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Bronchitisformen Akute Bronchitis

Die akute Bronchitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bronchien, bei der meist die größer verzweigten unteren Atemwege betroffen sind. Das Leitsymptom ist ein starker, schmerzhafter Reizhusten. Sie entsteht meist in Zusammenhang mit einer Erkältung oder einer Grippe und ist weit mehr als ein banaler Infekt.

Als Ursache kommen unterschiedliche Auslöser in Frage:

  • virale und bakterielle Infekte
  • Erkrankungen wie Keuchhusten, Masern u.a. können eine akute Bronchitis auslösen.
  • seltener Pilze (wie Candida albicans)
  • Reizstoffe wie eine ständige Belastung mit Stäuben, Rauch, Dämpfen oder Chemikalien am Arbeitsplatz können als Auslöser in Betracht kommen.

Die Leitsymptome einer akuten Bronchitis sind Husten und Auswurf als Ausdruck einer vermehrten Schleimproduktion in den Bronchien durch die Entzündung. Begleitet wird der Husten von einem typischen rasselnden Atemgeräusch. Der Auswurf ist zumeist weiß, bei bakteriellem Infekt auch gelb bis grünlich verfärbt. Der Krankheitsbeginn ist akut, oft begleitet von Fieber.

Die Dauer erstreckt sich bei unkompliziertem Verlauf über zwei bis drei Wochen. Unter ungünstigen äußeren Bedingungen (kalte Jahreszeit, Einatmung schädlicher Stoffe wie Tabakrauch, Staubexposition am Arbeitsplatz) kann sich die Bronchitis jedoch über sechs bis acht Wochen hinziehen. Die akute Bronchitis tritt im Winter wesentlich häufiger auf als in den Sommermonaten.

Auch im Kindesalter sind Virus-Infekte die häufigste Ursache für die akute Bronchitis. Oft geht die akute Bronchitis bei Kleinkindern mit einer Atemwegsverengung (Spastische Bronchitis) einher. In den ersten drei Lebensjahren wird die „Spastische Bronchitis“ bei etwa 20 Prozent aller Kinder beobachtet und zählt damit zu den häufigen Erkrankungen in dieser Altersgruppe.

Die Symptomatik ähnelt der des Bronchialasthmas, sodass in den ersten Lebensjahren die Trennung zwischen Asthma und Bronchitis häufig nicht klar ist. Die Beschwerden sind gekennzeichnet durch überwiegend trockenen Husten, sichtbare Erschwerung der Ausatmung und pfeifende Atemgeräusche. Hält diese Symptomatik über mehr als vier bis sechs Wochen an und / oder wiederholen sich solche Episoden der akuten Erkrankung zwei- bis dreimal pro Jahr, so spricht dies mehr für ein Asthma als für eine Bronchitis. Wegen des kurzen Spontanverlaufs (Rückbildung innerhalb von drei Wochen) ist eine intensive Therapie zumeist nicht erforderlich. Sie sollten allerdings in jedem Fall den Arzt aufsuchen, um die akuten Beschwerden zu lindern. Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ursache der Bronchitis. Muss die durch Bakterien verursachte Bronchitis mit Antibiotika behandelt werden, reicht bei der viral verursachten Bronchitis die Behandlung der Beschwerden.

Achtung: Kinder von rauchenden Eltern haben etwa doppelt so häufig unter Atemwegserkrankungen zu leiden wie Kinder, die im Nichtraucherhaushalt aufwachsen.

Einfache chronische Bronchitis

Die Symptome der „einfachen“ Bronchitis sind Husten mit Auswurf aufgrund einer entzündungsbedingten Überproduktion von Bronchialschleim. Die Symptomatik ist zumeist morgens nach dem Aufwachen am stärksten ausgeprägt. Dies gilt vor allem für die am häufigsten zugrundeliegende "Raucherbronchitis". Die Prognose der einfachen chronischen Bronchitis ist zumeist günstig. Allerdings ist bei fortgesetztem inhalativen Rauchen das Risiko für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) erhöht.

Chronisch-obstruktive Bronchitis

Im Gegensatz zur einfachen chronischen Bronchitis, die in den meisten Fällen einen harmlosen Verlauf nimmt, ist die chronisch-obstruktive Verlaufsform eine Ernst zunehmende und im Spätverlauf schwerwiegende Erkrankung. Sie ist eine häufige Ursache für vorzeitige Invalidität, mindert die Lebensqualität erheblich und wirkt sich verkürzend auf die Lebenserwartung aus.

Die Symptome können vielfältig und für den Patienten sehr belastend sein:

  • Husten und Auswurf.
  • Atemwegsverengungen und somit Luftnot. Zunächst nur bei stärkerer körperlicher Anstrengung, später bereits bei geringsten Belastungen im Alltag und schließlich phasenweise auch in Ruhe.
  • Der Aktionsradius des Betroffenen wird dadurch auf ein Minimum reduziert, so dass geringste Belastungen wie das An- und Auskleiden, der Gang zur Toilette u.a. durch Luftnot äußerst beschwerlich werden.
  • Ein eingeschränkter Gasaustausch
  • Ein Teil der Patienten leidet auch unter einer unspezifischen bronchialen Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität), so dass bei geringsten Reizen der Bronchialschleimhaut durch Kälte, starke Gerüche, körperliche Anstrengung oder Infekte anfallsartige Luftnot bis hin zu Erstickungsangst auftreten kann.

Hilfe bei Bronchitis und COPD

COPD ist die englische Abkürzung für chronic obstructive pulmonary disease, chronische Lungenerkrankungen mit dauerhafter Verengung der Atemwege. Dazu gehört die reine Form der chronisch obstruktiven Bronchitis, Mischformen z.B. in Verbindung mit einem überempfindlichen Bronchialsystem oder mit einem Asthma bronchiale und das chronisch obstruktive Lungenemphysem.

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