Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Soja-Allergie

Die Sojabohne hat in verschiedenen Kulturen eine lange Tradition und ist mittlerweile auch in unseren Regionen kaum mehr aus der Ernährung wegzudenken. Neben vegetarischen Ernährungsformen, die besonders das hochwertige Protein der Sojabohne schätzen, hat auch die Lebensmittel-Technologie die vielseitigen Fähigkeiten entdeckt, die in der Bohne stecken.

Als Sojaflocken, - mehl, Lecithin, Öl oder isoliertes Protein findet man sie in zahlreichen Lebensmitteln wieder. Mehr oder weniger unbewusst ist die Sojabohne auf diesem Wege zum "Grundnahrungsmittel" geworden - und damit zu einem Anwärter auf einen Hitlistenplatz der Allergieauslöser.

Reaktionen von A-Z

Die Beschwerden können vielfältig sein. Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle sowie Neurodermitischübe oder Nesselsucht. Im Erwachsenenalter können neben Magen-Darmbeschwerden und Hautsymptomatik auch Reaktionen an den Atemwegen (Asthma bronchiale) ausgelöst werden. Die Schwere der Symptome reicht von leichten Befindlichkeitsstörungen bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Baukasten Diagnose

Der eindeutige Nachweis einer Soja-Allergie wird durch einen Allergologen mittels verschiedener Haut- /Blutuntersuchungen (Prick, IgE) und diätetischer Verfahren erbracht. In Einzelfällen muss eine Provokation ergänzend durchgeführt werden.

Die Sojabohne ist eine Hülsenfrucht. In Einzelfällen können Kreuzreaktionen zu anderen Hülsenfrüchten (Erdnuss, Bohnen, Erbsen) auftreten.

Was tun bei einer Soja-Allergie?

Die Therapie besteht in erster Linie aus einer Ernährungsumstellung. Nachdem durch den Allergologen eindeutig festgestellt worden ist, dass eine Soja-Allergie vorliegt, müssen Soja- und Sojaprodukte vom Speiseplan gestrichen werden. Um trotz Diät eine ausgewogene Ernährung zu sichern und eine Alternative fürs Kochen und Backen zu schaffen, ist eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll. Die Ernährungsfachkräfte des Deutschen Allergie- und Asthmabund stehen Ihnen hierfür gerne zur Verfügung und vermitteln Ihnen Adressen von Ernährungsfachkräften in Ihrer Region.

Meiden von Sojaprodukten

Die Therapie der Soja-Allergie besteht in erster Linie aus einer Ernährungsumstellung. Nachdem durch den Allergologen eindeutig festgestellt worden ist, dass eine Soja-Allergie vorliegt, müssen Soja- und Sojaprodukte vom Speiseplan gestrichen werden. Dazu gehören Sojabohnen, Sojakeimlinge, Tofu, Sojadrinks, Sojapudding, Sojajoghurt, Sojaeis, Sojamehl, Sojaflocken, Sojasoße, Söjaöl.

Der Einkauf

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln kann ein Blick auf das Zutatenverzeichnis eine Orientierungshilfe sein. Hier werden seit 2005 Soja- und Sojaprodukte als Zutat aufgelistet.  Achten Sie auf Begrifflichkeiten im Zutatenverzeichnis: Edamame, Kinako, Miso, Natto, Okara, Shoyu, Tamari, Tempeh, Tofu, TVP (Textured Vegetable Protein=Fleischersatz), E 322 Lecithin (Soja), E 426 Sojabohnen-Polyose, Yuba.

Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V.  Dort erhalten Sie als Mitglied eine detaillierte Beratung durch das DAAB-Wissenschaftsteam.



Zusätzlich bieten wir Ihnen weitere schriftliche Informationen an:

Hier können Sie ihre Restaurantkarte bestellen.
  • Restaurantkarte Soja-Allergie
  • Soja-Allergie: Fragen von A-Z (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Ausführliche Ernährungsempfehlungen zur Soja-Allergie (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Informationen zur Allergen-Kennzeichnung (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Rezeptsammlung des DAAB (nur für DAAB-Mitglieder)
  • Ernährungs-Symptom-Tagebuch
  • Ernährungsfachkräfte in Ihrer Nähe

Unsere Buchempfehlungen zu diesem Thema

 

Rezepte ohne Milch, Ei, Weizen und Soja, C. Schäfer, B. Schäfer, 2011

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Richtig einkaufen bei Nahrungsmittel-Allergie, Dr. Reese, Constien, Schäfer, 2007

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