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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Wie können wir Ihnen helfen?

Bauchgesunde Ernährung

Zeit fürs Essen lassen und regelmäßige Mahlzeiten und Essen in angenehmer Atmosphäre sind wichtige Bausteine, um eine gute Verdauung zu erzielen. Doch dabei ist die Zusammensetzung und Qualität der Lebensmittel von großer Wichtigkeit. Besonders die Verdauungsvorgänge im Dünn- und Dickdarm lassen sich durch eine überlegte Zusammensetzung der Mahlzeiten wesentlich verändern und Blähungen, Krämpfe, Durchfälle oder Verstopfung positiv beeinflussen.

Eiweiße – Baustoff des Lebens

Der Begriff Eiweiß beziehungsweise Protein beschreibt den Zusammenschluss verschiedener Aminosäuren, wobei diese die Qualität eines Eiweißes bestimmen. Bei den verschiedenen Verdauungsprozessen nehmen sie eine wichtige Rolle ein. Die Proteinverdauung selbst beginnt zu kleinen Anteilen bereits im Mund. Aber die Hauptvorbereitung der Proteine erfolgt im Magen. Dadurch ist ihre Verweildauer im Magen deutlich länger als etwa die der Kohlenhydrate und daher sorgen eiweißreiche Speisen für eine längere Sättigung.

Empfehlenswert für eine darmgesunde Kost ist eine sinnvolle Kombination aus pflanzlichen und tierischen Eiweißen. Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse und Ölsaaten sowie Sauermilchprodukte, Fisch, Fleisch und Eier sind gute Eiweißlieferanten. Welche Sorten in die Bauchschmeichler-Kost gehören, verraten wir Ihnen gerne in unserem ausführlichen Infopakt zur Bauchschmeichler-Kost, dass wir unseren Mitgliedern kostenfrei anbieten.

    Fette – nicht low, nicht high, sondern moderat

    Fette sind Energieträger Nummer eins. Sie liefern fast doppelt so viel Energie wie Eiweiß und Kohlenhydrate. Speziell für die darmgesunde Kost ist eine strikte Fettsenkung fatal. Fette erhöhen nämlich deutlich mehr als die Proteine die Verweildauer der Speisen im Magen. Der Speisebrei wird also noch langsamer in den oberen Dünndarm abgegeben. Speziell für Menschen mit Blähungen ist eine angemessene fettreiche Ernährung wichtig, da die entstehende Luft im Darm besser abgebaut werden kann. Allerdings zählt auch hier wieder die Qualität der Fette. Bedenken Sie bei der Auswahl und bei der Festsetzung der Mengen, dass das Nahrungsfett im Magen und Dünndarm länger „liegt“ und im ersten Moment, wenn Sie es nicht gewohnt sind, ein Völlegefühl auslösen kann. Das mag zu Beginn ungewohnt sein, aber aus den vorab genannten Gründen ist dies erwünscht, weil es für eine geregelte Verdauung notwendig ist. Das richtige Maß muss hier gefunden werden und wir sind Ihnen gerne behilflich. Unser Infomaterial zur Darmgesunden Ernährung, erklärt Ihnen ganz genau woraus Sie achten sollten.

      Kohlenhydrate – am Ende doch nur Zucker

      Die wohl strittigste Nährstoffgruppe für unsere Bauchschmeichler-Kost sind die Kohlenhydrate. Der Grundbaustein aller Kohlenhydrate sind Einfachzucker, die schnell in den Darm gelangen. Nur in dieser Form kann der Körper die Kohlenhydrate resorbieren. Wenn wir durch Fruchtsäfte, süße Getränke (z.B. sogenannte Wellnessgetränke), Obst, Süßigkeiten oder Getreideprodukte aus Weißmehl zu viel davon zu uns nehmen, ist der Transportweg für die Einfachzucker ins Blut überlastet und sie gelangen in den Dünndarm, wo sich ungünstige Bakterien über diese extra Portion Zucker-Nahrung freuen. So können Säuren und Gase entstehen, die sich festsetzen, einen Stau des Stuhlbreis provozieren können, sie können aber auch den Stuhl lockern und sogar abführend wirken. Die Ballaststoffe hingegen gehören zwar auch zu den Kohlenhydraten, werden aber im Vergleich zur Stärke eher langsamer oder gar nicht verdaut. Sie nehmen eine wichtige Stellung in der täglichen Kostgestaltung ein.

      Fazit:

      Eine Bauchschmeichler-Kost ist eine abwechslungsreiche Kost mit einem hohen Anteil an Gemüse, Sauermilchprodukten, hochwertigen Fett- und Eiweißquellen. Wie dies im Einzelnen aussieht, stellen wir Ihnen als Mitglied gerne in unserem Infomaterial zur Bauchgesunden Ernährung vor.

      Info!

      Das heutige Wissen um die verschiedenen Ballaststoffe ist vielfältig, deshalb muss die Auswahl der Ballaststoffe immer Symptom-orientiert angepasst werden. So kann es sein, dass für den einen Patienten mit Verstopfung und unregelmäßigem Stuhlgang unlösliche Ballaststoffe hilfreicher sind – wohingegen die Anreicherung der löslichen Ballaststoffe für Schmerzpatienten viel effektiver wäre. Unisono profitieren nahezu alle Bauchpatienten von einem Mehr an Gemüse in der täglichen Kost!

      Patienten berichten häufig, dass Gemüse Blähungen auslöst. ABER es ist nicht das Gemüse, das bläht. Gemüse zeichnet sich durch eine „Schwämmchen-Funktion“ aus. Die meisten heimischen Gemüsesorten besitzen ein außerordentlich gutes Quellvermögen. Blähungen, Bauchgrimmen und Rumoren nach Gemüseverzehr zeigen vielmehr deutlich an, dass die im Gastrointestinaltrakt vorhandene, meist festsitzende Luft in Bewegung kommt und nun endlich gebunden wird. Regel Nummer Eins bleibt also, ausreichend Gemüse zu verzehren. Ideal sind hier zu Beginn gegarte, gerne auch tiefgekühlte Gemüsevariationen ohne allzu viele Zusätze. Oder auch wasserreiche rohe Sorte wie gelbe Paprika, Gurke (gegebenenfalls ohne Schale), Tomaten oder Radieschen.

        Unser Service für Sie

        Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) informiert Sie gerne auch im persönlichen Gespräch zum Thema Darmgesunde Ernährung. Für Mitglieder veranstalten wir auch regelmäßige Webinare (Online-Seminare), bei denen Sie Experten Fragen stellen können.

        Sonja Lämmel, Dipl.oec. troph. Steht Ihnen für Fragen rund um den gesunden Darm gerne zur Verfügung.

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