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Händewaschen: Nicht nur in Corona-Zeiten wichtig

 /  Marina Oppermann

Heute ist der internationale Hände-Waschtag der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  Das Händewaschen erlebte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie besondere Aufmerksamkeit.
Hand aufs Herz: Wie häufig waschen Sie sich pro Tag die Hände? Ist es noch genauso häufig wie zu Anfang der Corona-Pandemie? Oder waschen Sie die Hände inzwischen seltener? Bleiben Sie dran! Händewaschen schützt!

Wie wäscht man die Hände richtig?

  • Zunächst die Hände unter das fließende Wasser halten
  • Hände richtig einseifen. An alle Flächen denken: Handinnen und -außenfläche, Fingerzwischenräume, Fingerspitzen und Fingernägel, Daumen.
  • Hände mindestens 20-30 Sekunden gut einseifen und die Seife gut auf allen Stellen verreiben.
  • Dann gut unter fließendem Wasser abspülen und den Wasserhahn nicht mit den Händen sondern lieber mit dem Ellenbogen oder einem Papier schließen.
  • Die Hände nun gründlich mit einem Tuch trocknen, auch in den Zwischenräumen. In öffentlichen Toiletten stehen meist Einmalhandtücher zur Verfügung. Privat sollte jedes Familienmitglied sein eigenes Handtuch haben.
  • Häufiges Händewaschen kann die Haut strapazieren. Daher empfiehlt sich die Anwendung milder, ph-neutraler Waschsubstanzen. Allergiker müssen gegebenenfalls auch auf weitere Inhaltsstoffe wie duftstofffreie Produkte achten. Zudem kann zur Beruhigung der Haut die Anwendung einer rückfettenden Hautcreme hilfreich sein. Auch hier sollten Allergiker auf individuelle Auslöser in den Pflegeprodukten achten.

Spielt die Wassertemperatur beim Händewaschen eine Rolle?
Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen. Daher sollte die individuell angenehme Wassertemperatur gewählt werden. Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände.

Nützt es, sich die Hände zu waschen, wenn keine Seife vorhanden ist?
Mit Seife die Hände zu waschen, ist deutlich wirksamer als mit Wasser alleine, denn Waschsubstanzen lösen Schmutz und Mikroben von der Haut ab. Zudem neigt man dazu, bei Verwendung von Seife die Hände gründlicher einzureiben und abzuwaschen als ohne, was zur zusätzlichen mechanischen Entfernung von Keimen führt. Auch befinden sich bestimmte Keime im natürlichen Fettfilm der Haut und lassen sich mit Wasser alleine kaum entfernen.
Ist keine Seife vorhanden, sollte man dennoch auf das Händewaschen mit bloßem Wasser nicht verzichten. Denn auch mit Wasser alleine wird zumindest ein Teil der Erreger entfernt. Auch wenn die Verwendung von Seife die Wirksamkeit des Händewaschens deutlich steigert, ließ sich in Untersuchungen bereits durch das Händewaschen nur mit sauberem Wasser beispielsweise die Häufigkeit von Durchfallerkrankungen senken.

Quelle: www.infektionsschutz.de/haendewaschen.html

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