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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Das hilft Ihnen bei der Diagnose

      Checkliste für den Arztbesuch

      • Richtige Arztwahl getroffen? Die Allergologie ist eine Zusatzausbildung. Sie sollten sich der Beschwerde entsprechend einen Arzt suchen mit der Zusatzbezeichnung Allergologie
      • Ausgefülltes Ernährungs-Symptom-Tagebuch
      • Schreiben Sie kurz auf was passiert ist und welche Beschwerden auftreten. Eventuell Bilder mitnehmen.
      • Schreiben Sie kurz auf welche Erkrankungen im Bereich Allergien, Asthma, Neurodermitis in Ihrer Familie vorliegen.
      • Schreiben Sie Ihre wichtigsten Fragen auf.
      • Nehmen Sie die Medikamente, die Sie einnehmen, mit zu dem Termin.
      • Nehmen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson zum Gespräch mit.

      In der Praxis:

      • Lassen Sie dem Arzt das Wort.
      • Anschließend können Sie Ihre Fragen stellen.
      • Hören Sie gut zu.
      • Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen.
      • Schreiben Sie die Antworten mit.
      • Versuchen Sie, mit eigenen Worten zusammenzufassen, was Sie verstanden haben. Damit können Sie Missverständnisse vermeiden.
      • Bitten Sie um Adressen oder Infomaterial zum Nachlesen.
      • Lassen Sie sich die Befunde in Kopie mitgeben.
      • Fragen Sie wie der weitere Verlauf aussieht und ob Sie aktiv noch etwas zur Verbesserung tun können.
      • Nehmen Sie keine Pauschalempfehlungen entgegen, besonders nicht was die Ernährung betrifft. Fragen Sie bei Empfehlungen immer bei uns nach oder bei Ihrer Ernährungsberaterin.

      Neue Möglichkeiten Molekulare Allergiediagnostik 
      In einigen Fällen macht es Sinn, anstatt mit Allergenextrakten (z.B. Erdnuss) eine Testung mit Allergenkomponenten (kleine Bruchstücke des Erdnussproteins, z.B. Ara h 2) durchzuführen, dies sind die einzelnen Proteinmoleküle des Allergieauslösers. Jedes Allergen besteht aus unterschiedlichen Proteinmolekülen, meist Aminosäuren, auf die eine Sensibilisierung stattfinden kann. Die molekulare Allergiediagnostik identifiziert dadurch nicht nur die Allergenquelle (z.B. Erdnuss), sondern die für die Sensibilisierung relevanten Allergenkomponenten. So können praktisch die einzelnen Bausteine einer Allergenquelle identifiziert werden und mit der Anamnese abgeglichen werden (z.B. Ara h 1/2/3/6 oder Ara h 8).

      Merke!
      Diese differenzierteren Untersuchungsergebnisse können dabei helfen, präzisere Aussagen für die endgültige Diagnose zu treffen! Für den Alltag des Patienten kann dies bedeuten, dass das Risiko auf schwere Reaktionen durch die spezifische Bestimmung der Sensibilisierung auf eine bestimmte Allergenstruktur besser einzuschätzen ist. Service des DAAB für Mitglieder: Wir sind Ihnen gerne bei der Interpretation der Ergebnisse behilflich.

      WICHTIG:

      Trotzdem bleiben auch Laborergebnisse – genau wie Ergebnisse aus Hauttestverfahren immer nur ein Hinweis. Letztendlich kann unabhängig von allen heute möglichen Testverfahren (Allergenextrakt oder Allergenmolekül) nur der Arzt in der Zusammenschau aller vorliegenden Ergebnisse entscheiden, ob eine Allergie besteht oder nicht. Nur ein einzelnes Testergebnis reicht nicht aus, da es immer im Kontext der individuellen Vorgeschichte des Patienten zu bewerten ist.

      Alternative Testungen: Sinn und Unsinn
      Auf dem Markt der alternativen Angebote zur Diagnose einer Lebensmittelallergie/-Unverträglichkeit tummeln sich viele Testverfahren, die den Patienten zur Kasse bitten. Allen gemeinsam ist, dass sie einer wissenschaftlichen Prüfung in Bezug auf die Diagnose einer Lebensmittelallergie nicht Stand halten. Gefährlich wird es wenn aufgrund solcher Testverfahren Allergikern einschneidende oder einseitige Pauschaldiäten vorgeschlagen werden. Nicht selten sind diese Diäten der erste Schritt in eine Essstörung.

      „Neurodermitiker sollen auf Zucker und Schweinefleisch oder besser gleich komplett auf tierische Produkte verzichten.“

      „Weizen gilt aktuell allgemein als schädlich“

      „Milchprodukte verschleimen angeblich bei Asthma bronchiale“

      „Spezielle Blutbestimmungen auf IgG-Antikörper zeigen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten an“

      „Eine Säurearme Ernährung hilft bei Allergien“ und so weiter und so fort….

      Selbst ernannte Experten werfen mit Pauschalempfehlungen nur so um sich. Leidtragender ist der Betroffene oder schlimmer noch die Kinder, sie sich gegen solche einschneidenden Diäten noch nicht einmal wehren können. Die Konsequenz solch restriktiver Diäten ist eine Fehlernährung und häufig eine starke emotionale Belastung.
      Trotz aller Schwierigkeiten einer Allergiediagnostik, sollten Allergiker lieber den seriösen Weg gehen als einschneidende und belastende Diäten durchzuführen oder viel Geld für dubiose Angebote auszugeben. 

      Merke!
      Die europäischen und die deutschsprachigen Allergiegesellschaften haben bereits 2009 eindeutig Stellung bezogen und warnen ebenfalls vor diesen Testungen mit Nahrungsmitteln ohne Aussagekraft bezüglich einer Nahrungsmittelallergie. 
       Auch Empfehlungen zum Einsatz der Rotations- oder Blutgruppendiäten sind nicht zielführend. Zu all diesen „Methoden“ gibt es keine Untersuchungen oder Studien, die eine Empfehlung für Neurodermitis-Patienten rechtfertigen. 
       

      Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) Wir informieren Sie gerne auch im persönlichen Gespräch.

      DAAB-Mitglieder können sich für eine individuelle Beratung direkt an unsere Experten wenden, Nichtmitgliedern bieten wir dazu eine erste kostenlose Basisberatung durch unsere Telefon-Hotline an. Für Mitglieder veranstalten wir auch regelmäßige Webinare (Online-Seminare), bei denen Sie Experten Fragen stellen können. Aktuelle Artikel mit vielen Tipps für den Alltag, Marktchecks, in denen wir Produkte, die für Allergiker ausgelobt werden, überprüfen, Informationen über neue Behandlungsmöglichkeiten lesen Sie als DAAB-Mitglied regelmäßig im DAAB-Magazin „Allergie konkret“.

      Dipl. oec. Troph. Marina Oppermann steht DAAB-Mitgliedern für Fragen rund um das Thema Lebensmittelallergien gerne zur Verfügung.

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      Viele weitere Vorteile erwarten Sie als DAAB-Mitglied.

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      0 21 66 – 64 788 88
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