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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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„Deutsch-allergisch - allergisch-deutsch“

Von Adrenalin bis Zöliakie - wir übersetzen für Sie!
Oft fliegen Patienten die Fremdwörter im Arztgespräch nur so um die Ohren und wenn sie später zuhause sind, stellt sich oft die Frage: was war das nochmal?
Auch der Arztbericht und die Allergie-Testergebnisse werfen häufig Fragen auf: Minorallergen, Konjunktivitis, Angioödem, Trigger, IgE… was heißt das eigentlich?
In unserem Allergie-Glossar übersetzen wir dies für Sie - kurz und knapp und auf einen Blick. Bei Fragen stehen wir gerne an Ihrer Seite und helfen Ihnen weiter. Als Mitglied im DAAB sind Sie nicht mehr alleine mit Ihren Sorgen und Nöten rund um Allergien, Asthma, Urtikaria oder Neurodermitis.

addremove Adrenalin

Adrenalin (Epinephrin) wird bei der Behandlung eines anaphylaktischen Schocks angewendet und ist Bestandteil eines Notfallsets für Menschen, die sich vor schweren allergischen Reaktionen auf individuelle Auslöser wie Nüsse oder Insektengift schützen müssen und lernen, einen Adrenalin-Autoinjektor im Notfall anzuwenden. 

addremove Allergen

Ein eigentlich harmloser Stoff, der vom Körper als „fremd“ erkannt wird und auf den das Immunsystem überempfindlich reagiert. Allergieauslöser können zum Beispiel Pollen, Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilben sein. Allergene sind meistens Proteine (Eiweisse).

addremove Allergie

Eine Überreaktion des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt wie Pollen oder Nahrungsmittel. Es gibt über 20.000 Stoffe (Allergene), die Allergien auslösen können.

addremove Allergietest

Bei Verdacht auf eine Allergie werden Allergietests durchgeführt, um den Auslöser der Allergie zu identifizieren oder auszuschließen. Man unterscheidet zwischen Haut-, Blut-(Labor-) oder Provokationstests.

addremove „Allergikerkarriere“

Davon spricht man, wenn die allergische Erkrankung bereits im Säuglings- und Kindesalter beginnt und sich mit unterschiedlichen Ausprägungen im Jugend- oder Erwachsenenalter fortsetzt. Die Kleinkinder mit zum Beispiel einer Nahrungsmittelallergie oder einem atopischen Ekzem, entwickeln dann bereits im Kindesalter oder als junge Erwachsene eine Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie und später ein allergisches Asthma. Dieser Etagenwechsel von der Allergie zum Asthma wird als typische Allergikerkarriere bezeichnet.

addremove Allergieprävention

Präventive, vorbeugende Maßnahmen, helfen das Allergierisiko für das Neugeborene in Familien mit allergischer Vorbelastung zu senken (Primärprävention). Von Sekundärprävention spricht man, wenn durch eine frühe Allergie-Diagnose einer Allergikerkarriere (Etagenwechsel) vorgebeugt werden kann.

addremove Allergologe

Es handelt sich hierbei um eine Zusatzqualifikation, d.h. der Arzt ist zum Beispiel Hals-Nasen-Ohrenarzt und Allergologe oder Kinderarzt und Allergologe oder Lungenfacharzt und Allergologe etc.

addremove Anamnese

Befragung zur Krankheitsgeschichte des Patienten. Sie ist ein wichtiger Baustein der Allergiediagnose, weil sie dem Arzt erste Hinweise auf den Auslöser geben kann.

addremove Angioödem

Ausgeprägte Schwellung tieferer Hautschichten, manchmal mit Schmerzen verbunden. Dabei sind oft auch die Schleimhäute in Mitleidenschaft gezogen. Angioödeme können 72 Stunden und länger anhalten.

addremove Anaphylaxie, Allergieschock, allergischer Schock, anaphylaktischer Schock

Die schwerste allergische Reaktion, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Sie tritt nur bei bestimmten Allergengruppen (etwa Insektengifte, Medikamente, Naturlatex oder Nahrungsmittel) auf.

addremove Antiallergikum/Antihistaminikum

Medikament, das die Allergie-Symptome beseitigt oder zumindest lindert, in dem es die Wirkung des allergiefördernden Stoffes Histamin durch die Blockade der Histaminrezeptoren unterbindet. Antihistaminika gibt es als Augentropfen, Nasenspray und als Tabletten.

addremove Antigen

Ein Antigen ist bei der Allergie eine Substanz, die zur Bildung von Antikörpern führt und eine Immunreaktion hervorruft. 

addremove Antikörper

Von Immunzellen gebildete Proteine (Immunglobuline), die an Antigene (bzw. Allergene) andocken. Die IgE-Antikörper lösen die allergische Sofortreaktion aus. Bei Allergien vom Soforttyp wie z.B. beim Heuschnupfen spielen Immunglobuline der Klasse E eine Rolle. Die IgE-Antikörper befinden sich an der Oberfläche der Mastzellen, je zwei Antikörper fangen dort je ein Allergen ein, dadurch wird aus den Mastzellen Histamin freigesetzt, es kommt zur allergischen Reaktion.

addremove Asthma bronchiale

Chronische Entzündung der Atemwege mit anfallweise auftretender Atemnot durch Verengung der unteren Atemwege und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur sowie Überempfindlichkeit der Atemwege. Man unterscheidet zwischen dem allergischen Asthma, das durch Allergene ausgelöst wird und dem intrinsischen Asthma, das als Ursache zum Beispiel Infekte haben kann.

addremove Atopie/Atopischer Formenkreis

Erblich bedingte Veranlagung (genetische Disposition), eine Allergie zu entwickeln. Atopiker haben ein größeres angeborenes Risiko nach einem Allergenkontakt Antikörper vom Typ IgE zu bilden und mit  allergischen Symptomen vom Soforttyp (Typ-I-Allergie) zu reagieren. Zu den atopischen Erkrankungen zählen Allergien, Asthma bronchiale und Neurodermitis (atopisches Ekzem).

addremove Atopische Dermatitis

Synonym für Neurodermitis und/oder atopisches Ekzem

addremove Atopie-Patchtest

Sonderform eines Epikutantestes, bei dem Inhalationsallergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel auf der Haut getestet werden, um herauszufinden, ob sie ein atopisches Ekzem verschlechtern. 

addremove Beta2-Sympathomimetika

Eine Medikamentengruppe mit Wirkstoffen für die Erweiterung der Bronchien bei Atemwegserkrankungen. Rasch wirksame ß-Sympathomimetika entspannen die Bronchialmuskulatur, öffnen schnell die Bronchien und werden in Notfällen oder in besonderen Situationen zum Beispiel vor dem Sport (Anstrengungsasthma) angewendet. Langwirksame Wirkstoffe entspannen und öffnen die Bronchien längerfristig und werden zusätzlich zu entzündungshemmendem Cortison angewendet. Dies ist immer dann notwendig, wenn eine alleinige Cortisonbehandlung zur Linderung der Atemwegssymptome nicht ausreicht. 

addremove Biologika

Neue Medikamentengruppe biotechnologisch hergestellter Eiweißsubstanzen, sogenannter monoklonaler Antikörper, die bei schweren Formen von Asthma bronchiale, Urtikaria (Nesselsucht) oder Neurodermitis (Atopisches Ekzem) eingesetzt werden können. 
Diese Medikamente binden sehr spezifisch bestimmte Moleküle und blockieren sie. Beispielsweise fängt ein Biologikum, das zur Behandlung von schwerem allergischem Asthma eingesetzt wird, die bei diesen Patienten erhöhten IgE-Antikörper ab, die dann keine allergische Entzündungsreaktion mehr auslösen können. Die Behandlung mit diesen Medikamenten muss in regelmäßigen Abständen erfolgen. Diese Medikamente gibt es als Tabletten oder als Injektionen (Spritzen) unter die Haut.

addremove Bronchiale Hyperreagibilität

Gesteigerte Bereitschaft auf verschiedene Reizfaktoren mit einer Verengung der Atemwege zu reagieren. Auslöser sind unspezifische, nicht immunologisch vermittelte Reize, beispielsweise Zigarettenrauch, Gerüche oder Düfte. Die Patienten reagieren mit Husten, Atemnot oder Engegefühl an den Bronchien. Eine Überempfindlichkeit zeigt sich häufig schon beim Kontakt mit geringen Konzentrationen des jeweiligen Reizstoffes. Bei dem Krankheitsbild Asthma bronchiale stellt die Überempfindlichkeit an den Atemwegen ein charakteristisches Symptom dar.

addremove Cromoglicinsäure

Wirkstoff, der als Mastzellen-Stabilisator wirkt und die Ausschüttung von Histamin reduziert. Er wirkt nicht im Akutfall, sondern kann bei allergischen Beschwerden, beispielsweise durch Pollenallergien, allenfalls zur vorbeugenden Anwendung eingesetzt werden. 

addremove Dauerschnupfen (chronische Rhinitis)

Inhalative Allergien zum Beispiel auf Frühblüher-und Gräserpollen führen meist zu einem saisonalen Heuschnupfen (saisonale Rhinitis) Ganzjährige inhalative Allergene wie der Kot der Hausstaubmilbe oder Schimmelpilzsporen können zu einem ganzjährigen Schnupfen (chronische Rhinitis) führen.

addremove Desensibilisierung

siehe: SIT /Spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung

addremove Ekzem

Hauterkrankung, die mit Rötung, Juckreiz, Bläschen- und Schuppenbildung oder nässenden Hautstellen einhergeht und verschiedene Ursachen haben kann, wie eine Kontaktallergie.

addremove Eliminationsdiät

Spezielle Diät, die durch ein systematisches Ausschlussverfahren Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufdeckt. Besteht der Verdacht, auf ein oder mehrere Lebensmittel als Allergieauslöser, so werden diese im Rahmen der „Suchdiät“ (zwei bis vier Wochen) aus dem Speiseplan gestrichen (eliminiert). Tritt nach dieser Zeit keine Symptomfreiheit oder keine wesentliche Linderung der Beschwerden ein, können die ausgelassenen Nahrungsmittel als Auslöser mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Wird der Betroffene unter der Diät symptomfrei, weist dies auf das vermutete Allergen hin. 
In der nächsten Phase werden dann die als mögliches Allergen in Frage kommenden Lebensmittel bewusst gegessen, um mögliche Reaktionen zu provozieren. Die Eliminationsdiät wird immer vom Arzt begleitet.

addremove Encasings / allergendichte Matratzenüberzüge

Bei einer Hausstaubmilbenallergie muss vor allem der Bettbereich geschützt werden. Dafür werden primär die Matratzen (eventuell zusätzlichauch Kissen und Oberbett) mit speziellen allergendichten Überzügen (Encasing) umhüllt. Diese sind aus einem sehr engmaschigen Gewebe und stellen so eine Barriere zu den vor allem in Matratzen lebenden Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen dar. Die Encasings müssen wasserdampf- und luftdurchlässig und bei mindestens 60 Grad waschbar sein.

addremove Eosinophile Granulozyten

Eosinophile Granulozyten spielen bei der allergischen Sofort- und Spätreaktion eine Rolle, da sie nach dem Kontakt mit den Antigenen Botenstoffe freisetzen und so die Entzündungsreaktionen auslösen.

addremove Epikutantest

Umgangssprachlich als Pflastertest bezeichnet, wird bei Verdacht auf eine Kontaktallergie eingesetzt. Dabei werden die Allergene mit Pflastern – für 48 bis 72 Stunden – auf die Haut (meist auf den Rücken) geklebt. Da sich Reaktionen bei Kontaktallergien meist verzögert zeigen (TYP IV-Reaktion / Spätreaktion), wird die Haut nach 48 und auch nach 72 Stunden begutachtet, um die Stärke der allergischen Reaktion einzuschätzen. 

addremove Etagenwechsel

Von einem Etagenwechsel spricht man, wenn die allergischen Symptome von „oben“ (Auge / Nase) nach „unten“ (Lunge/untere Atemwege) wandern. Primär bezeichnet dies den Wechsel vom Heuschnupfen zum Asthma bronchiale, der bei bis zu 40% aller unzureichend behandelten Pollenallergien auftritt.

addremove Exogen allergische Alveolitis

Allergische Erkrankung der Lunge mit einer verspäteten Immunreaktion, die durch andauerndes Einatmen organischer Partikel, beispielsweise von Schimmelpilzsporen, Vögeln oder Bakterien ausgelöst werden kann. Es kann zu akuten aber auch chronischen Entzündungen des Lungengewebes kommen. 

addremove Gesamt-IgE

Ein erhöhter Gesamt-IgE-Spiegel kann einen Hinweis auf das Vorliegen einer Allergie geben. Allergiker haben häufig erhöhte IgE-Werte. Dies ist besonders nach dem Allergenkontakt der Fall, beispielsweise bei einem Pollenallergiker während seiner Pollensaison. Normale IgE-Spiegel im Blut schließen aber das Vorliegen einer Allergie noch nicht aus. Die Bestimmung spezifischer IgE-Werte, der in Verdacht stehenden Auslöser, kann weitere Informationen für die Diagnostik liefern.  Erhöhte Gesamt-IgE-Spiegel findet man auch bei parasitären Erkrankungen und zellulären Immundefekten.

addremove Glukokortikoid

Medikament, das dem Nebennierenrindenhormon Cortison nachempfunden ist und entzündungshemmend wirkt. Es gibt in dieser Medikamentengruppe verschiedene Wirkstoffe und Darreichungsformen. Beispielsweise können Cortison-Wirkstoffe bei entzündeter Nasenschleimhaut in Form von antientzündlichen Nasensprays, bei Asthma bronchiale mit Hilfe von Asthma-Sprays wie Dosieraerosolen oder Pulverinhalatoren und bei allergischen Hautreaktionen in Form von Cremes, Gelen oder Salben angewendet werden. Die entzündungshemmende Wirkung kann in den meisten Fällen mit sehr gering dosierten Cortison-Präparaten erreicht werden.

addremove Glutenunverträglichkeit

siehe Zöliakie

addremove Gräserpollen

Gräserpollen (z.B. von Wiesenlieschgras, Rispengras, Wiesenknäuelgras, Weidelgras, Ruchgras, Glatthafer,) sind häufige Allergieauslöser (für Heuschnupfen). Generell muss ab April bis in den November hinein mit der Gräserblüte gerechnet werden. Eine höhere Pollenbelastung ist von Mai bis September zu erwarten, mit einer besonders hohen Pollenkonzentration im Juni und Juli. 

addremove Hausstaubmilbe

Die zu den Spinnentieren gehörenden Hausstaubmilben kommen im Innenraum natürlich vor und sind kein Zeichen mangelnder Hygiene. Hausstaubmilben ernähren sich vor allem von menschlichen Hautschuppen. Sie sind vor allem in Matratzen, Wohntextilien, Polstermöbeln und Teppichen anzutreffen. Das eigentliche Allergen ist nicht das Tier, sondern der Milbenkot, der allergieauslösende Eiweiße enthält und über die Luft eingeatmet werden kann.

addremove Hauttestungen

Testungen an der Haut erfolgen als Prick-, Intrakutan- und Epikutantest. Die Allergenlösungen werden dabei mit einer Lanzette in die Haut geritzt (Pricktest), mit einer feinen Nadel unter die Haut gepickt (Intrakutantest) oder mit einem Pflaster auf den Rücken appliziert (Epikutantest). 
Bei einem positiven Testergebnis auf das jeweilige Allergen bilden sich Quaddeln sowie eine Rötung, deren Größe und Intensität Aufschluss über die Stärke der allergischen Reaktion geben.
 

addremove Heuschnupfen

Allergische Rhinitis“ bezeichnet wissenschaftlich den Begriff „Heuschnupfen“. Eine allergische Rhinitis kann aber nicht nur durch Pollen sondern auch durch andere inhalative Allergieauslöser wie Haustaubmilben oder Tiere ausgelöst werden. Früher war mit Heuschnupfen eindeutig eine Pollenallergie gemeint, heutzutage können aber mit „Heuschnupfen“ umgangssprachlich auch die Symptome anderer Inhalationsallergien bezeichnet werden. 

addremove Histamin

Körpereigener Botenstoff, der der Abwehr körperfremder Stoffe dient. Histamin ist in den Mastzellen vorhanden und wird im Rahmen des allergischen Geschehens (fälschlicherweise vermehrt) ausgeschüttet, um eigentlich harmlose Stoffe (wie Pollen) abzuwehren. Histamin spielt eine wichtige Rolle als „Vermittler“ der allergischen Reaktion und löst Symptome wie Juckreiz, Anschwellung der Nasenschleimheut, Tränenfluss, etc. aus.

addremove Histaminintoleranz

Bei dieser Unverträglichkeit handelt es sich nicht um eine klassische Lebensmittelallergie, obwohl die Symptome ähnlich sind. Es werden jedoch keine IgE-Antikörper gebildet. Die Reaktionen treten bei jedem Kontakt mit Histamin auf. Nahrungsmittel mit einem natürlichen hohen Histamingehalt sind Fischarten wie der Tunfisch, gereifter Käse, geräucherte Fleisch- und Wurstwaren sowie Rotwein. Relevanz und Verbreitung des Krankheitsbildes der Histaminintoleranz wird zurzeit kontrovers diskutiert.

addremove Hypoallergen

Die Bezeichnung „hypoallergen“ ist kein offizieller Begriff und wird beispielsweise häufiger in der Kosmetikindustrie verwendet, um dem Verbraucher zu suggerieren, dass das so bezeichnete Produkt besonders gut verträglich ist und Sicherheit vor Allergien bietet. Der DAAB empfiehlt dem Verbraucher sich nicht auf solche Werbeaussagen zu verlassen, sondern in jedem Fall die Deklaration des Produktes genau zu lesen, um mögliche bekannte Allergieauslöser besser vermeiden zu können.

addremove Hyposensibilisierung (Allergie-Impfung, Desensibilisierung, Spezifische Immuntherapie – kurz SIT)

Bei dieser ursächlichen Allergie-Behandlung wird dem Allergiker der jeweilige Allergieauslöser (Allergen)   zugeführt, um ihn so an daran  zu gewöhnen und die Allergieempfindlichkeit herabzusetzen. Durch die Steigerung der Allergen-Dosis soll sich das Immunsystem an den Allergieauslöser gewöhnen und zukünftig die Abwehrreaktion gut herabsenken. Die Hyposensibilisierung kann (je nach Allergen) durch Spritzen (SCIT), Tropfen oder Tabletten (SLIT) erfolgen. Die Wirksamkeit gängiger Therapiepräparate wird in Studien überprüft. Sie unterliegen der Therapieallergenverordnung (TAV). Besonders erfolgreich wird die Hyposensibilisierung  bei Insektengift- und bei Pollenallergien angewendet. Erfolge zeigt sie auch bei Allergien auf Hausstaubmilben. Therapiepräparate für seltenere Allergieauslöser unterliegen nicht der Therapieallergenverordnung. Die Hyposensibilisierung soll bei geeigneten Patienten möglichst frühzeitig erfolgen, um die allergischen Beschwerden und den Medikamentenverbrauch zu minimieren und das Risiko für ein allergisches Asthma zu senken. Die Hyposensibilisierung kann auch bei gängigen Allergieauslösern bei bereits bestehendem und gut eingestelltem allergischen Asthma zur Minderung der asthmatischen Beschwerden und des Medikamentenverbrauchs eingesetzt werden. 

addremove IgE-Antikörper

Immunoglobulin E-Antikörper sind Bestandteil der körpereigenen Abwehr und beim Allergiker für die Vermittlung allergischer Sofortreaktionen (vom Typ I) verantwortlich. IgE tritt im Blut von Allergikern in erhöhter Konzentration auf und wird entsprechend in Bluttests (RAST) in der Labor-Diagnostik nachgewiesen. IgE-Antikörper bewirken die Freisetzung von Histamin, das wiederum die allergische Entzündungsreaktion auslöst.

addremove IgG

Antikörper, die zum Beispiel gegen Bakterien und Viren wirken. Der IgG-Antikörper-Test wird von fragwürdigen Anbietern für eine angebliche Diagnose von Nahrungsmittelallergien angeboten. Die europäischen Allergologie-Fachverbände raten einhellig dringend von dieser IgG-Diagnostik ab. Denn der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Nahrungsmittel im Blut ist eine normale Immunantwort (Lebensmittel wurde gegessen) und gibt keinen Aufschluss auf eine Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz. Diätempfehlungen aufgrund von IgG-Bestimmungen machen daher keinen Sinn.

addremove Inhalationsallergene

Allergieauslösern wie  Pollen, Hausstaubmilbenkot oder Schimmelpilzsporen,  die über die Luft verbreitet werden. Allergene in Pollen, Hausstaubmilbenkot oder Schimmelpilzsporen  gelangen an und in die Atemwege  und lösen die  allergischen Reaktionen aus. 

addremove Inhalative Kortikoide

Glukokortikoide werden natürlich von den Nebennieren gebildet. Sie besitzen antiallergische und entzündungshemmende Wirkungen. Die bei Asthma verwendeten inhalativen Glukokortikoide wirken topisch – also nur am Zielort in der Lunge, d. h. es treten kaum systemische Nebenwirkungen auf Das ist deshalb so, weil durch die Anwendung der Inhalationsgeräte in der Regel sehr geringe Dosierungen verwendet werden können. 

addremove Intrakutantest

Verdünnte Allergene werden durch eine Injektion (mit einer dünnen Nadel) unter die Haut (meist am Rücken) injiziert. Eine positive (allergische) Reaktion lässt sich anhand von Größe und Intensität bei Rötungen und Quaddeln erkennen und bewerten.

addremove Karenz

Allergenvermeidung, zum Beispiel der Verzicht auf ein bestimmtes Lebensmittel.

addremove Kontaktallergie/ Kontaktdermatitis

Allergische Reaktion der Haut, die durch den Kontakt mit Allergenen wie Nickel, Duftstoffe oder Farben auftritt. Die Symptome der Kontaktallergie gehen von Hautausschlag, Ekzemen, Rötungen über Juckreiz bis hin zu nässenden Hautstellen und treten meist zeitverzögert auf.

addremove Konjunktivitis

= Bindehautentzündung

addremove Kortison

Kortisonpräparate werden aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkung seit vielen Jahren etwa bei der Behandlung von Asthma, schweren inhalativen Allergien und Neurodermitis eingesetzt. Die früheren hohen Anwendungsdosen verursachten viele Nebenwirkungen. Die heutigen modernen Glukokortikosteroide werden lokal (am Ort des Geschehens) und minimal dosiert (z.B. als Nasen- oder Asthmaspray) eingesetzt. Nebenwirkungen sind bei richtiger Anwendung daher weitgehend vermeidbar

addremove Kreuzreaktion (Kreuzallergie)

Bei einer Kreuzreaktion kann der Körper ähnliche Eiweiße (Allergene) nicht unterscheiden. Die Betroffenen reagieren dann zusätzlich zu ihrer eigentlichen Allergie, zum Beispiel auf Frühblüher, plötzlich auch auf Lebensmittel wie Kern- und Steinobst sowie Nüsse. Diese Wechselwirkung zwischen Nahrungsmittel und Pollen, nennt man (pollenassoziierte) Kreuzreaktion (Kreuzallergie). 
Liegt eine Pollen-Allergie auf Frühblüher vor, können nachfolgende Lebensmittel Kreuzreaktionen auslösen: Nüsse, Kernobst und Steinobst, Möhren, Soja.
Bei Patienten, die auf Gräser und Getreide reagieren, sind dies beispielsweise: rohe Kartoffeln, Soja, Hülsenfrüchte, Tomaten sowie andere Getreide und Getreideprodukte.
Auch bei Pollenallergien kann es zu Kreuzreaktionen mit weiteren Pflanzenpollen kommen, die ähnliche allergene Strukturen besitzen wie der jeweilige Auslöser. Beispielsweise zeigen Süßgräser untereinander starke Kreuzreaktivitäten.
 

addremove Laktase

Enzym, das im Darm gebildet wird und den Milchzucker in Glukose und Galaktose aufspaltet, wodurch es die Verwertung der Laktose ermöglicht. Fehlt Laktase, kann es zu einer Laktose-Intoleranz kommen.

addremove Laktose (Milchzucker)

Laktose ist das Kohlenhydrat der Milch. Laktose ist ein wichtiger Inhaltsstoff, der in der Muttermilch vorkommt. Er liefert Energie und fördert auch die Aufnahme von Kalzium.

addremove Laktoseintoleranz

Bei dieser Unverträglichkeit fehlt dem Körper das Laktose spaltende Enzym Laktase. Der durch Milch und Milchprodukte aufgenommene Milchzucker kann dann nicht mehr vollständig abgebaut und verwertet werden. Dadurch kommt es im Darmbereich zu Gasbildung, Krämpfen, Blähungen und Durchfall.

addremove Leukotrien-Antagonist

Entzündungshemmender Wirkstoff zur Behandlung von Asthma oder allergischem Schnupfen.

addremove Majorallergene

Hauptallergene, auf die über 50% der Patienten mit der Bildung von spezifischem IgE, also einer Sensibilisierung reagieren.

addremove Mastzelle

Hauptsächlich in der Schleimhaut angesiedelter Zelltyp, der IgE-vermittelt, im Rahmen des allergischen Geschehens Histamin freisetzt.

addremove Mastzellstabilisatoren

Arzneimittel, die die Zellmembram der Mastzelle stabilisieren und die Ausschüttung von Histamin senken beziehungsweise verhindern.

addremove Minorallergene

Nebenallergene, auf die weniger als 10% der Patienten sensibilisiert sind.

addremove Nesselsucht (Urtikaria)

Die Nesselsucht (Nesselfieber) zeigt sich auf der Haut mit Rötungen, Schwellungen und Quaddeln. Das Erscheinungsbild gleicht dem Aussehen nach einem starken Brennnesselkontakt. Die Ursachen und Formen der Nesselsucht sind vielfältig.

addremove Notfallset

Patienten mit einem Anaphylaxie-Risiko sollten ein Notfallset besitzen. Dieses wird vom Arzt verordnet und besteht aus Adrenalin, Antihistaminikum und Cortison (unter Umständen auch aus einem Asthma-Notfallspray.) Zwingend erforderlich ist ein Adrenalin-Autoinjektor. Die Handhabung dieser Notfallspritze muss ebenso wie das Verhalten im Notfall regelmäßig trainiert werden. Auch die Haltbarkeit des Autoinjektors muss regelmäßig kontrolliert werden.

addremove Orales Allergiesyndrom

Mögliche Begleitreaktion eines Heuschnupfens, bei dem zusätzlich pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien bestehen. Das sind sogenannte Kreuzreaktionen auf  Nahrungsmittelbestandteile, die ähnliche allergene Strukturen aufweisen wie die Pollenallergene. Besonders typisch sind beispielsweise Allergien gegen Nüsse oder Äpfel bei einer Allergie auf Frühblüher wie Hasel, Erle, Birke.  Es treten Schwellungen, Zungenbrennen, Kratzen und Jucken im Halsbereich, in schwerwiegenderen Fällen Ödeme im Kehlkopfbereich bzw. an der Zunge auf, die Atemnot hervorrufen. Auch die Speicheldrüsen können von Schwellungen betroffen sein. 

addremove Peak-flow

Maximal erreichbare Atemstromstärke oder Atemflussgeschwindigkeit bei forcierter Ausatmung. Sie ist abhängig von der Mitarbeit, der Beschaffenheit der Atemwege und der Kraft der Atemmuskulatur.  Mit Hilfe des Peak-Flow-Meters, einem handlichen Gerät mit Mundstück, in das man nach dem Einatmen kräftig ausatmet, können Patienten mit Asthma bronchiale die Leistungsfähigkeit Ihrer Atemwege bestimmen und Verschlechterungen frühzeitig erkennen. 

addremove Placebo

Placebo (lat.) bedeutet „ich werde gefallen“. Es handelt sich um ein Schein-Medikament ohne Wirkstoff. In so genannten Placebo-kontrollierten Studien wird das Placebo-Medikament als Vergleich zum Präparat mit Wirkstoff eingesetzt.

addremove Pollen

Pollen wird von Samenpflanzen zur Fortpflanzung produziert. Die männlichen Pollenkörner gelangen durch Wind oder Insekten zu den weiblichen Blüten. Manche Pflanzen sind  insektenblütig und zudem in zweiter Linie windblütig.  Häufige Pollenallergieauslöser sind windblütig. Bei Allergikern verursachen sie als Allergene meist juckende Augen und tränende Nasen. Die Pollen der Frühblüher Birke, Erle, Hasel, Weide sowie Gräser-Pollen verursachen Allergikern die meisten Beschwerden. 

addremove Pollinosis

Allergie durch Luft-getragene Allergene Das Krankheitsbild wird landläufig meist als Heuschnupfen bezeichnet.

addremove Pricktest

Allergie-Hauttest,  bei dem die Test-Allergene auf die Haut aufgebracht und anschließend mit einer Lanzette eingeritzt werden. Bei einer allergischen Reaktion (vom Sofort-Typ) zeigen sich nach circa 10-20 Minuten Rötungen und Quaddeln (Schwellung der Hautstellen), die - im Vergleich zur Reaktion auf eine Kontrolllösung - Rückschlüsse auf das Ausmaß der Allergie ermöglichen.

addremove Provokationstest

Kontrolltest mit Allergenen, die direkt am betroffenen Organ getestet werden. Bei einer Lebensmittelallergie wird das allergieverdächtige Lebensmittel verzehrt, beim Pollenallergiker werden Pollen inhaliert.

addremove Pseudoallergie: (Pseudoallergische Reaktion)

Ist eine Unverträglichkeitsreaktion, die der allergischen Reaktion vom Soforttyp gleicht, aber im Blut nicht durch eine immunologische Reaktion (IgE) nachweisbar ist. 

addremove Quaddel

Quaddeln sind ovale oder runde meist juckende Hauterhebungen. Sie treten natürlicherweise bei Kontakt mit Brennnesseln auf und im allergischen Kontext bei Kontaktallergien oder bei Nesselsucht.

addremove Quincke-Ödem

Akut auftretende, bis zu 36 Stunden anhaltende, zum Teil sehr starke Schwellung tieferer Hautschichten, vor allem an Augenlidern und Lippen, aber auch an Händen, Füßen und Genitalbereich. Das Quincke-Ödem tritt im Rahmen von allergischen sowie anaphylaktischen Reaktionen und Urtikaria auf. 

addremove RAST-Test Radio-Allergo-Sorbent-Test.

Bestimmung der allergenspezifischen IgE-Antikörper im Blut als Nachweis für eine Immunantwort auf ein Allergen.

addremove Rhinitis

Schnupfen, der unterschiedliche Ursachen haben kann. Bei Allergien als Auslöser spricht man von der allergischen Rhinitis.

addremove Rhinokonjunktivitis (allergische)

Allergische Rhinitis kombiniert mit einer (allergiebedingten) Bindehautentzündung der Augen.

addremove Sensibilisierung

Erste Stufe des allergischen Geschehens, die der Entwicklung einer Allergie voraus geht. In diesem Stadium bildet das Immunsystem IgE-Antikörper, die ein bestimmtes Allergen fortan als „Feind“ erkennen. Die Sensibilisierung ermöglicht die zukünftige allergische Reaktion auf das Allergen, muss aber nicht zwangsläufig zu einer Allergie führen. Es kann jedoch bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen zu einer allergischen Reaktion kommen. Besteht eine Sensibilisierung, liegen jedoch keine Symptome vor, muss keine Allergietherapie erfolgen

addremove Sinusitis (allergische)

Allergische Entzündung der Nasennebenhöhlen, bei der die Nasennebenhöhlenschleimhäute anschwellen. Wird die Erkrankung durch mangelnde Belüftung und Sekretabfluss der Nebenhöhlen chronisch, leidet der Patient unter diesen Symptomen länger als drei Monate pro Jahr oder erleidet mehr als drei akute Sinusitisschübe pro Jahr. 

addremove Sofort-Typ-Reaktion

Allergien des Sofort-Typs (Typ I-Reaktion) zeigen die Allergie-Symptome innerhalb der ersten Stunde nach Allergenkontakt. Die Beschwerden werden ausgelöst durch IgE-Antikörper. Die schwerste und potentiell lebensbedrohlich verlaufende Sofort-Typ-Reaktion ist die Anaphylaxie.

addremove Spät-Typ-Reaktion

Hier treten die Allergie-Symptome, zum Beispiel bei Kontakt-Allergien, erst nach sechs bis zu 72 Stunden auf. Die Reaktionen werden nicht durch IgE-Antikörper vermittelt (Typ IV-Reaktion).

addremove Spezifisches IgE

Wird für einen bestimmten Allergieauslöser spezifisches IgE im Blutserum nachgewiesen, liegt eine Sensibilisierung auf den entsprechenden Allergieauslöser vor. Es muss geprüft werden, ob diese Sensibilisierung auch eine klinische Relevanz besitzt, also wirklich allergische Reaktionen auslöst. 

addremove Spezifische Immuntherapie (SIT)

siehe Hyposensibilisierung

addremove Subkutan

Subkutan bedeutet „unter die Haut“, beispielsweise bei der Verabreichung von Therapiepräparaten bei der Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie).

addremove Topische Anwendung / Topische Therapie

Anwendung von medizinischen Wirkstoffen wie Salben oder Asthmasprays lokal dort, wo sie auch wirken sollen.

addremove Trigger

Verstärkender Faktor. Beim Asthma spricht man von Triggern zum Beispiel bei Düften oder Kälte, die eine Atemnot verstärken oder auch auslösen können, bei Allergien von Situationen wie Anstrengung, Stress, die eine allergische Reaktion oder einen Neurodermitisschub verstärken können.

addremove Urtikaria, Nesselsucht, Nesselfieber

Hautschwellungen (Quaddeln) und Rötungen der Haut, die innerhalb von Minuten entstehen und auch wieder verschwinden können. Die Urtikaria kann verschiedene Ausprägungen, Formen und Auslöser (Medikamente, Hitze, Kälte, Lebensmittel, Infekte, etc.) haben. Sie kann einmalig, sporadisch oder chronisch sein.

addremove Winterfuß, atopischer Winterfuß

Beim Auftreten von trockenen, teils auch juckenden oder schuppenden Hautveränderungen an den Zehen oder am ganzen Fuß während der kalten Jahreszeit, spricht man von atopischen Winterfüssen. 

addremove Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut, ausgelöst durch eine Gluten-Unverträglichkeit. Gluten ist das Klebereiweiß verschiedener Getreidesorten. Bei Zöliakie ist der Nährstoffaustausch behindert, so dass Nahrungsmittelbestandteile unverdaut bleiben. Die Zöliakie ist nicht heilbar, so dass der vollständige Verzicht auf glutenhältige Getreidesorten die einzige Therapieoption ist.

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