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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Ausbildung zum Assistenzhund für Lebensmittel-Allergiker Kleine Findepfoten - ganz GROß!

 /  Sonja Lämmel

Das Projekt „Findepfoten“, Grund- und online-Fernausbildung zum Assistenzhund für Lebensmittelallergiker, geht in eine weitere Runde. Ab Oktober/November 2020 startet bereits die vierte Staffel. Noch sind Plätze frei.

Egal ob winzigste Erdnussbestandteile in Keksen oder kontaminierte Tische in Biergärten, auch ihr Hund kann lernen, dies anzuzeigen. Haben Sie Interesse und Lust bei dieser Idee mitzuwirken und auch Ihren Hund zum Assistenzhund für Allergiker auszubilden?

Am 24. und optional 25. Oktober 2020 werden nach vorheriger Terminabsprache individuelle Kennlerngespräche mit Ihnen, Ihrer Familie und natürlich dem Vierbeiner geführt (circa 2 Stunden pro Familie). Bei einem kleinen Training hier vor Ort in Mönchengladbach, werden wir den Ist-Zustand, das Trainingsniveau Ihres Teams, feststellen und Ihnen eine Empfehlung geben, bei welchem Modul Sie sich eingliedern können. Am Sonntag finden sich dann alle Teilnehmer (die möchten) zu einem Gruppentraining, bei dem sich auch die Teilnehmer untereinander kennenlernen können, (circa 2 Stunden) zusammen. Falls Ihnen ein Kommen nicht möglich ist, finden wir auch hier eine Lösung.

Wie geht es danach weiter…. 

Es wird bunt, denn wenn Sie sich für die Fernausbildung entscheiden, beginnt eine spannende Zeit für Sie und Ihre Familie. Unsere Hundetrainerin Kiwi Gandre-Braatz von der Hundeschule Hühnerdiebe & Co hat ein umfangreiches Programm mit Spaß und Leichtigkeit zusammengestellt - mit dem Ziel, dass auch Ihr Hund zu einer Findepfote wird. 

Die Ausbildung richtet sich an „betroffene“ Familien, die bereits einen Hund haben oder über einen Hund als Familienmitglied nachdenken und diesen als Assistenzhund für Allergiker selber aus- oder weiterbilden möchten. Allen Familien muss klar sein, dass der Hund, und auch die Arbeit mit ihm, zwar eine grundsätzliche Bereicherung für alle Beteiligte werden wird, dass es aber nie eine Garantie für seine Leistung und Zuverlässigkeit geben kann. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Eignung des Hundes, Trainingsintensität und Teamwork ab.

Inhalte sind unter anderem Geruchskonditionierung, Geruchsunterscheidung und das Anzeigen eines bestimmten Allergens. Und all dies spielerisch, etwa mit Mantrailen verpackt. So entsteht ein Team, in dem wirklich jeder sein Bestes für den anderen gibt. Mögliche Probleme und Schwierigkeiten werden bereits im Webinar mit aufgezeigt, sind sonst aber auch während der Telefonate mit der Trainerin zu klären. Die Hausaufgaben dienen vor allem dem Grundverständnis dessen, wie man sich manche Lösung zukünftig selbst erarbeiten kann ohne zu tief in die Hundeerziehung eintauchen zu müssen.

Bei Interesse schreiben Sie uns unter sl[at]daab[dot]de und wir schicken Ihnen die ausführlichen Informationen zu den einzelnen Modulen und Preisen.

 

Feedback aus der dritten Staffel Polly - Kleiner Hund mit großem Talent

Im November 2019 zog die kleine Labrador-Neufundländer-Hündin „Polly“ bei uns ein – ohne dass wir schon eine Idee davon hatten, dass Polly eventuell einmal eine Findepfote werden könnte. Kurz darauf stießen wir durch Zufall beim Durchblättern der DAAB-Zeitschrift auf den Artikel über „Rocky“, der zum Allergie-Assistenzhund ausgebildet wird. Da ich selbst seit meiner Kindheit eine schwere Erdnussallergie habe, hat uns der Artikel sofort begeistert. Die Begeisterung wurde noch größer als wir dann lasen, dass der DAAB in Zusammenarbeit mit der Hundetrainerin Kiwi eine online-Fortbildung anbietet, bei der man seinen Hund selbst mit der Unterstützung von Kiwi zum Allergieassistenzhund ausbilden kann. Für uns als Familie war sofort klar – wir wollen uns zusammen mit Polly auf den Weg machen, Polly zur Findepfote auszubilden.

Jetzt nach 9 Monaten ist Polly gar nicht mehr klein und sowohl sie als auch wir haben in den letzten knapp vier Monaten der Ausbildung bereits viel gelernt. Neben ihrem Futterbeutel findet sie das Notfallset auch an schwierigen Orten und bringt es – wenn nicht gerade der pubertäre Eigensinn durchschlägt – zu uns.  Auch das Anzeigen von Essbaren, anstatt es sofort zu verschlingen, war bereits Inhalt von Übungen und klappt im Training zuverlässig. Wir werden trotz der Entfernung von Kiwi durch die Analyse von Videos, Webinaren, persönlichen Treffen und der Möglichkeit zur jeder Zeit Fragen zu stellen, durchgehend begleitet, motiviert, unterstützt und angeleitet.

Was wir besonders wertvoll an der Fortbildung finden, ist die Teambildung und immer stärker werdende Bindung zwischen Polly und uns. Das gemeinsame Erarbeiten der unterschiedlichen Aufgaben, die kleinen und großen Fortschritte, aber auch Tage, an denen irgendwie nichts richtig klappt, führen zu einer intensiven Auseinandersetzung und einem vertieften Miteinander. Unsere Kinder haben Polly als Familienhund fest ins Herz geschlossen.

Diese Woche startet das vierte Modul. Gemeinsam mit Polly haben wir noch einen langen Weg vor uns. Wir freuen uns darauf, uns miteinander jeden Tag weiterzuentwickeln. Besonders gespannt sind wir auf den Tag, an dem Polly die erste Erdnuss anzeigt! Anne S.

Feedback aus der dritten Staffel Einfach toll so eine Betti!