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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Schnupfen, Husten & Co Die Pollen der Birke fliegen

 /  Sonja Lämmel

In vielen Regionen herrscht aktuell ein regelrechter Birkenpollen-Alarm und die schönen Tage versprechen auch in den nächsten Tagen viele Pollen in der Luft. Gerade jetzt wo Husten, Atemnot oder Halsschmerzen eher an eine Corona-Infektion denken lässt, besteht bei vielen Menschen eine große Unsicherheit.

Unterschied Virus-Infektion versus Allergie

Es gibt einfache und sichere Kriterien mit denen eine Allergie von einer Virusinfektion zu unterscheiden ist. Eine Allergie tritt plötzlich auf, meist haben sich in den Jahren zuvor schon Beschwerden gezeigt. Allergien treten mit Augenjucken, -tränen auf. Die Nase läuft und es zeigen sich regelrechte Niesattacken. Eine Niesattacke tritt bei der Allergie anfallsartig, meist bei Ortswechsel auf. Die Beschwerden sind draußen schlimmer als im Haus. Bei einer Allergie gibt es kein Fieber, wie bei einer Virusinfektion. Auch keine Gliederschmerzen. Halsschmerzen sind ebenfalls selten.

 

Doch was hilft wirklich? Wir haben die besten fünf Tipps zusammengestellt.

1. Sie möchten auf regelmäßiges Lüften nicht verzichten, aber mit jedem Mal kommen mehr Pollen herein? Engmaschige Pollenschutzgitter (gibt es in weiss und in schwarz) an den Fenstern halten den größten Teil zurück, aber durch den geringeren Austausch der Luft muss länger gelüftet werden.

2.Ihre Kleidung sammelt die Pollen von draußen ein und so gelangen sie in die Innenräume. Besser nicht im Schlafzimmer ausziehen, denn hier halten sie sich in den Nachtstunden sehr lange auf. Mit dem Kurzwaschprogramm sind sie schnell herausgewaschen. Danach lieber drinnen trocknen lassen, denn hängt die Wäsche im Freien, hängen sich auch die Pollen daran.

3. Zuviel Sport im Freien vermeiden. Beim Sport wird der erhöhte Sauerstoffbedarf durch Mundatmung gedeckt, was die Atemwege reizt und zu stärkeren Reaktionen führt. Nach dem Regen geht es oft besser, denn die Pollen wurden aus der Luft „gewaschen“. Doch Vorsicht: Nach Gewittern ist es schlimmer, den die Pollen werden in Bodennähe gedrückt und allergene Partikel werden zusätzlich aus den Pollen herausgeschlagen

4. Sonnenbrillen, die um die Augen dicht abschließen, schützen die Augen vor Licht und Pollen.

5. Atmen Sie möglichst durch die Nase. Die feinen Flimmerhärchen filtern einen Teil der Pollen heraus. Mit einer Nasendusche können Sie die Pollen wieder aus der Nase spülen. Verwenden Sie möglichst keine Nasensalben, - gele oder –puder. Sie verkleben die Nasenhaare und beeinträchtigen die Filterfunktion.

Und zu guter Letzt: Großmutters Tipp

Ein Tipp aus Großmutters Zeiten hilft Heuschnupfengeplagten im Alltag ebenfalls: Die Nasendusche. Hierbei werden die Gänge der Nasenhöhle mit einer Salzlösung gespült. Dadurch werden Pollen und Sekret einfach hinaus transportiert. Der Allergenkontakt wird unterbrochen. Nasenduschen sind in Drogerien und Apotheken erhältlich.

Und: Vor dem Zubettgehen möglichst die Haare waschen und die Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers ablegen, um die Allergene nicht mit ins Bett zu nehmen.