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Renovieren: Allergieauslöser im Innenraum

 /  Marina Oppermann

Jetzt ist die klassische Zeit für Renovierungsarbeiten. Dabei gilt es für Menschen mit Allergien einiges zu beachten, um sich im Innenraum vor Allergieauslösern zu schützen.

Wir geben Ihnen Tipps worauf Sie bei den Produkten und bei der Durchführung achten sollten.

Mehr Farbe im Alltag

Für Allergiker oder Personen mit empfindlichen Atemwegen ist es nicht einfach, verträgliche Farben, Lacke oder Kleber für die anstehende Renovierung zu finden.
Farben und Lacke beinhalten viele verschiedene Inhaltsstoffe. Problematische Substanzen sind beispielsweise Konservierungsmittel wie Isothizolinone, aromatische Kohlenwasserstoffe (z.B. Xylole), halogenorganische Verbindungen, Weichmacher, flüchtige Acrylate oder bei Naturfarbenherstellern Terpene.
Für Allergiker sind insbesondere flüchtige Lösemittel und Konservierungsstoffe problematisch, die während und nach der Renovierung die Raumluft und dadurch auch die Gesundheit der Bewohner belasten können.
Auch die mit dem Blauen Engel als emissionsarm gekennzeichneten herkömmlichen Dispersions-Wandfarben auf Wasserbasis können Konservierungsstoffe beziehungsweise Lösungsmittel enthalten. Gewissheit bring nur der Blick auf die Inhaltsstoffangaben.

Produktauswahl

Bei vorliegenden Allergien empfehlen sich Produkte, die als „Frei von Konservierungsmitteln“ gekennzeichnet sind. Eine Alternative sind Silikatfarben. Dies sind mineralische Farben, die „Wasserglas“ als Bindemittel enthalten, eine Lösung von Natron- oder Kalisilikaten in Wasser. Diese Farben benötigen keine Konservierungsmittel.
Bei Farben ist ein Probeanstrich auf einem kleinen Papierstück empfehlenswert, um den Geruchseindruck zu prüfen.
Grundsätzlich muss während des Streichens gut gelüftet werden. Nach den Renovierungsarbeiten gilt es, die Räume gut auszutrocknen und die Lösungsmittel nach außen zu lüften. Müssen mehrere Räume gleichzeitig renoviert werden, empfiehlt es sich, die Arbeiten nach und nach auszuführen mit langen Lüftungs- und Trocknungspausen. Auch bei emissionsarmen Farben ist ein Lüften nicht verzichtbar.

Weitere Tipps

  • Informieren Sie sich vor der Renovierungsphase über die Inhaltsstoffe der Renovierungsmaterialien. Informationen zur Zusammensetzung finden Sie auch in Sicherheitsdatenblättern, die oft auf den Webseiten des Herstellers zu finden sind.
  • Beim Renovieren immer häufiges, kurzes (2-3 Minuten) Querlüften.
  • In kalten Jahreszeiten beschleunigt das Heizen der Räume den Trocknungsprozess.
  • Holz im Innenbereich nicht mit Holzschutzmitteln behandeln.
  • Holzdielen und Parkettböden sollten lieber vernagelt (bzw. Klickparkett), Teppichböden besser verspannt als großflächig verklebt werden.

Sie haben Fragen zu Allergieauslösern im Innenraum? Lassen Sie sich als DAAB-Mitglied telefonisch oder per Mail beraten!

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