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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Neues aus der Forschung

Wir halten unsere Mitglieder über die neuesten wissenschaftlichen Forschungen auf dem Laufenden: welche neuen Wirkstoffe werden erprobt? Welche neuen Diagnoseverfahren gibt es? Gibt es neue Theorien zur Allergieentstehung? Und welche Rückschlüsse kann man daraus für neue Therapien ziehen?

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    In der CHRONOS-Studie verbesserte die Dupilumab-Behandlung in Kombination mit topischen Kortikosteroiden (TCS) im Vergleich zur Therapie mit Placebo plus TCS den allgemeinen Erkrankungsschweregrad nach 16 und 52 Wochen signifikant:

    • Nach 16 Wochen hatten sich bei 39 Prozent der Patienten die Hautläsionen vollständig oder fast vollständig zurückgebildet. Bei den mit Placebo plus TCS behandelten Patienten war dies nur bei 12 Prozent der Fall.
    • Nach 16 Wochen hatte sich bei 59 Prozent der Patienten die tägliche Juckreizstärke um mindestens vier Punkte verringert, während dies in der Gruppe der Patienten, die Placebo erhielten, nur bei 20 Prozent der Fall war.
    • Zudem wurden weitere wichtige sekundäre Endpunkt in der Studie nach 52 Wochen erreicht: Bei 36 Prozent der Patienten hatten sich die Hautläsionen vollständig oder fast vollständig zurückgebildet. In der Placebo plus TCS-Gruppe trat dieses Ergebnis nur bei 13 Prozent ein.

    Dupilumab wird als Fertigspritze verabreicht und kann von den Patienten nach einer Anfangsdosis alle 2 Wochen selbst gespritzt werden. Der Wirkstoff kann als Einzeltherapie oder in Kombination mit Kortisoncremes oder Calcineurininhibitoren (Tacrolimus, Pimicrolimus) angewendet werden. Als häufigste Nebenwirkungen (bei 1% der Patienten) traten Reaktionen an der Injektionsstelle, Entzündungen der Augen und Augenlider einschließlich Rötungen, Schwellung und Juckreiz sowie Herpesbläschen im Mund oder an den Lippen auf.

    Ein anderer Wirkstoff namens Nemolizumab wird ebenfalls bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis erforscht, da er hauptsächlich für die Entstehung von Juckreiz verantwortlich gemacht wird. Und das nicht nur bei Neurodermitis, sondern zum Beispiel auch bei Dialysepatienten. Der Wirkstoff soll die Bindung von Interleukin (IL-) 31 an den entsprechenden Rezeptor (Schlüssel-Schloss-Prinzip) verhindern. In einer Phase II-Studie konnten nach 12 Wochen erste Erfolge bei Neurodermitis-Patienten gezeigt werden: Die Patienten mit der Höchstdosis von 2 mg/kg Körpergewicht in Form einer monatlichen Spritze in das Unterhautfettgewebe profitierten zu circa 63 % von einer Juckreizlinderung. 40 % dieser Patienten wiesen auch eine Verringerung des Ekzemschweregrades auf. Weitere klinische Studien müssen nun diese ersten Erfolge sowie die Sicherheit des Wirkstoffes mit größeren Patientengruppen nachweisen.

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