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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Jucken, Quaddeln, Schwellungen: Was hilft bei Nesselsucht?

 /  Marina Oppermann

Es juckt, die Haut zeigt Rötungen, Quaddeln oder Schwellungen – ähnlich wie nach dem Kontakt mit Brennnesseln. Diese gaben der Urtikaria auch ihren umgangssprachlichen Namen: Nesselsucht.
Die Auslöser einer Urtikaria sind vielfältig, ihre Ursachen komplex und wissenschaftlich noch nicht völlig geklärt.

Der DAAB klärt auf mit der Online-Urtikariawoche

Jeder Vierte hierzulande kennt eine Urtikaria aus eigener Erfahrung – Frauen häufiger als Männer. Je nach Auslöser, Dauer und Verlauf der Erkrankung werden spezielle Formen unterschieden.
Besonders die chronische Variante setzt den Betroffenen in Alltag und Beruf zu.
Was Betroffene über die Urtikaria wissen sollten, wie sie diagnostiziert und behandelt wird und welche Formen es gibt, dazu informieren 20 Experten in der ersten Online-Urtikariawoche des DAAB vom 1.-8.10.2020.

Jetzt anmelden unter www.online-urtikariawoche.de
8 Tage, 20 Experten, 100% kostenfrei
Die Beiträge können Sie sich bis zum 12. Oktober anschauen- wann immer Sie möchten.

Urtikaria: Ein Name – viele Formen

Die Spontane Urtikaria-Form ist die häufigste Form der Nesselsucht. Der Begriff „spontan“ beschreibt das plötzliche Auftreten der Beschwerden ohne erkennbaren Grund. Auslöser und Ursache sind im ersten Moment nicht ersichtlich. Hält die spontane Urtikaria nur einige Tage an, spricht der Arzt von einer akuten spontanen Urtikaria. Bei längerem Krankheitsverlauf ist es die chronisch spontane Urtikaria (csU).
Dem gegenüber stehen die chronisch induzierbaren Urtikaria. Hierbei entstehen die Symptome nur nach Kontakt mit zum Beispiel bestimmten physikalischen Reizen. Diese Reize können durch Wärme, Kälte, Druck oder Vibration entstehen. Auch können Arzneimittel, Nahrungsmittel oder der Kontakt mit bestimmten Substanzen oder Pflanzen eine Urtikaria auslösen.

Schnell behandeln, gründlich suchen

Besonders zu Beginn der Erkrankung kommt es darauf an, die Symptome der Nesselsucht schnell zu behandeln, anstatt das Augenmerk nur auf die Diagnose und mögliche Auslöser zu richten. Die aktuelle Leitlinie empfiehlt für die Diagnostik deshalb ein gezieltes, systematisches Vorgehen bei gleichzeitiger Therapie der Symptome. Die Suche nach den Auslösern kann bis zu zwei Jahre dauern; in einigen Fällen lässt sich gar kein Trigger ausfindig machen. Besonders bei der chronischen Urtikaria ist detektivische Kleinarbeit beim Aufspüren der individuellen Trigger gefragt. Zunächst sind andere Erkrankungen sicher auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen. Dann gilt es, mit Hilfe des Patienten die möglichen Trigger einzugrenzen. Eine präzise Dokumentation, unter welchen Umständen und in welcher zeitlichen Abfolge die Beschwerden auftreten, kann Patient und Arzt auf die richtige Spur bringen. Die Liste möglicher Zusammenhänge ist lang. Sie reicht von bestimmten Medikamenten und Nahrungsmitteln über Infektionen, Stress, Allergien und Autoimmunerkrankungen bis zu Begleitsymptomen, Menstruationszyklus und körperlicher Belastung.

Therapieziel: Lebensqualität verbessern

Eine chronische Urtikaria bedeutet für die Betroffenen eine schwere körperliche und psychische Belastung, denn zum einen sind die Krankheitsschübe nicht vorhersehbar, zum anderen können Symptome wie der ständige Juckreiz Schlafstörungen verursachen, die wiederum zu Einbußen in der Leistungsfähigkeit und im seelischen Wohlbefinden führt. Nicht wenige Patienten ziehen sich wegen ihrer Erkrankung aus ihrem sozialen Umfeld mehr und mehr zurück. Umso wichtiger ist es, das gesamte zur Verfügung stehende Therapiespektrum zu nutzen.

Das ist nach Erkenntnissen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes längst nicht immer der Fall: „Die Behandlungsmöglichkeiten der Urtikaria haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Schaut man sich allerdings die aktuelle Behandlung der Patienten an, stellt sich die Frage, warum die neuen und effektiveren Therapieoptionen noch so selten eingesetzt werden“, erklärt Andrea Wallrafen, Bundesgeschäftsführerin des DAAB.

Sind Sie selbst von juckendem Hautausschlag und Quaddeln an der Haut betroffen oder ein Familienmitglied? Möchten Sie aktuelle, fundierte und auf den Punkt gebrachte Informationen zu diesen Themen?
Dann melden Sie sich jetzt kostenfrei und unverbindlich für die Online-Urtikariawoche an unter www.online-urtikariawoche.de

Die Beiträge können Sie sich bis zum 12. Oktober anschauen.