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Haustiere ja oder nein? Das Allergierisiko in der Familie entscheidet

 /  Marina Oppermann

Experten haben neue  Empfehlungen zur Vorbeugung von Allergien erarbeitet. Nach aktuellem Stand der Studien können Hunde in Familien ohne Allergierisiko sogar vor Allergien schützen.  Für Familien mit Kindern, die ein erhöhtes Allergierisiko tragen, sehen die Empfehlungen allerdings etwas anders aus.

Aus Sicht der Allergieprävention galten Haustiere lange als Risikofaktor für die Entwicklung von Allergien, Asthma und/oder Neurodermitis. Man ging davon aus, dass Hunde und Katzen das Risiko von Kindern, Allergien zu entwickeln, erhöhen. Dies ist Schnee von gestern. Neue Studien zeigen, dass der Kontakt zu möglichst vielen unterschiedlichen Bakterien, auch die des Hundes, in Bezug auf Allergien eine vorbeugende Wirkung haben kann. Deshalb steht der Neuanschaffung eines Hundes nichts im Wege. Diese Empfehlung gilt auch für Katzen, bei denen früher zur Abschaffung geraten wurde, damit das Kind vor Allergien geschützt ist.

Zumindest bei Familien ohne erhöhtes Allergierisiko, also wenn beide Elternteile und ggf. ältere Geschwisterkinder keinerlei allergische Erkrankungen aufweisen. Experten empfehlen nach neuer Sichtweise hingegen, dass die Familien, die bereits eine Katze haben, diese ruhig behalten sollen.  Dies war immer ein besonders kritischer Punkt in der Patientenberatung und wird viele Familien freuen.
Besteht bei einem Kind jedoch bereits eine Neigung zu Allergien, weil beide Eltern Allergiker sind oder hat das Kind bereits eine Neurodermitis entwickelt, sieht die Sache anders aus. Diesen Familien sollte nicht zu einer Neuanschaffung einer Katze geraten werden. Ob eine vorhandene Katze im Haushalt verbeiben kann, darüber sind sich die Experten nicht einig.

Quelle: Pressemitteilung der DGAKI  "Allergieprävention - kein Risiko durch Haustiere" 

Sie haben weitere Fragen zu den aktuellen Empfehlungen? Als DAAB-Mitglied beraten wir Sie gerne.

Allergierisiko Familiäre BelastungAllergierisiko
Kein Elternteil allergisch0 - 15 %
Schwester / Bruder allergisch25 - 30 %
Ein Elternteil allergisch20 - 40 %
Beide Elternteile allergisch50 - 60 %
Beide Elternteile allergisch mit derselben Allergie60 - 80 %

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