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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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COVID-19: Impfen und Medikamente

 /  Marina Oppermann

Der DAAB erhält häufig Fragen zur Einnahme von antiallergischen bzw. antientzündlichen Medikamenten bei Allergien und Asthma, auch im Hinblick auf die Corona-Impfung.  Frau Prof. Dr. Margitta Worm von der Charité in Berlin hat dazu Stellung genommen. Wir haben ihre Aussagen für Sie zusammengefasst.

Allergien und Asthma

Patienten mit einem allergischen Schnupfen bzw. einem allergischen Asthma benötigen weiterhin ihre medikamentöse Therapie zur Linderung der Beschwerden. Für antiallergische Medikamente wie Antihistaminika oder nasale Steroide wie Cortison-Nasensprays liegen keine Daten vor, die gegen ihren Einsatz vor oder nach einer COVID-Impfung sprechen.
Asthma-Patienten sollen weiterhin ihre Cortison-Medikamente zur Inhalation regelmäßig einnehmen, damit das Asthma gut kontrolliert ist.
Nach bisherigen Erkenntnissen können auch COVID-19-Patienten Antihistaminika und Cortison zur Inhalation weiter einnehmen.

Hyposensibilisierung

  • Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) zur langfristigen Allergiebehandlung sollte im Falle einer aktiven Corona-Infektion ausgesetzt werden, bis sich der Patient erholt hat.
  • Besteht keine Corona-Infektion, kann die Hyposensibilisierung (verlinken) weitergeführt werden.

COVID-Impfung und Medikamente

Zwischen der Verabreichung einer subkutanen Hyposensibilisierung (Spritze) und der COVID19-Impfung sollte wie bei allen anderen Impfungen ein Mindestabstand von einer Woche eingehalten werden.
Um mögliche Reaktionen infolge der COVID-19-Impfung von Reaktionen durch die sublinguale Hyposensibilisierung mit Tabletten oder Tropfen zu unterscheiden, sollte diese nach allergologischem Erfahrungswissen mindestens 1-2 Tage nach der COVID-19-Impfung pausiert werden.  
Patienten, die sogenannte Biologika erhalten, beispielsweise Patienten mit schwerem Asthma können geimpft werden. Derzeit wird empfohlen zwischen Behandlung und Impfung ca. 1 Woche Abstand einzuhalten.

Tipp: Daran sollte auch beim 2. Impftermin gedacht werden!

Impfung: Anaphylaxie-Zeichen nicht unterdrücken

Werden durch die Vorgeschichte eines Patienten allergische Reaktionen durch eine Impfung vermutet, sollen Antihistaminika oder Cortison-Medikamente nicht zur Prophylaxe eingesetzt werden. Denn dadurch können Hautreaktionen unterdrückt werden, die ein wichtiges Frühwarnsystem für eine Anaphylaxie darstellen. Eine schwere allergische Reaktion könnte dann erst verspätet bemerkt werden.
Patienten mit Verdacht auf Impfreaktionen (z.B. bei einer vorhandenen Mastzytose, dabei hat der Patient zu viele Mastzellen mit Botenstoffen wie Histamin) sollen daher nach der Impfung länger nachbeobachtet werden (30 min). Eine Notfallmedikation muss zudem vorbereitet sein.

Quelle: www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/corona-allergietherapie-trotz-erkrankung-und-impfung-fortsetzen/
ergänzt durch Patienteninformation „Allergie und COVID-19-Impfung“ der Fachgesellschaften.

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