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Asthma-Management durch Eigenkontrolle Peak-Flow-Messung

Der Patient kann ganz entscheidend zum besseren Asthma-Management beitragen, indem er regelmäßig zu Hause mit dem Peak-Flow-Meter die Ausatmungsgeschwindigkeit misst. Die Messungen sollten zwei- bis dreimal täglich erfolgen und in ein Asthmatagebuch eingetragen werden. Mithilfe eines Ampelschemas kann anhand des Peak-Flow-Protokolls der Verlauf der Erkrankung erkannt werden. Das Ampelschema sollte immer mit einem Facharzt erarbeitet werden, der zusammen mit dem Patienten auch den persönlichen Bestwert festlegt.

Das Peak-Flow-Meter ist ein handliches Geräte mit einem Mundstück, in das Sie nach dem Einatmen kräftig hineinpusten beziehungsweise ausatmen.

Die Leistungsfähigkeit der Atemwege kann bestimmt werden und regelmäßig zu Hause oder auch auf Reisen überprüft werden. So kann man eine Einschätzung zum Grad der Verengung der Atemwege und zum Istzustand des Asthmas erhalten. Die Messung ist einfach durchzuführen. Die Ergebnisse können täglich in ein Tagebuch eingetragen werden. Diese regelmäßige Kontrolle ermöglicht Patient und Arzt einen guten Überblick über die Entwicklung des Asthmas zu erhalten. Das Tagebuch sollte daher zu jedem Arztbesuch mitgebracht werden.

So messen Sie den Peak-Flow richtig

Benutzen Sie das Peak-Flow-Meter beim ersten Mal am besten unter Anleitung (Arzt, Asthma-Trainer, geschultes Personal).

  1. Vorbereiten: Schieben Sie die Messanzeige ganz nach unten (auf 0), stellen Sie sich hin oder gegebenenfalls setzen Sie sich aufrecht hin und halten Sie das Gerät gerade, waagerecht vor den Mund.
  2. Messen: Atmen Sie so tief wie möglich ein, umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen und atmen Sie so kräftig und schnell wie möglich mit einem kräftigen Atemstoß in das Gerät aus. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Kerze auspusten. Die Messanzeige darf dabei nicht durch die Finger behindert werden. Der erreichte Wert wird in Litern Luft pro Minute angezeigt. Wiederholen Sie die Messung 2-3x hintereinander.
  3. Ablesen und Eintragen: Tragen Sie den höchsten Wert der Messungen in das Tagebuch ein. Die Messwerte können im Protokoll miteinander verbunden werden, so dass sich ein besserer Überblick über Schwankungen der Messwerte ergibt. Für COPD-Patienten sind die Aussagen des Peak-Flow-Verlaufs und zusätzlich das Beschwerdeprotokoll zur Beurteilung einer stabilen-instabilen Lunge sehr wichtig.

Ermitteln Sie Ihren persönlichen Peak-Flow-Bestwert (Atemstromstärke) und messen Sie diesen dann regelmäßig, beispielsweise morgens und abends.

Asthma-Management durch Eigenkontrolle Peak-Flow-Messung

  • Ist der Peak-Flow-Wert bei 80-100 Prozent Ihres gemessenen Bestwertes ist alles in Ordnung.
  • Beträgt der Wert nur noch 60 - 80 Prozent des Bestwertes müssen Sie aktiv werden. Klären Sie mit Ihrem Arzt ab, warum sich Ihre Asthmawerte verschlechtert haben. Erhöhen Sie die Dosis Ihrer Medikamente in ärztlicher Absprache.
  • Fällt Ihr Peak-Flow-Wert unter 60 Prozent Ihres persönlichen Bestwertes gilt Alarmstufe Rot! Suchen Sie schnell einen Arzt auf.

Ihren Peak-Flow-Bestwert ermitteln Sie während einer möglichst beschwerdefreien Zeit. Sie messen über die Dauer von zwei Wochen mehrmals täglich Ihren Peak-Flow-Wert und halten den höchsten Wert dieser Phase als persönlichen Bestwert fest. An diesem Wert richtet sich Ihr weiteres Asthma-Management aus. Ihr Arzt legt mit Ihnen gemeinsam fest, welcher Peak-Flow Wert eine Erhöhung oder Änderung Ihrer Medikation bedeutet. Erarbeiten Sie zusammen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin einen Notfallplan. Darin wird die Medikamenteneinnahme bei einem Atemnot-Anfall festgelegt.

Einen Asthma-Notfallplan können Sie beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) unter info[at]daab[dot]de erhalten.

Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. Dort erhalten Sie als Mitglied weitere Informationsmaterialien und eine detaillierte Beratung durch das DAAB-Wissenschaftsteam.

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