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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Auf den Notfall vorbereitet sein

Für Mitarbeiter in Kita und Schule, die Eltern und die Kinder ist es wichtig, über die Allergie, deren Auslöser, Risiken und Hilfsmöglichkeiten informiert zu sein und sich damit auseinanderzusetzen. Die Vereinbarung sinnvoller Maßnahmen zur Allergenvermeidung stehen dabei im Vordergrund.

HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DEN NOTFALL

Überprüfen Sie bei der Planung von Ausflügen, Festen oder Ähnlichem, dass folgende Unterlagen in aktueller Version vorliegen und befragen Sie die Eltern nochmals, ob sich etwas geändert hat.

✓   Fragebogen zur Unverträglichkeit des Kindes

✓   Liste der Allergieauslöser mit verträglichen Ersatzprodukten

✓   Notfall-Plan mit Eintrag der Medikamente und Ort des Notfall-Sets

✓   Ermächtigungsbescheinigung der Eltern zur Medikamentengabe

✓   Notfall-Set mit Namen des Kindes ist vorhanden (Ort der Lagerung)

 

Kommunikation im Vorfeld

Zuständigkeit der Eltern

  • Kita/Schule über die Allergie des Kindes informieren.
  • Schriftliche Unterlagen und klar gekennzeichnete Medikamente zur Verfügung stellen.
  • Aktualisierten Anaphylaxie-Notfallplan mit dem Foto des Kindes vorlegen.
  • Medikamente nach Ablauf der Haltbarkeit oder nach Gebrauch austauschen.
  • Mit allen Beteiligten Verhalten im Notfall üben.
  • Informationen über Notfall-Kontakte zur Verfügung stellen.
  • Schulen des Kindes altersgemäß im Selbstmanagement mit der Allergie, damit es weiß, wie und wann es Betreuungspersonen mitteilt, wenn allergische Beschwerden auftreten.

Zuständigkeit der Kita/Schule

  • Kinder mit Lebensmittelallergien integrieren: Die Allergie darf kein Ausschlusskriterium für Aktivitäten im Rahmen der Einrichtung sein.
  • Es muss sichergestellt werden, dass die Allergieauslöser in Mahlzeiten sowie Projekten nicht verwendet werden oder ein entsprechende Management betrieben wird, damit es nicht zu Kontaminationen kommt.
  • Mitarbeiter der Einrichtung, die mit dem Kind in Kontakt stehen, müssen über die Allergie aufgeklärt sein, die Beschwerden einer anaphylaktischen Reaktion erkennen und wissen, was im Notfall zu tun ist.
  • Maßnahmen des Notfallmanagements anhand des Anaphylaxie-Notfallplans einüben.
  • Es muss sichergestellt werden, dass das Notfallset zur Soforthilfe an einem leicht zugänglichen, sicheren Ort, der gut erreichbar ist aufbewahrt wird.

Integration der Kinder

Bei der Umsetzung inklusiver Spiel- und Lernsituationen steht im Fokus, die Kinder darin zu unterstützen, ihre jeweiligen individuellen Bedürfnisse und Interessen besser kennen und verstehen zu lernen.

 

Praxismöglichkeiten um diegemeinsamen Situationen zu fördern

Beispiel: Thementag Allergien/Unverträglichkeiten. Spiel-, Lern- und Essenssituationen als Anlass, um Unverträglichkeiten zu thematisieren:

  • Bei der Betrachtung eines Bilderbuches, in dem Nahrungsmittel abgebildet sind, können Lebensmittelallergien und Erfahrungen damit angesprochen werden. Sicherlich gibt es auch Kinder mit anderen Allergien, die spielerisch entdeckt werden können.
  • Ein Morgenkreis oder eine Kinderkonferenz kann genutzt werden, Allergien und den Umgang damit zu besprechen. Das kann Gespräche initiieren und den Austausch von Fragen sowie Erlebnissen der Kinder zum Thema fördern. Dies ermöglicht zudem den Mitarbeitern einen Einblick in den bisherigen Kenntnisstand der Kinder.
  • Die Raumgestaltung kann den Austausch unter den Kindern anregen, zum Beispiel durch eine Spielecke mit Holz- oder Stofflebensmitteln oder einen Einkaufsladen.
  • Lebensmittel in der Küche der Kita können gemeinsam mit den Kindern erforscht werden und zum Beispiel mit dem Bild einer Nuss beklebt werden, wenn Nüsse enthalten sind. Gemeinsam kann überlegt werden, was alternativ gekauft werden könnte.
  • Viele spielerische Anregungen zu Allergien, Asthma und Neurodermitis sowie weitere hilfreiche Informationen bietet auch die DAAB-Kinderseite www.alleleland.de.

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