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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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COVID-Impfstoffe: Biontech/Pfizer und Moderna/Biotech

Bald stehen 2 Impfstoffe zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) bewertet seit 2004 medizinische Maßnahmen im Gesundheitswesen. Das IQWIG hat nun auch Informationen zu den bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen veröffentlicht.

Wie funktionieren die mRNA-Impfstoffe

Die beiden mRNA-basierten Impfstoffe (mRNA= Messenger Ribonukleinsäure) enthalten den Bauplan (Abschrift eines Gens) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2.

Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Fett-Nanokörperchen) in die Körperzellen. Sie stellen dann für eine kurze Zeit das Corona-Protein (S-Protein) her, dann wird der Bauplan in den Zellen abgebaut. Es entstehen also keine vollständigen Viren. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen das fremde Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft.“

Bei beiden Impfstoffen sind zwei Impfungen erforderlich. Den vollen Impfschutz hat man erst eine Woche nach der zweiten Dosis.

Impfstoff von Biontech/Pfizer (Wirkstoffname: „Tozinameran“, Handelsname: Corminaty)

  • Zugelassen ab 16 Jahren
  • Geimpft wird in die Muskulatur des Oberarms, 2. Impfung erfolgt 3 Wochen nach erster Impfung
  • Studiengruppe mit Impfstoff und Studiengruppe mit Placebo, etwa 43.500 Teilnehmer zwischen 12 und 91 Jahren, etwa 40 Prozent waren älter als 55 Jahre.
  • Das Risiko an COVID-19 zu erkranken, sank durch die Impfung deutlich (um etwa 95%). Die Impfung schützte in unterschiedlichen Altersgruppen ähnlich gut.
  • Sowohl bei den geimpften als auch bei den ungeimpften Personen traten bis Mitte November nur wenige schwere Verläufe auf. Daher lässt sich bislang noch nicht sicher beurteilen, wie gut Corminaty auch schwere Verläufe verhindert.

Impfstoff Moderna/Biotech (Wirkstoffname: "Covid-19 Vaccine Moderna", - kurz "Moderna")

  • Zugelassen ab 18 Jahren
  • Geimpft wird in die Muskulatur des Oberarms, 2. Impfung erfolgt 4 Wochen nach erster Impfung
  • Studiengruppe mit Impfstoff und Studiengruppe mit Placebo, etwa 30.000 Teilnehmer zwischen 18 und 95 Jahren, etwa 25 Prozent waren älter als 65 Jahre.
  • Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung deutlich. Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 55 Jahren (86 %).
  • Die Studie zeigt, dass der Impfstoff Moderna das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich verringern konnte.

Viele Fragen sind noch ungeklärt

  • Wie gut man bereits nach der ersten Dosis gegen eine Covid-19-Erkrankung geschützt ist.
  • Ob man sich trotz Impfschutz mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 anstecken kann, dann aber ohne Beschwerden bleibt und eine geimpfte Person das Virus dann trotzdem übertragen kann.
  • Wie wirksam auch Infektion ohne Beschwerden (asymptomatisch) verhindert werden
  • Wie lange der Impfschutz anhält

Welche Nebenwirkungen können auftreten
Bei Impfungen können generell Nebenwirkungen auftreten. Es zeigt, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Dabei handelt es sich überwiegend um leichte Nebenwirkungen, die nach kurzer Zeit bzw. einigen Tagen abklingen. Meistens treten Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle auf. Es kann auch zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen kommen.  

Allergische Reaktionen sind selten aber möglich
Wie bei jedem Impfstoff können auch bei den Corona-Impfstoffen allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe vorkommen. Diese sind bisher selten. Die Arzneimittelbehörden prüfen weiter, ob und durch welche Inhaltsstoffe allergische Reaktionen ausgelöst werden können.

Welche Vorsichtsmaßnahmen werden getroffen

  • Wichtig ist das Ausklärungsgespräch, in dem auch bekannte allergische Reaktionen abgefragt werden. Beispielsweise wird als möglicher Auslöser für eine allergische Reaktion bisher besonders der Inhaltsstoff Polyethylenglykol (PEG) thematisiert.
  • Arzneimittelbehörden raten die Geimpften mindestens 15 Minuten nach der Spritze zu beobachten, damit auf unmittelbare Nebenwirkungen sofort reagiert werden kann.
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