close
DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
Suche search
Tipps für Augenmedikamente. Was für den Gebrauch wichtig ist!

Was für den Gebrauch wichtig ist! Tipps für Augenmedikamente

 /  Tina Christiansen

Im Falle eines Heuschnupfens, der von Augenbeschwerden begleitet wird, sollten Augentropfen oder -salbe direkt in das Auge gebracht werden. 
Dies scheint erst einmal ganz einfach zu sein. In den meisten Details ist es das aber nicht. Wir zeigen Ihnen, wie es richtig und am einfachsten gelingt.

Für spezielle Fragen lohnt sich ein Blick auf die Verpackung: 
Manche Augentropfen müssen nämlich vor der Anwendung geschüttelt werden, während andere im Kühlschrank gelagert werden sollten. 

Wichtige Informationen zur Hygiene 

Das Auge ist nur bedingt vor Infektionen geschützt. Es ist also unerlässlich, Keime so weit wie möglich fernzuhalten. Das bedeutet konkret für die Einnahme von Augenmedikamenten: 

  • vorher Hände waschen 
  • Beachten Sie die begrenzte Haltbarkeit ("Haltbarkeitsdauer") der Augentropfen und der Salbe nach dem Öffnen 
  • Das Auge nicht mit dem Tropfer oder der Spitze der Tube berühren. 

Richtig Zielen 

Augenmedikamente lassen sich leichter vor einem Spiegel verwenden: 

  • Lehnen Sie den Kopf leicht nach hinten 
  • Ziehen Sie das untere Augenlid langsam nach unten 
  • Schauen Sie nach oben und lassen Sie einen Tropfen oder einen kurzen Strang der Salbe aus kurzer Entfernung in den Bindehautsack fallen. 
  • Wenn Ihnen jemand hilft, kann es günstiger sein, die Augentropfen beim Sitzen oder Liegen zu verabreichen. 

Was ist zu tun, wenn sich kleine Kinder die Tropfen im Augenbindehautsack nicht einträufeln lassen? 

Dann mag ein Tipp helfen: 

  • Das Kind sollte sich hinlegen und die Augen locker schließen  
  • Geben Sie einen Tropfen auf den inneren Augenwinkel des geschlossenen Augenlids
  • Die Augen weit öffnen lassen, die Flüssigkeit fließt dann ins Auge hinein

Schnelles „Wieder-Auslaufen“ verhindern 

Eine weitere Herausforderung bei Augenmedikamenten ist, dass die verabreichten Medikamente an Ort und Stelle bleiben. 
Das Auge reagiert auf Fremdkörper - zu denen auch Augentropfen oder -salben gehören - mit tränenden Augen. Auf diese Weise können die Wirkstoffe unbeabsichtigt mit abfließen. Darüber hinaus reinigt das Augenzwinkern die Oberfläche. 

So klappt es ohne direktes "Wieder-Auslaufen":

  • Kälteirritationen vermeiden ("Kältereiz"): Bringen Sie Augentropfen und Augensalben auf Körpertemperatur, indem Sie sie vor der Anwendung in der Hand oder am Dekolleté anwärmen. 
  •  Halten Sie, falls möglich, danach einige Minuten lang die Augen geschlossen 
  • Schließen Sie den Tränenkanal für einige Minuten: Drücken Sie dazu mit der Fingerspitze sanft auf die innere Augenpartie auf Höhe des Nasenbeins. Dies verringert auch die Nebenwirkungen bestimmter Wirkstoffe, die dadurch nicht so schnell vom Körper aufgenommen werden.

Übrigens 

Es ist auch nicht möglich, mehr als ein Tröpfchen ins Auge zu bekommen. Falls gleichzeitig verschiedene Augentropfen verwendet werden müssen, sollte man daher zwischen jeder Anwendung etwa zehn Minuten verstreichen lassen. 

Bitte beachten:
Insbesondere bei öligen Augensalben oder Augentropfen ist die Sicht nach der Anwendung meist einige Zeit lang eingeschränkt. Dadurch könnte die Verkehrssicherheit begrenzt werden. Es ist deshalb wichtig, vor Beginn der Behandlung die Packungsbeilage gründlich nach solchen Angaben zu durchsuchen. Quelle: GPSP Heft Nr.3 2022

Weitere Informationen zur Behandlung des Heuschnupfens finden Sie hier: 
https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/behandlung/allergietherapie/
 

Ähnliche Artikel

Jetzt reinhören: Der DAAB-Podcast

Verständlich und konkret bringen wir für Sie komplexe und spannende Themen rund um Allergien, Atemwege, Ernährung und Haut in unseren Podcasts auf den Punkt.

Allergien,

Aus der Forschung: Neue Möglichkeiten für Allergiediagnostik

Forscher aus Bern stellen einen neuartigen Allergietest vor und wir zeigen Ihnen auf, was es damit auf sich hat.

Allergien,

In der nächsten Allergie konkret: Gräser-Allergien

Gräserpollen verursachen bei Allergiker_innen die meisten Beschwerden neben den Pollen der Frühblüher Birke, Erle, Hasel und Weide. Allergiker_innen müssen aufpassen, da die Saison gerade gestartet is ...

Datenschutzeinstellungen Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.
Ich akzeptiere alle
Einstellungen
Cookie Einstellungen Hier haben Sie die Möglichkeit der Auswahl oder Deaktivierung von Cookies.
Speichern
Alle akzeptieren
Zurück