisher sind solche Übertragungswege mit dem neuen Coronavirus nicht nachgewiesen worden.

 

Besonders effizient: Geschirrspüler
Für das mit dem neuen Coronavirus verwandte SARS-Virus wurde in einer Labor-Studie gezeigt, dass durch eine Reinigung mit einem handelsüblichen Spülmittel für 5 Minuten bei Raumtemperatur eine vollständige Inaktivierung des Virus erreicht werden konnte.
Längere Spülzeiten und erhöhte Temperaturen können die Effizienz erhöhen. Eine Reinigung von Trinkgefäßen im Geschirrspüler oder in Gläserreinigungsmaschinen bei 60°C oder noch höherer Temperatur ist besonders wirkungsvoll.

Ist das nicht möglich, soll bei der Handspülung möglichst heißes Wasser über 45 °C mit Spülmittel verwendet werden. Zum Schutz der Hände darf die Wassertemperatur jedoch nicht höher als 50°C sein. Wird kälteres Wasser verwendet, soll eine ausreichende Menge Spülmittel genutzt werden, die Verweildauer der Gläser im Spülwasser verlängert und auf eine besonders sorgfältige mechanische Reinigung sowie anschließende Trocknung der Gläser geachtet werden.