close
DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
Suche search
Mythen und Irrtümer: Heuschnupfen

Mythen und Irrtümer Heuschnupfen

 /  Marina Oppermann

Einmal in der Welt, halten sich Irrtümer und Falschaussagen oft hartnäckig. Ein Phänomen, das wir nicht nur in der politischen Landschaft beobachten können. Auch bei Fragestellungen in der DAAB-Beratung zu allergischen Haut- und Atemwegserkrankungen tauchen „Fake News“ immer wieder auf. 
An dieser Stelle beleuchten wir Irrtümer zum Heuschnupfen und starten mit unserem Fake-News-Spitzenreiter „Heuschnupfen ist eine Bagatelle“.

„Ein Heuschnupfen ist harmlos, wer hat schon keine Allergie? Das bisschen Naselaufen!

Nur weil eine Erkrankung häufig ist, ist sie nicht immer harmlos und schon gar keine Bagatelle. 
Allergische Erkrankungen sind weit verbreitet. Sie zählen bei Kindern und Jugendlichen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Laut einer Studie aus 2018 (KIGGS-Studie) hatten 11 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland eine ärztliche Heuschnupfendiagnose und fast jeder vierte Erwachsene war von einem Heuschnupfen betroffen. Eine Allergie ist auch immer eine entzündliche Reaktion, man denke an die rot verquollenen, dick geschwollenen Augen von Allergikern.

Aus einem Heuschnupfen kann ein Allergisches Asthma entstehen, der sogenannte „Etagenwechsel“ auf die Lunge. Das Risiko für ein allergisches Asthma ist besonders hoch, wenn Kinder im Vor- oder Grundschulalter an Heuschnupfen erkranken. Eine Pollenallergie sollte daher frühzeitig und richtig behandelt werden. Hier finden Sie Tipps! 

„Heuschnupfen bedeutet niesen und juckende, tränende Augen.“
Nicht nur! Ein Heuschnupfen beginnt zwar meist mit diesen typischen Symptomen. Die allergischen Beschwerden können aber bei jedem Heuschnupfen-Patienten anders und in ihrer Ausprägung verschieden stark sein. 
So können etwa stärkere Beschwerden wie entzündete Nasenschleimhäute, eine verstopfte Nase, Nasennebenhöhlen-, oder Augenbindehautentzündungen hinzukommen oder ein „Etagenwechsel“ zum Allergischen Asthma. Auch Kratzen und Juckreiz im Hals oder Hautreaktionen können durch den Pollenkontakt ausgelöst werden. Bei einer Neurodermitis (Atopische Dermatitis) können durch starken Pollenflug zum Beispiel auch Ekzemschübe ausgelöst werden. 

Und bei Kreuzreaktionen, bei denen man auf ähnliche Allergenstrukturen in rohen pflanzlichen Nahrungsmitteln reagiert wird, kann es auch zu Schwellungen im Mundraum (Orales Allergiesyndrom) oder einer starken allergischen Reaktion kommen.


Heuschnupfen ist keine Bagatelle! Das „Aushalten“ der Symptome, kann zu einer langfristigen Verschlimmerung führen und zu weiteren Erkrankungen. Daher: Nehmen Sie Ihre Allergien und die Ihrer Mitmenschen ernst. Tipps und Informationen zu Diagnostik und Behandlung von Allergien finden Sie in unserer Allergie-Themenwelt.

Ähnliche Artikel

Allergien,

Tipps für Augenmedikamente: Was für den Gebrauch wichtig ist!

Im Falle eines Heuschnupfens, der von Augenbeschwerden begleitet wird, sollten Augentropfen oder -salbe direkt in das Auge gebracht werden. Wir zeigen Ihnen, wie es richtig und am einfachsten gelingt.

Jetzt reinhören: Der DAAB-Podcast

Verständlich und konkret bringen wir für Sie komplexe und spannende Themen rund um Allergien, Atemwege, Ernährung und Haut in unseren Podcasts auf den Punkt.

Allergien,

Aus der Forschung: Neue Möglichkeiten für Allergiediagnostik

Forscher aus Bern stellen einen neuartigen Allergietest vor und wir zeigen Ihnen auf, was es damit auf sich hat.

Datenschutzeinstellungen Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.
Ich akzeptiere alle
Einstellungen
Cookie Einstellungen Hier haben Sie die Möglichkeit der Auswahl oder Deaktivierung von Cookies.
Speichern
Alle akzeptieren
Zurück